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Meta-Analyse: Januvia® und Co. (Gliptine) vs. andere Antidiabetika bei Diabetes-Typ-II, 2012

DPP-4-Hemmer (Gliptine) sind weniger effektiv als Metformin-Monotherapie. In Kombinationtstherapie mit Metformin können DPP-4-Hemmer HbA1c ähnlich wie Sulfonyharnstoffe -jedoch mit geringerem Hypogyklämie-Risiko und größerer Gewichtsabnahme- reduzieren.

Aber die Kosten, die Kosten: Die DPP-4-Hemmer (Gliptine) sind im Vergleich zu Metformin und Sulfonylharnstoffe richtig teuer. In Deutschland sind die DPP-4-Hemmer Sitagliptin (Januvia®) und Vildagliptin (Galvus®) zugelassen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Meta-Analyse (1): 

Dipeptidyl peptidase-4 –Inhibitoren bei der Behandlung von Typ 2 Diabetes mellitus in der klinischen Anwendung: systematisches Review und Meta-Analyse.

 

Zielsetzung:

Ziel war es, die Effizienz und Sicherheit von Dipeptidyl peptidase-4 (DPP-4)-Inhibitoren mit Metformin als Monotherapie, oder mit der Kombination aus üblicherweise verwendeten hypoglykämischen Medikamenten und Metformin bei Erwachsenen mit Typ 2 Diabetes mellitus (D.m.) zu vergleichen.

STUDIENDESIGN:

Systematisches Review und Metaanalyse von randomisierten kontrollierten Studien.

DATENQUELLEN:

Medline, Embase, die Cochrane Library, Tagungsunterlagen, Studienregister und die Webseiten von Arzneimittelherstellern. FÖRDERKRITERIEN: Randomisierte kontrollierte Studien von Erwachsenen mit Typ 2 D.m., die einen DPP-4-Inhibitor mit Metformin als Monotherapie oder mit einem Sulfonylharnstoff, Pioglitazone (ein Glucagon-line peptide-1 (GLP-1)-Agonist) oder mit Basalinsulin in Kombination mit Metformin im Hinblick auf das glykierte Haemoglobien (HbA(1c)) am Startpunkt der Studie verglichen haben.

DATENEXTRAKTION:

Das primäre Outcome war die HbA(1c)-Veränderung. Sekundäres Outcome beinhaltete das Verhältnis von Patienten, die das Ziel eines HbA(1c) <7%, eine Gewichtsveränderung, Abbruchrate aufgrund irgendeines ungünstigen Ereignisses, Auftreten von einem schwerwiegenden Ereignis, beliebige Todesursachen und die Inzidenz von Hypoglykämie, Nasopharyngitis, Harnwegsinfekt, Infekt der oberen Atemwege, Übelkeit, Erbrechen und Diarrhoe erreichten.

ERGEBNISSE:

27 Berichte von 19 Studien, die 7136 Patienten, die randomisiert einen DPP-4-Inhibitor bekamen, und 6745 Patienten, die randomisiert ein anderes hypoglykämisches Medikament bekamen, beinhalteten, waren für das systematische Review und die Metaanalyse geeignet. Das gesamte Bias-Risiko bezüglich des primären Outcome war in 3 Berichten niedrig, in 9 Berichten unklar und in 14 Berichten hoch. Im Vergleich zu Metformin als Monotherapie waren DPP-4-Inhibitoren assoziiert mit einer geringeren Senkung des HbA(1c) (gewichtete mittlere Differenz 0.20, 95% Konfidenz Intervall 0.08 bis 0.32) und des Körpergewichts (1.5, 0.9 bis 2.11). Als Zweitlinientherapie waren DPP-4-Inhibitoren den GLP-1-Agonisten unterlegen (0.49, 0.31 bis 0.67) und ähnlich wie Pioglitazone (0.09, -0.07 bis 0.24) hinsichtlich der Reduktion des HbA(1c) und hatten keinen Vorteil gegenüber Sulfonylharnstoffen hinsichtlich des Erreichens des HbA(1c)-Ziels (Risiko-Verhältnis zugunsten der Sulfonylharnstoffe 1.06, 0.98 bis 1.14). DPP-4-Inhibitoren hatten ein günstiges Gewichtsprofil im Vergleich mit Sulfonylharnstoffen (gewichtete mittlere Differenz -1.92, -2.34 bis -1.49) oder Pioglitazone (-2.96, -4.13 bis -1.78), jedoch nicht im Vergleich mit GLP-1-Agonisten (1.56, 0.94 bis 2.18). Nur eine minimale Anzahl von Hypoglykämien wurde in allen Behandlungsarmen in den Studien beobachtet, die einen DPP-4-Inhibitor mit Metformin als Monotherapie oder mit Pioglitazone oder einem GLP-1-Agonisten als Zweitlinientherapie verglichen. In den meisten Studien, die einen DPP-4-Inhibitor mit Sulfonylharnstoffen in Kombination mit Metformin verglichen, war das Risiko für Hypoglykämien höher in der Gruppe, die mit Sulfonylharnstoff behandelt wurden. Die Inzidenz von ernsthaften ungünstigen Ereignissen war niedriger bei DPP-4-Inhibitoren als bei Pioglitazone. Die Inzidenz von Übelkeit, Diarrhoe und Erbrechen war höher bei Patienten, die Metformin oder einen GLP-1-Agonisten bekamen als bei denen, die einen DPP-4-Inhibitor erhielten. Das Risiko für Nasopharyngitis, Infektion der oberen Atemwege oder Harnwegsinfektionen unterschied sich nicht zwischen DPP-4-Inhibitoren und allen anderen aktiven Vergleichsmedikamenten.

FAZIT:

Bei Patienten mit Typ 2 Diabetes mellitus, die nicht die glykämischen Ziele mit Metformin alleine erreicht haben, können Dipeptidyl peptidase-4 (DPP-4)-Inhibitoren den HbA(1c) mit einer ähnlichen Wirkweise wie Sulfonylharnstoffe oder Pioglitazone mit neutralen Effekten auf das Körpergewicht reduzieren. Erhöhte Stückkosten, die die Kosten der älteren Medikamente bei Weitem übersteigen und die Ungewissheit über die langfristige Sicherheit sollten jedoch auch berücksichtigt werden.

  1. Karagiannis T et al. Dipeptidyl peptidase-4 inhibitors for treatment of type 2 diabetes mellitus in the clinical setting: Systematic review and meta-analysis. BMJ 2012 Mar 12; 344:e1369
Schlüsselwörter: Dipeptidyl peptidase-4 –Inhibitor, gliptin, Antidiabetika, GLP-Analog, DPP-4-Hemmer, Sitagliptin, Vildagliptin, GLP-Analoge, Liraglutid, Exenatide, Byetta, Zucker, Insulin, HbA1c-Wert, Inhibitor, Januvia, Sitagliptin, Diabetes, Inkretin-Mimetikum, Inkretine, Glucagon-like Peptide-1, GLP-1, GIP, Gastric Inhibitory Peptide, Diabetes Mellitus, Glukose, Zucker, Insulin, Übergewicht, Adipositas, Blutzuckerspiegel Peptid den Appetit, Reduktion Pankreas, Glucagon-like Peptide-1, GLP-1, Diabetes Mellitus, gliptine, januvia, Vildagliptin, Galvus, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013