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Ist Selbst-Management der COPD-Patienten wirksam? 2012

Selbst-Management der Patienten mit moderater bis schwerer COPD reduziert nicht die Komplikationsrate. Eine Subgruppe von Patienten, die Selbst-Management erlernt haben, profitierte jedoch vom Selbstmanagement, ihre Teilnehmer waren jünger und lebten häufiger mit anderen zusammen.  

Die Teilnehmer in der Interventionsgruppe wurden durch Hausbesuche von Krankenschwestern trainiert, die COPD-Exazerbation zu erkennen und direkt zu therapieren (z.B. zusätzlich Antibiotika und/oder Kortikosteroide). Die Besuche fanden zunächst alle 2 Wochen, danach alle 6 Wochen statt. Patienten in der Interventionsgruppe wurden durchgehend 12 Monate lang unterstützt.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Glasgow unterstützte Selbst-Management Studie (GSuST) bei Patienten mit moderater bis schwerer COPD: eine randomisierte, kontrollierte Studie.

 

ZIELSETZUNG:
Es sollte untersucht werden, ob ein berichtetes Selbst-Management bei der chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) die Krankenhaus-Wiedereinlieferung in dem Vereinigten Königreich reduzieren kann.

 

DESIGN:

Eine randomisierte, kontrollierte Studie.

 

SETTING:

Gemeinschaftsbasierte Intervention in dem Westen von Schottland.

 

TEILNEHMER:
Patienten, die mit einer akuten Exazerbation einer COPD in ein Krankenhaus eingeliefert worden sind, nahmen an der Studie teil.

 

INTERVENTIONEN:
Die Teilnehmer in der Interventionsgruppe wurden trainiert, die Exazerbation zu erkennen und direkt zu therapieren. Sie wurden durchgehend 12 Monate lang unterstützt.

 

HAUPTMESSPUNKTE:

Der primären Endpunkte waren die Krankenhaus-Wiedereinweisung und die Todesfälle auf Grund von COPD, bemessen durch die Datensatzverknüpfung der Scottish Morbidity Records; gesundheitsbezogene Lebensqualitätsmessungen waren die sekundären Messpunkte.

 

ERGEBNISSE:
464 Patienten wurden randomisiert, stratifiziert nach Alter, Geschlecht, das in Prozent angegebene forcierte expiratorische Volumen in einer Sekunde, die kürzliche Teilnahme an pulmonaler Rehabilitation, Raucherstatus, Kategorie der Deprivation des Wohnsitzes[1] und vorherige Krankenhauseinlieferungen auf Grund von COPD. Es wurde kein Unterschied bei der Einweisung auf Grund von COPD oder Tod gefunden (111/232 (48%) vs 108/232 (47%); Hazard Ratio 1,05, 95% Konfidenzintervall 0,80 bis 1,38). Der Rücklauf der Fragebögen über die gesundheitsbezogene Lebensqualität war schlecht (n=265; 57%), so dass keine brauchbaren Schlussfolgerungen aus diesen Daten gezogen werden konnten. Vorbestimmte Subgruppenanalysen zeigten keinen unterschiedlichen Vorteil in dem primären Endpunkt bezogen auf die Krankheitsschwere oder bezogen auf die demographischen Variabeln. In einer orientierenden Analyse waren 42% (75/150) der Patienten in der Interventionsgruppe als erfolgreiche Selbst-Manager bei Studienende, nach Eignungsüberprüfung des  Gebrauches der Selbst-Management-Therapie, klassifiziert. Prädiktoren für ein erfolgreiches Selbst-Management bei stufenweiser Regression waren das jüngere Alter (p=0,012) und das Leben mit anderen (p=0,010). Die COPD-Wiedereinweisungen/Tode wurden bei erfolgreichen Selbst-Managern, verglichen mit unerfolgreichen Selbst-Managern reduziert (20/75 (27%) vs 51/105 (49%); Hazard Ratio 0,44, 0,25 bis 0,76; p= 0,003).

 

 

FAZIT:

Unterstütztes Selbst-Management hatte keinen Effekt auf die Zeit bis zur ersten Wiedereinweisung oder Tod auf Grund von einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). Eine orientierende Subgruppenanalyse identifizierte eine Minderheit von Patienten, die Selbst-Management erlernt haben; diese Gruppe hatte ein signifikant geringeres Risiko für eine Wiedereinweisung auf Grund von COPD, ihre Teilnehmer waren jünger und lebten häufiger mit anderen zusammen.

 

TRIAL REGISTRATION: Clinical trials NCT 00706303  


[1] Anmerkung: In Schottland gibt es verschiedene Kategorien, um Deprivationen zu klassifizieren und die daraus resultierenden Defizite in der Gesundheitsversorgung, etc rückzuschließen. Mehr dazu auf http://www.isdscotland.org/Products-and-Services/Deprivation/  , aufgerufen am 20.5.2012

  1. Bucknall CE et al. Glasgow supported self-management trial (GSuST) for patients with moderate to severe COPD: Randomised controlled trial. BMJ 2012 Mar 6; 344:e1060
Schlüsselwörter: Glasgow unterstützte Selbst-Management Studie, GSuST, selbsttherapie, Salmeterol, Therapie, COPD, Patienten, Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Chronische Bronchitis, Atrovent, Vitalkapazität und Lungenfunktion, Ipratropiumbromid, infektexazerbierte copd-exazerbation, moderate bis schwere COPD, Lungenemphysem, Asthma Bronchiale, Anticholinergikum, selbsthilfe, training, aufklären, informieren, Selbstmanagement, ohne arzt, screening, asthma-selbstmanagemen, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013