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Rückenschmerzen: Beeinflusst die Wortwahl der Radiologen die Therapie-Entscheidungen? 2012

Offenbar ja. Viele  Ärzte wollten therapeutisch zunächst anders vorgehen, als sie den MRT-Befund erhalten hatten; sie änderten jedoch ihre Vorgehensweise, nachdem sie daran erinnert wurden, dass Wirbelsäule-Abnormalitäten im lumbalen LWS-Bereich oft klinisch ohne Bedeutung sind.

Menschen haben oft Rückenschmerzen im unteren Lendenwirbelsäule-Bereich (LWS). Ärzte können normalerweise durch eine genaue körperliche Unterschung feststellen, ob dahinter ernsthafte Krankheiten, wie Bandscheibenvorfall, stecken (2). Oft wird aber, auch in Deutschland, mal eben eine Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) zur Abklärung angeordnet. Die Leitlinien unterstützen diese Vorgehensweise nicht, da die radiologische Untersuchungen häufig Veränderungen an der Wirbelsäule zeigen, die oft gar nicht mit den Beschwerden in Zusammenhang stehen (3).  

Eine retrospektive Studie (1) aus den USA untersuchte die Assoziation zwischen Hinzufügen von epidemiologischen Daten zu den Befunden der Lumbalen MRTs und anschließender therapeutischer Vorgehensweise bei asymptomatischen Menschen und Patienten mit lumbalen Rückenschmerzen oder Radikulopathie (in die Beine ausstrahlende Nerven-Wurzelschmerzen oder Mißempfindungen).

Insgesamt bei 277 Patienten mit unkomplizierten lumbalen Rückenschmerzen oder Radikulopathie wurden MRT-Untersuchungen durchgeführt. In 237 Fällen wurden unkomplizierte degenerative Änderungen diagnostiziert. Bei 71 Patienten (30%) wurden Erinnerungen über klinisch unbedeutsame Zufallsbefunde bei MRT-Untersuchungen der Wirbelsäule hinzugefügt.

Einweisungen für physikalische Therapie, Kortison-Injektionen und chirurgische Konsile waren in der Gruppe mit Zusatinformationen (71 Pat.) und bei den restlichen 166 Patienten ähnlich. Patienten in der Zusatzinfo-Gruppe hatten jedoch von Hausärzten deutlich weniger Schmerzmedikamente erhalten (7% vs. 22%).

Fazit: Die Patienten hatten von den Hausärzten viel weniger Schmerzmedikamente erhalten, wenn Zusatz-Informationen (wie über klinisch unbedeutsame Zufallsbefunde bei MRT-Untersuchungen der Wirbelsäule) den MRT-Befunden hinzugefügt wurden.

Anscheinend bewirkt diese Methode eine Anpassung der therapeutischen Vorgehensweise der Ärzte.

Medknowledge-Anmerkung: Es geht zwar nicht aus der Studie hervor, es ist jedoch vorstellbar, dass durch epidemiologische Zusatzinformationen über Zufallsbefunde viele Patienten möglicherweise vor unnötigen Wirbelsäule-Operationen verschont bleiben würden.
  1. McCullough BJ et al. Lumbar MR imaging and reporting epidemiology: Do epidemiologic data in reports affect clinical management? Radiology 2012 Mar; 262:941
  2. Meta-Analyse: Bildgebende Diagnose bei Lumbalgie in der Regel unnötig, 6. Februar 2009
  3. Computertomografie: Zufallsbefunde in der CT-Radiologie häufig, 28.09.2010
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Stand: 25. Mai 2013