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Eine ballaststoffreiche Ernährung schützt nicht gegen asymptomatische Divertikulose, 2012

Divertikel sind kleine gutartige Ausstülpungen an der Dickdarmwand. Als Komplikation kann sich zu einer Divertikulitis (Entzündung der Divertikel) kommen, wenn Kot oder Essensreste in diese Divertikel sich anhäufen, und zu Entzündungen führen. Viele Ärzte und Patienten denken, dass eine ballaststoffreiche Ernährung und regelmäßige Stuhlgänge vor der  Entwicklung einer Divertikulose schützen könnten. Eine aktuelle Studie (1) überprüfte diese These, und kommt zu einer negativen Schlussfolgerung.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Eine ballaststoffreiche Ernährung schützt nicht gegen asymptomatische Divertikulose

 

HINTERGRUND: Die Komplikationen einer Divertikulose tragen einen beträchtlichen Anteil zur Morbidität in den USA bei. Die Ausgaben des Gesundheitssystems für dieselben werden auf 2,5 Millionen Dollar jährlich geschätzt. Viele Ärzte und Patienten glauben das eine ballaststoffreiche Ernährung und regelmässige Stuhlgänge vor der  Entwicklung einer Divertikulose schützen. Die Beweislage zur Unterstützung dieser These ist jedoch schlecht. In dieser Studie soll herausgefunden werden, ob eine ballaststoffarme oder fettreiche Ernährung, Diäten die zum grössten Teil aus rotem Fleisch bestehen, Konstipation oder physische Inaktivität das Risiko für eine asymptomatische Divertikulose erhöhen.

 

METHODEN: Es wurde eine Querschnittstudie mit 2104 Teilnehmern die 30 bis 80 Jahre alt waren und sich einer ambulanten Kolonoskopie unterzogen untersucht. Der untersuchte Zeitraum war 1998 bis 2010. Diäten und physische Aktivität wurden durch validierte Instrumente festgestellt.

 

ERGEBNISSE: Die Prävalenz der Divertikulose steigt mit dem Alter, wie vorher angenommen. Eine ballaststoffreiche Ernährung senkt die Prävalenz einer asymptomatischen Divertikulose nicht. Im Gegenteil, die Gruppe mit dem höchsten Ballaststoffanteil in der Ernährung zeigten eine höhere Prävalenz als die Gruppe mit der geringsten Prävalenz (Prävalenz Ratio = 1.30; 95% Konfidenzintervall, 1.13-1.50). Das Risiko erhöhte sich mit berechnetem Anteil an totaler Ballaststoffeinnahme, Anteil an Korn-Fiber, löslicher und unlöslicher Ballaststoffe. Konstipation war kein Risikofaktor. Im Vergleich zu Teilnehmern mit <7 Stuhlgängen pro Woche zu Teilnehmern mit >15 Stuhlgängen pro Woche zeigten letztere ein 70% grösseres Risiko für die asymptomatische Divertikulose (Prävalenz Ratio = 1.70; 95% KI, 1.24-2.34). Weder die physische Aktivität, noch der Fett- oder Fleisch-Anteil in der Ernährung hatte einen Einfluss auf das Entwickeln einer Divertikulose.

 

ZUSAMMENFASSUNG: Eine ballaststoffreiche Ernährung und erhöhte Frequenz and Stuhlgängen ist eher mit einem grösseren Risiko an einer asymptomatischen Divertikulose zu erkranken verbunden. Die Hypothesen was Gründe sind für die Entwicklung einer Divertikulose sollten überprüft werden.

  1. Peery AF et al. A high-fiber diet does not protect against asymptomatic diverticulosis. Gastroenterology 2012 Feb; 142:266
  2. Siehe auch:Lass sie doch Nüsse und Popcorn essen: keine davon verursacht Divertikulitis. 2008
Schlüsselwörter: Divertikel, ballaststoffreiche Ernährung, Nahrung, Divertikulitis, Nuss, Mais, Popcorn, Dickdarmwand, Stenose, Kot, Verstopfung, Divertikulose, stuhlgang, Dickdarm, ballaste, müsli, obst, gemüse. ernähren, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013