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Urogenitale Risiken und Verletzungen durch Foley-Blasenkatheter, 2012

Foley-Blasenkatheter sind Blasenkatheter mit einem Ballon an der Spitze zur Fixierung des Katheters in der Blase. Eine aktuelle Studie (1) zeigt:

Urogenitale Verletzungen (von Urethra-Verletzungen bis Makrohämaturie) durch Foley-Katheter genauso häufig wie Harnwegsinfektionen. Des Weiteren können Foley-Blasenkatheter die Mobilisation der Patienten verzögern. Nach Möglichkeit sollten die Foley-Blasenkatheter vermieden werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Risiken der weit verbreiteten Foley-Blasenkatheter: Komplikationen von Foley-Kathetern -- ist die Infektion das größte Risiko?

ZIEL:
Foley-Katheter verursachen eine Vielzahl von Schäden, wie Infektionen, Schmerzen und Traumata. Obwohl die symptomatische Harnwegsinfektion und die asymptomatische Bakteriurie häufig diskutiert werden, erhalten die urogenitalen Traumata vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit.

Anmerkung: Ein Katheter wird dann Foley-Katheter genannt, wenn er einen Ballon besitzt, der zum Verbleib in der Blase mit sterilem Wasser aufgepumpt wird, sodass er nicht verrutscht. Der Foley-Katheter ist einer der meist genutzten Katheter in der Urologie. Mehr Informationen und eine Graphik auf  http://www.emedicinehealth.com/script/main/art.asp?articlekey=138450&ref=136186, aufgerufen am 30.5.2012)

 

MATERIALIEN UND METHODEN:

Eine zugeordnete Foley-Katheter-Krankenschwester prüfte prospektiv die medizinischen Akten von stationären Patienten mit einem Foley-Katheter in dem Minneapolis Veterans Affairs Medical Center im Zeitraum vom 21. August 2008 bis zum 31. Dezember 2009. Es wurde eine tägliche Kontrolle durchgeführt, die die Bakteriurie und Traumata auf Grund des Foley-Katheters überprüfte. Die Daten wurden als die Anzahl von Ereignistagen pro 100 Foley-Katheter-Tagen analysiert.

 

ERGEBNISSE:
Während 6513 beobachteten Foley-Katheter-Tagen wurden Urinanalysen/Urinkulturen an 407 (6,3%) Tagen durchgeführt. Diese Untersuchungen identifizierten 116 mögliche Harnwegsinfektepisoden (1,8% der Foley-Katheter-Tagen), von welchen nur 21 (18%) klinische Manifestationen zeigten. Allerdings lassen sich die restlichen 95 asymptomatischen Bakteriurie-Episoden mit 39 (70%) von 56 antimikrobiell behandelten möglichen Harnwegsinfektepisoden  erklären (für den Anteil von behandelten Episoden mit vs ohne symptomatische Manifestationen einer Harnwegsinfektion, p=0,005). Gleichzeitig wurden 100 Fälle beschrieben, bei denen ein urogenitales Trauma durch den Katheter verursacht wurde (1,5% der Foley-Katheter-Tage). Von diesen führten 32 (32%) zu Eingriffen, wie eine verlängerte Katheterisierung oder die Zytoskopie. Die zu Eingriffen führende Traumata waren für einen gleich hohen Anteil von Foley-Katheter-Tagen (0,5%) verantwortlich wie die der symptomatischen Harnwegsinfektion (0,3%) (p=0,17).

 

FAZIT:

In dieser prospektiven Beobachtungsstudie waren urogenitale Traumen durch den Gebrauch eines Foley-Katheters genauso häufig wie symptomatische Harnwegsinfektionen, die eine Intervention nötig machten. Außerdem, trotz der neuerlich erhöhten Aufmerksamkeit für die Unterscheidung zwischen einer asymptomatischen Bakteriurie und einer symptomatischen Harnwegsinfektion bei katheterisierten Patienten, verursachte die asymptomatische Bakteriurie signifikant mehr antimikrobielle Behandlung als die symptomatische Harnwegsinfektion. Die Beseitigung von unnötigem Gebrauch des Foley-Katheters könnte symptomatische Harnwegsinfektionen, unnötige antimikrobielle Behandlung wegen asymptomatischer Bakteriurie und durch den Foley-Katheter verursachte Traumata verhindern. 

  1. Leuck A-M et al. Complications of Foley catheters - Is infection the greatest risk? J Urol 2012 May; 187:1662.
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Stand: 25. Mai 2013