Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Therapie der schweren Hüftgelenk-Arthrose: Totale Hüftendoprothetik versus Oberflächenersatzendoprothetik, 2012

Bei der Oberflächenersatz-Endoprothese wird der Femurkopf im Gegensatz zu TEP nicht entfernt sondern nur so weit bearbeitet, dass eine passende Metallkappe - ähnlich wie bei einer Zahnkrone - aufgesetzt werden kann.  

In einer aktuellen Studie gab es bezüglich der Gesamt-Komplikationsrate (1) zwischen konventioneller Hüft-TEP-Operation und Oberflächenersatz-Endoprothetik keine signifikante Unterschiede. Langzeit-Ergebnisse stehen noch aus.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Therapie der schweren Hüftgelenksarthritis: Totale Hüftendoprothetik versus Oberflächenersatzendoprothetik 

 

Schon zu Beginn der Endoprothetikgeschichte wurden Prothesen für den  Oberflächenersatz am Hüftgelenk entwickelt. Wegen hoher Versagerquoten, vermutlich aufgrund der verwendeten Materialien, wurde diese Methode jedoch Mitte der Achtzigerjahre wieder verlassen. Andere  Implantatmaterialien und verbesserte Operationstechniken führten bei den modernen Oberflächenendoprothesen dann aber  zu ermutigenden Ergebnissen. Inzwischen weiß man um die Vorteile dieses Verfahrens wie z.B. Knochenersparnis, bessere Biomechanik des Gelenks, geringere Luxationstendenz etc. Die Operationstechnik hingegen ist aufwändiger, das Implantat teurer und es fehlen noch klinische und radiologische Langzeitergebnisse. Die Kurzzeitergebnisse lassen jedoch hoffen, dass die Methode insbesondere für jüngere, aktive Patienten eine gute Alternative sein könnte.       

 

Das Ziel einer monozentrischen, randomisierten, einfach verblindeten Parallelgruppen-Studie  war der Vergleich des klinischen Nutzens und der Kosteneffektivität einer totalen Hüftendoprothese versus Oberflächenersatzendoprothese bei Patienten mit schwerer Hüftgelenksarthritis. 126 Patienten eines großen Lehrkrankenhauses in Großbritannien, die älter als 18 Jahre waren, an einer schweren Hüftgelenksarthritis litten und für einen Oberflächenersatz in Frage kamen wurden in die Studie eingeschlossen. Die Interventionen waren entweder eine totale Hüftendoprothese (Ersatz des gesamten Femurkopfes und Femurhalses) oder eine Oberflächenendoprothese des Hüftgelenks (Ersatz der Gelenkfläche des Femurkopfes*, der Femurhals bleibt erhalten). Bei beiden Methoden wurde die Gelenkfläche des Acetabulums ersetzt. Hauptzielparameter war die Funktion des Hüftgelenks 12 Monate nach dem operativen Eingriff, bewertet nach dem „Oxford Hip Score“ und dem „Harris Hip Score“. Sekundäre Zielparameter waren Lebensqualität, Behinderungsgrad, körperlicher Aktivitätsgrad, Komplikationen  und Kosteneffektivität.

 

Ergebnisse:

60 Patienten wurden zu einer Oberflächenendoprothese und 66 Patienten zu einer Totalendoprothese randomisiert. Die Intention-to-treat-Analyse nach 12 Monaten zeigte keine Hinweise für einen Unterschied bei der Hüftgelenksfunktion zwischen den beiden Gruppen. Der mittlere Oxford Hüft-Score betrug bei der Gruppe mit dem Oberflächenersatz 40,4 Punkte, bei der Gruppe mit der Totalendoprothese 38,2 Punkte. Der mittlere Harris Hüft-Score betrug in der Gruppe mit der Oberflächenprothese 88,4 und in der Gruppe mit der Totalendoprothese 82,3. Obwohl keine Hinweise auf einen Unterschied gezeigt werden konnten, können auf kurze Sicht klinisch bedeutsame Unterschiede in der Hüftgelenksfunktion nicht sicher ausgeschlossen werden. Die Gesamtkomplikationsrate war bei beiden Gruppen gleich hoch. Bei der Gruppe mit der Totalendoprothese traten jedoch mehr Wundkomplikationen auf, bei der Gruppe mit der Oberflächenersatzprothese hingegen mehr thromboembolische Ereignisse.

 

Fazit:

Ein Jahr nach einer Totalendoprothese versus Oberflächenendoprothese des Hüftgelenks bei Patienten mit schwerer Arthritis konnte bei der Funktionsprüfung des Hüftgelenks kein Unterschied gezeigt werden. Die Langzeitergebnisse dieser Eingriffe sind jedoch noch nicht vollständig untersucht,.     

  1. Costa ML et al. Total hip arthroplasty versus resurfacing arthroplasty in the treatment of patients with arthritis of the hip joint: Single centre, parallel group, assessor blinded, randomised controlled trial. BMJ 2012 Apr 19; 344:e1247.
Schlüsselwörter: Hüftgelenk-Arthrose, Prothese, , Hüfte, Gelenkverschleiss, Arthrose, Oberflächenersatz-Endoprothese, Hüft- und Knieprothesen-Implantation, Endoprothetik, Seitenband, Transplantation, Koxarthrose, Operationen, Endoskopie, Minimalinvasive Hüftendoprothetik, Hüftprothesen, Hüftgelenk-Operationen, Krankenhaus, Knochenbruch, Hüftgelenkspiegelung, Umstellungsosteotomie, Kunstgelenke, Hüft-TEP, Zementfreie, Zement, Prothesenwechsel, Hüftpfannenkorrektur, Gelenkersatz, Verletzungen, Knorpelschäden, Verschleiß, Lockerung, Oberflächenersatzendoprothese, Minimal invasive Chirurgie, Rekonstruktion, Sehnenriss, Hüftprothese, Knochentransplantat, Hüftgelenkersatz, Arthroskopie, Osteosynthese, Kliniken, Therapie, Behandlung, Operation, Klinik, Gelenkfehlstellungen, Vollprothese, Arthritis, Hüftgelenkverletzungen, voroperierte Gelenke, Oberflächenersatzendoprothetik, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013