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Akutes Nierenversagen durch das Antibiotikum Cotrimoxazol (Bactrim®)? 2012

Akutes Nierenversagen assoziiert mit Trimethoprim/Sulfamethoxazol (Cotrimoxazol): Akute Niereninsuffienz trat bei 11% der Cotrimoxazol-Anwender, und verschwand, wenn die Therapie eingestellt wurde.

(Medknowledge-Anmerkung: Cotrimoxazol, das die älteren Ärzte auch unter dem Firmen-Namen „Bactrim“ kennen, hat sich als eines der wenigen Antibiotika sein Stellenwert zur Therapie von Harnwegsinfektionen in Deutschland bis heute behalten.).

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Akutes Nierenversagen assoziiert mit Trimethoprim/Sulfamethoxazol

 

ZIELSETZUNG:

Trimethoprim/Sulfamethoxazol behandelt effektiv ambulant erworbene Weichteilinfektionen und Harnwegsinfekte. Beide Infektionen treten bei Patienten mit Risikofaktoren für Nierenfunktionsstörungen auf. In dieser Studie wurden systematisch die unerwünschten renalen Effekte von Trimethoprim/Sulfamethoxazol in einer Veteranen-Population mittleren Alters untersucht.

 

METHODEN:

Es wurden vollständige elektronische Aufzeichnungen für alle Patienten durchsucht, die innerhalb von 3 Jahren eine ≥ 6 Tages-Behandlung mit Thrimethoprim/Sulfamethoxazol erhalten hatten. Außerdem mussten bei den Patienten eine Baseline und eine Follow-up Bestimmung des Serumkreatinins und des Blut-Harnstoff-Stickstoffs in den Daten vorhanden sein.

 

ERGEBNISSE:
Von 573 Patienten, die die Einschlusskriterien erfüllten, hatten 64 (11,2%) einen Anstieg von beiden Serumwerten von Kreatinin und Blut-Harnstoff-Stickstoff, der die vorbestimmten Kriterien für ein akutes Nierenversagen (ANV) erfüllte: bei 33 (5,8%) Patienten war das ANV wahrscheinlich auf den Gebrauch von Trimethoprim/Sulfamethoxazol zurückzuführen; bei 28 (4,9%) Patienten möglicherweise; und bei drei (0,52%) Patienten trat das ANV nicht im Zusammenhang mit Trimethoprim/Sulfamethoxazol auf. Fünf zusätzliche Patienten hatten nur eine Erhöhung des Serumkreatinins. Bei fast allen Fällen, bei denen das ANV auf Trimethoprim/Sulfamethoxazol zurückzuführen war, ging das ANV direkt nach dem Absetzen der Therapie zurück, außer bei einem Patienten, der dialysepflichtig wurde. Pyurie trat nur in 2 von 37 Patienten auf, die Harnuntersuchungen erhielten; Eosinophilurie wurde nicht beobachtet. In einem multivariaten Modell hatten Patienten mit Hypertension und Diabetes mellitus ein erhöhtes Risiko für eine renale Insuffizienz, besonders wenn diese Erkrankungen schlecht eingestellt waren. 

 

FAZIT:

In einer männlichen, ambulanten Population mittleren Alters, die für ein Minimum von 6 Tagen behandelt wurden, ist das akute Nierenversagen bei einer Behandlung mit  Trimethoprim/Sulfamethoxazol (Cotrimoxazol) häufiger als bislang berichtet. In einem Großteil der Fälle schien die intrinsische renale Funktionsstörung eher als eine interstitielle Nephritis oder als eine Kompetition um die Kreatininclearance verantwortlich zu sein. Weder ein Effekt der Dosis noch der Dauer wurde in einer univariaten Analyse entdeckt. Die Funktionsstörung ist vorübergehend, wenn die Therapie eingestellt wird.

  1. Fraser TN et al. Acute kidney injury associated with trimethoprim/sulfamethoxazole. J Antimicrob Chemother 2012
Schlüsselwörter: Akutes Nierenversagen, Antibiotikum, nebenwirkung antibiotika, akute niereninsuffienz, lasix, furosemid, diuretika, Cotrimoxazol nierenfunktionsstörung, Bactrim, Ciprobay- und TMP-SMX, Harnwegsinfektionen, Geriatrie, Frauen, Ciprofloxacin, niere, nierenfunktion, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

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Stand: 25. Mai 2013