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Frühe rheumatoide Arthritis: Zusatz von Prednison zu Methotrexat?, 2012

Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) können medikamentös viel weniger bewirkt werden, wenn es bereits zu Gelenkzerstörungen mit Funktionsstörungen gekommen ist. Eine aktuelle Studie (1) überprüfte, ob bei noch unbehandelten Patienten mit früher RA der Zusatz von Prednison (10mg/d) zu Methotrexat sinnvoll ist.

Die Ergebnisse zeigten, dass es nach zwei Jahren im Vergleich zur MTX-Monotherapie nur begrenzten erosiven Gelenkschaden in der Gruppe Prednison plus Methotrexat gab.

Des Weiteren waren für die Patienten in der Kombinationsgruppe weniger Zusatz-Therapie (wie mit Cyclosporin oder Biologika) erforderlich (15% vs. 41%.).

Komplikationsrate war in der Kombinationsgruppe ebenfalls niedriger als in der Monotherapie. (Medknowledge-Anmerkung: Die Studie dauerte zwei Jahre, häufig treten jedoch die Kortison-Nebenwirkungen wie Osteoporose erst dann allmählich auf, sodass die Studie an sich bezüglich der Häufigkeit der Nebenwirkungen keine harte Aussagen treffen kann.)

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Zusätzliche Gabe von Prednison in einer auf Methotrexat basierenden Behandlungsstrategie für frühe rheumatoide Arthritis mit häufigen Kontrollen: Eine randomisierte Studie.

 

HINTERGRUND: Behandlungsstrategien mit engmaschiger Kontrolle einer frühen rheumatoiden Arthritis (RA) sind sehr wirksam, können aber noch verbessert werden.

ZIEL: Es sollte untersucht werden, ob durch die zusätzliche Gabe von Prednison in einer Dosierung von 10 mg pro Tag zu Beginn einer auf Methotrexat (MTX) basierenden Behandlungsstrategie mit engmaschigen Kontrollen deren Wirksamkeit verbessert werden kann.

GESTALTUNG: Eine zweijährige, prospektive, randomisierte, Placebo-kontrollierte, doppelt blinde multizentrische Studie (CAMERA-II  [Computer Assisted Management in Early Rheumatoid Arthritis trial-II]).

UMFELD: Sieben Krankenhäuser in den Niederlanden.

PATIENTEN: 236 Patienten mit früher RA (Krankheitsdauer < 1 Jahr).

INTERVENTION: Die Patienten wurden randomisiert einer MTX-basierten, engmaschig kontrollierten Behandlungsstrategie zugeteilt, in welcher sie entweder mit einer Einnahme von MTX und Prednison oder von MTX und Placebo begannen. Die Behandlung mit Methotrexat wurde bei monatlichen Arztbesuchen auf der Basis von vordefinierten Therapieerfolgs-Kriterien auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten, wobei jeweils eine Remission angestrebt wurde.

MESSUNGEN: Der primäre Endpunkt waren radiologisch festgestellte erosive Gelenkschäden nach zwei Jahren. Sekundäre Endpunkte beinhalteten Therapieerfolgs-Kriterien, Remission und die Notwendigkeit ein Cyclosporin oder eine biologische Substanz zur Therapie hinzuzufügen.

ERGEBNISSE: Nach zwei Jahren gab es nur begrenzten erosiven Gelenkschaden und dieser war in der Gruppe mit MTX und Prednison (n=117) geringer ausgeprägt als in der Gruppe die MTX und Placebo erhielt (n=119). Die Strategie mit MTX und Prednison war also wirksamer in der Reduzierung der Krankheitsaktivität und physischer Einschränkungen, im Erreichen einer nachhaltigen Remission und in der Vermeidung von Cyclosporin oder biologischen Substanzen als zusätzliche Therapie. Ungünstige Ereignisse waren in beiden Gruppen ähnlich verteilt, aber einige traten seltener in der Gruppe mit MTX und Prednison auf.

EINSCHRÄNKUNG: Eine engmaschige Kontrollstrategie für rheumatoide Arthritis bedeutet monatliche Arztbesuche, was nicht in allen Fällen machbar ist.

SCHLUSSFOLGERUNG: Die zusätzliche Gabe von niedrigdosiertem Prednison in einer auf Methotrexat basierenden Behandlungsstrategie mit engmaschigen Kontrollen für frühe rheumatoide Arthritis verbessert den Therapieverlauf bei den Patienten.

  1. Bakker MF et al. Low-dose prednisone inclusion in a methotrexate-based, tight control strategy for early rheumatoid arthritis: A randomized trial. Ann Intern Med 2012 Mar 6; 156:329
Schlüsselwörter: Rheumatoide Arthritis, früh-kortison, Gelenkzerstörung, Behandlung, Therapie, Gelenk, Kombinationstherapie, Etanercept, Enbrel und Methotrexat, schwer, mittel, Stadium, Gelenke, basistherapeutika, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013