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Synkope: Boston-Synkope-Kriterien zur Reduktion der unnötigen Hospitalisierungen, 2012

Die neuen Boston-Synkope-Kriterien reduzierten in einer aktuellen Studie die Zahl der Hospitalisierungen, ohne die Patienten zu gefährden.

Alle Ärzte kennen es, jemand hat eine Synkope erlitten, plötzlich zusammengebrochen. Dann heißt es von allen Seiten, erst mal auf der sicheren Seite sein, und den Patient stationär im Krankenhaus überwachen, und mögliche zugrundeliegende schwere Krankheiten ausschließen. Das ist oft für alle Beteiligten, die Ärzte und Angehörige, der einfachste Weg. Aber die Kosten, die Kosten. Nicht nur in den USA, auch in Deutschland gibt es viele Synkope-Hospitalisierungen, die jährlich Millionen kosten. Da stellt sich die Frage, müssen alle Patienten mit Synkope wirklich stationär aufgenommen werden?

Dieser Frage gingen Mediziner aus den USA nach. Sie erstellten Boston-Synkope-Kriterien (1) und überprüften, ob deren Anwendung einerseits die Zahl der Hospitalisierungen reduziert, andererseits die Sicherheit der Patienten nicht gefährdet.

In einer prospektiven Studie verwendeten sie die Kriterien bei 239 Patienten, die wegen Snykope in die Notaufnahme gekommen waren. Patienten wurden dann 30 Tage lang beobachtet. Der primäre Endpunkt war das Outcome nach 30 Tagen, welcher Tod, Herzinfarkt, Verschlechterung des funktionellen Status, Lungenembolie, Schlaganfall oder Blutungen berücksichtigte.

Die Kriterien empfahlen stationäre Aufnahme für Patienten mit folgenden klinischen Befunden: Akutes Koronarsyndrom (AKS), Herzrhythmusstörungen (HRST), schwere kardiale Vorerkrankungen (HRST, Schrittmacher usw.), Herzklappenkrankheit (wie Aortenstenose, Mitralinsuffienz), Exsikkose (Austrocknung), anhaltende pathologische Vitalzeichen (wie von Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung), primäres ZNS-Ereignis, oder bekannte familiäre Vorgeschichte für plötzlichen Tod (Sudden Death).

Nach Anwendung der Boston-Synkope-Kriterien fiel die stationäre Aufnahmerate von 69% auf 58%. Es gab wegen der Anwendung der Kriterien keine schwerwiegenden Komplikationen nach 30 Tagen; anders ausgedrückt hat kein Patient einen Schaden davon erlitten, weil sein Fall nach den Kriterien entschieden wurde.

Die Kriterien hatten eine Sensitivität von 100% und Spezifität von 57%, und einen negativen Voraussagekraft von 100%. Anders ausgedrückt, deren Anwendung war sicher.

Fazit: Die Autoren kommen zu der Schlussfolgerung, dass die Anwendung von Boston-Synkope-Kriterien (Boston Syncope Criteria) die Zahl der Hospitalisierungen wegen Synkope reduzierte, ohne die Patienten zu  gefährden. Weitere Studien sollten deren generelle Anwendbarkeit überprüfen.

Also die Boston-Synkope-Kriterien scheinen, den Ärzten eine gute Hilfestellung an die Hand zu geben, die gefährdeten Synkope-Patienten von den anderen zu unterscheiden.

  1. Grossman SA et al. Reducing admissions utilizing the Boston Syncope Criteria. J Emerg Med 2012 Mar; 42:345.
  2. Siehe auch: Synkopen-Abklärung bei älteren Patienten, 2009
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Stand: 25. Mai 2013