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Leistenhernie (Leistenbruch): TAPP, TEPP oder doch offene Operation? – Meta-Analyse randomisierter Studien, 2012

TAPP (transabdominale präperitoneale Netzimplantation): Der Zugang erfolgt minimal-invasiv über Bauchraum durch das Bauchfell (Peritoneum). Ein Netz wird vom Bauchraum aus über der Bruchpforte platziert und mit Clips befestigt.

TEP/TEPP (totale extraperitoneale Hernioplastik): Der Zugang erfolgt minimal-invasiv unterhalb des Bauchraums Bei diesem Verfahren wird ebenfalls ein Netz über der Bruchpforte zwischen Muskulatur und Bauchfell so platziert und mit Bio-Material geklebt, dass es nicht mit Nähten befestigt werden muss.

Jedes Verfahren hat seine Vor- und Nachteile.

Die Diagnose Leistenhernie kommt schneller als gedacht. Viele Patienten stehen dann vor der Entscheidung, welches OP-Verfahren angewendet werden sollte. In den letzten Jahren werden die minimalinvasiven Verfahren TAPP und TEPP als Alternativen zu offenen OP-Techniken immer häufiger verwendet. Es liegen jedoch wenige Vergleichsdaten zwischen den beiden Verfahren und deren Vergleich mit offener Operation vor. Vor allem besteht bei den medizinischen Fachkreisen noch kein Konsensus über das Outcome zwischen Laparoskopischer Leistenhernienverschluss (Laparoscopic inguinal hernia repair, LIHR) unter Verwendung von TAPP- und TEPP-Technik und konventioneller offener Leistenhernienverschluss (OIHR).

Eine aktuelle Meta-Analyse (1) aus Irland untersuchte alle bisher veröffentlichten randomisierten Studien, die offene OP-Techniken (OIHR) mit laparoskopischen OP-Techniken vergleichen. Als Outcome wurden Hernien-Rezidiv und operation-bezogene Mortalität festgelegt.

Daten wurden aus 27 randomisierten Studien mit 7161 Patienten erhoben.

Laparoskopische OP-Techniken hatten im Vergleich zu offener Operation ein erhöhtes Leistenhernie-Rezidiv-Risiko (Relatives Risiko –RR-: 2). Anders ausgedrückt, das relative Risiko (wohlgemerkt nicht das absolute Risiko), dass sich nach Operation erneut Leistenbruch an der gleichen Stelle bilden könnte, war bei laparoskopischen Techniken im Vergleich zur offenen OP doppelt zu hoch. Dabei hatte TAPP-Verfahren ein ähnliches Rezidiv-Risiko wie die offene OP. Das erhöhte Risiko war also durch TEPP-Verfahren entstanden (RR: 3,72).

Laparoskopische OP-Techniken waren mit einem höheren perioperativen Komplikationsrisiko verknüpft (RR: 1,2), dieses Risiko war jedoch an erster Stelle auf das TAPP-Verfahren zurückzuführen.

Laparoskopische Operationen waren im Vergleich mit der offenen Operation mit einem geringeren Risiko für chronische Schmerzen (RR: 0,66) und chronische Sensibilitätsstörungen (RR: 0,27) assoziiert.

Fazit: Bei primärer Leistenhernie ist TEP-Verfahren mit einem erhöhten relativen Rezidiv-Risiko verbunden, nicht jedoch das TAPP-Verfahren und offene Operation. Dafür ist TAPP mit einem erhöhten perioperativen Komplikationsrate verglichen mit der offenen OP assoziiert.

Chronische Schmerzen und Sensibilitätsstörungen traten bei offener OP verglichen mit laparoskopischen OP-Techniken relativ häufig auf.

Medknowledge-Anmerkung: Bei der TEP-Technik wird die Operation außerhalb des Bauchinnenraums ohne Nähte oder Clips durchgeführt, womit die geringe Gefahr der Verletzung innerer Organe noch weiter reduziert wird. Und bei Leistenbruch beidseits, was gar nicht so selten vorkommt, können die beiden Leistenbrüche in der gleichen Sitzung mit dem gleichen Zugang operiert werden. Und die Patienten können postoperativ schneller mobilisiert werden. Allerdings muss der Chirurg mit dem TEP-Verfahren Erfahrung (Fallzahl pro Jahr?) haben, und es beherrschen. Des Weiteren wird TEP-Eingriff nur unter Vollnarkose mit damit verbundenen Risiken durchgeführt, und eignet sich nicht unbedingt bei Patienten mit schweren Herz- und Lungenkrankheiten.

  1. O'Reilly EA et al. A meta-analysis of surgical morbidity and recurrence after laparoscopic and open repair of primary unilateral inguinal hernia. Ann Surg 2012 May; 255:846.
  2. Übersicht zu TAPP/TEP: Laparoskopischer Bruchlückenverschluss bei Leistenhernie
  3. Aktuelle Entwicklungen der Hernienchirurgie, 2000
Schlüsselwörter: TAPP, TEP, TEPP, Transcutane Endoskopische Promesh-Plastik, minimal-invasive Leistenbruch-OP, Leistenhernie, Leistenbruch, Laparoskopie, Hernie, Leisten, Laparoskopische Operation, Einklemmungen, Inguinalhernie , offene operation lichtenstein, kinder, Abwarten, impotenz, epididymitis, watchful waiting, transabdominale präperitoneale Netzimplantation, totale extraperitoneale Hernioplastik, leiste, netz-implantation, rückfall, rezidiv, mortalität, sterblickeit, bruch, schwellung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013