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Prostatakrebs: Roboter-assistierte laparoskopische vs.  offene radikale Prostatektomie, 2012

Eine aktuelle Übersichtsstudie (1) deutet auf eine erhöhte Harninkontinenz-Rate unter Roboter-Chirurgie hin. Damit ist aber wahrscheinlich noch nicht das letzte Wort gesprochen, vermutlich werden die Technologie und die Erfahrungen der Ärzte damit in Zukunft sich weiter entwickeln.

Eine weitere aktuelle Studie in European Urology (2,3) kommt bei roboter-assistierter minimal-invasiver radikaler Prostatektomie (RARP) zu anderen Ergebnissen: Roboter würde die Operationsergebnisse verbessern. Darunter seien im Vergleich zu herkömmlicher radikaler offener Prostatektomie (ORP) zu weniger Komplikationen und Blutverlust gekommen, auch die Krankenhausverweildauer sei insgesamt kürzer. Die Autoren können jedoch bei Ihrer Analyse des US-Krankenhausregisters nicht ausschließen, dass Chirurgen RARP vor allem bei Patienten mit geringen Risiken einsetzten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Ungünstige Auswirkungen einer Roboter-assistierten laparoskopischen und einer offenen retropubischen radikalen Prostatektomie im Vergleich bei einer bundesweiten, randomisierten Stichprobe von Männern im Medicare-Alter

 

ZIEL: Eine Roboter-assistierte laparoskopische radikale Prostatektomie wird immer häufiger statt einer offenen radikalen Prostatektomie bei Männern mit klinisch lokalisiertem Prostatakrebs durchgeführt. Das Ziel dieser Studie war es, die Risiken für anschließende Probleme mit der Kontinenz und den Sexualfunktionen nach diesen beiden Prozeduren bei Männern im Medicare-Alter miteinander zu vergleichen.

PATIENTEN UND METHODEN: Eine populationsbasierte zufällige Stichprobe wurde aus den 20% Medicare-Erstattungsanträgen zwischen dem 1. August 2008 und dem 31. Dezember 2008 entnommen. Für die Teilnehmer gab es Erstattungsanträge von Krankenhäusern und Ärzten für eine radikale Prostatektomie, sie hatten diagnostische Kodierungen für Prostatakrebs und hatten sich den Berichten zufolge entweder einer Roboter-assistierten oder einer offenen Operation unterzogen. Sie erhielten einen per Post zugeschickten Fragebogen, der auch Selbsteinschätzungen von Problemen mit der Kontinenz und den Sexualfunktionen beinhaltete, median 14 Monate nach der Operation.

ERGEBNISSE: Vollständige Fragebogen wurden von 685 (86%) der 797 teilnahmefähigen Personen zurückerhalten. 406 bzw. 220 Teilnehmer gaben an, sich einer Roboter-assistierten bzw. einer offenen Prostatektomie unterzogen zu haben. Insgesamt gaben 189 (31,1%; 95% Konfidenzintervall [KI] von 27,5% bis 34,8%) von 607 Männern an, ein moderates oder großes Problem mit der Kontinenz zu haben, und 522 (88,0%; 95% KI von 85,4% bis 90,6%) von 593 Männern gaben an, ein moderates oder großes Problem mit den Sexualfunktionen zu haben. In einem logistischen Regressionsmodell, welches die logarithmischen Wahrscheinlichkeiten eines moderaten oder großen Problems mit der Kontinenz nach Adjustierung für das Alter und das Bildungsniveau vorhersagte, war die Roboter-assistierte Prostatektomie mit einem nichtsignifikanten Trend mit größeren Problemen bei der Kontinenz (Wahrscheinlichkeitsverhältnis 1,41; 95% KI von 0,97 bis 2,05) assoziiert. Eine Roboter-assistierte Prostatektomie war nicht mit größeren Problemen der Sexualfunktionen assoziiert (Wahrscheinlichkeitsverhältnis 0,87; 95% KI von 0,51 bis 1,49).

SCHLUSSFOLGERUNG: Die Risiken für Probleme mit der Kontinenz und den Sexualfunktionen sind nach beiden Prozeduren hoch. Männer im Medicare-Alter sollten nicht erwarten, dass nach einer Roboter-assoziierten Prostatektomie weniger ungünstige Komplikationen als nach einer offenen Operation auftreten.

  1. Barry MJ et al. Adverse effects of robotic-assisted laparoscopic versus open retropubic radical prostatectomy among a nationwide random sample of Medicare-age men. J Clin Oncol 2012 Feb 10; 30:513.
  2. Zweite Studie: Prostatakarzinom: Roboter verbessert Operationsergebnisse, 25.04.2012
  3. Quoc-Dien Trin et al: Perioperative Outcomes of Robot-Assisted Radical Prostatectomy Compared With Open Radical Prostatectomy: Results From the Nationwide Inpatient Sample. European Urology 2012; 61; 679-685
Schlüsselwörter: Prostatakrebs, krebs, chirurgie, urologie, roboterchirurgie, Roboter-assistierte laparoskopische Prostatektomie, sexualität, operation, offene radikale retropubische Prostatektomie, inkontinenz, kontinenz, urin lassen, komplikation, harninkontinenz, potenz, Erektile Dysfunktion, erektion, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013