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Nicht-insulinpflichtiger Diabetes mellitus Typ II: Was bringt die Blutzuckerselbstkontrolle? 2012

Keine anhaltenden Vorteile der Blutzuckerselbstkontrolle durch Patienten. Eine frühere Studie hatte 2008 ähnliche Resultate gezeigt. Sogar die Lebensqualität hatte sich darunter verschlechtert.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Nicht insulinpflichtiger Diabetes mellitus Typ II: Was bringt die Blutzuckerselbstkontrolle?

 

Das Ziel einer Meta-Analyse individueller Patientendaten aus randomisierten Studien, die im „British Medical Journal“ erschien, war die Bewertung der Effektivität einer Blutzuckerselbstkontrolle bei Patienten mit nicht insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ II im Vergleich zu einem klinischen Vorgehen ohne Butzuckerselbstbestimmung. Außerdem sollte der Effekt bei bestimmten Patientengruppen untersucht werden. Medline, Embase und ein kürzlich veröffentlichter systematischer Review randomisierter Studien über die Blutzuckerselbstkontrolle bildeten die Datenquellen für eine Metaanalyse basierend auf individuellen Teilnehmerdaten. Es wurden ab dem Jahr 2000 veröffentlichte randomisierte, kontrollierte Studien mit mindestens 80 Teilnehmern mit nicht insulinpflichtigem Diabetes Typ 2 eingeschlossen, die die Intervention der Blutzuckerselbstkontrolle mit einem klinischen Vorgehen ohne Blutzuckerselbstbestimmung verglichen hatten. Alle randomisierten Teilnehmer wurden nach dem intention-to-treat-Prinzip analysiert. Es wurde ein Random-effects-Modell eingesetzt um die Wirksamkeit zu bewerten, mittels Sensitivitätsanalyse wurden fehlende Daten errechnet, ferner wurden Analysen für vorgegebene Untergruppen wie Alter, Geschlecht, vorhergegangene Blutzuckerselbstkontrolle, Krankheitsdauer sowie Hb A1c-Werte zu Beginn der Studie durchgeführt. 

 

Ergebnisse:

2552 Patienten waren in den sechs eingeschlossenen Studien randomisiert. Nach sechs Monaten konnte bei Patienten, die den Blutzucker selbst kontrollierten eine mittlere Reduktion des HbA1c-Werts um – 2,7 mmol/mol beobachtet werden im Vergleich zu denjenigen, die nicht selbst kontrollierten. Der Unterschied bei der HbA1c-Senkung zwischen den beiden Gruppen betrug nach drei Monaten im Mittel 2 mmol/mol (5 Studien) und nach 12 Monaten 2,5 mmol/mol (3 Studien). Die Werte blieben nach dem Einsetzen fehlender Daten unverändert, ferner gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen Studien mit größeren „Verlusten“ in der Nachbeobachtungszeit* und bzw. möglichen Ko-Interventionen im Vergleich zu Studien mit niedrigeren „Verlusten“ in der Nachbeobachtungszeit bzw. ohne  Ko-Interventionen. Der Unterschied bei den HbA1c-Werten zwischen den beiden Gruppen blieb auch bei den Subgruppen Alter, HbA1c-Werten zu Studienbeginn, Geschlecht bzw. Krankheitsdauer bestehen obwohl die Zahlen älterer und jüngerer Leute sowie derjenigen mit Hba1c-Werten > 86 mmol/mol (10%) für die Interpretation unzureichend waren. Systolischer Blutdruck, diastolischer Blutdruck oder Gesamt-Cholesterinwert veränderten sich nicht.

 

Fazit:

Für die Blutzuckerselbstkontrolle bei nicht insulinpflichtigem Diabetes Typ II gab es in dieser  Meta-Analyse verglichen mit einem Vorgehen ohne Blutzuckerselbstkontrolle keine überzeugende klinische Evidenz obwohl die HbA1c-Werte der beiden Gruppen sich statistisch signifikant unterschieden. Der Unterschied blieb auch bei den durch persönliche und klinische Merkmale definierten Untergruppen bestehen.    

  

*loss to follow-up: Teilnehmer, die aus unterschiedlichen Gründen für die Nachuntersuchungen nicht mehr zu Verfügung stehen

  1. Khunti K et al. Effectiveness of a diabetes education and self management programme (DESMOND) for people with newly diagnosed type 2 diabetes mellitus: Three year follow-up of a cluster randomised controlled trial in primary care. BMJ 2012 Apr 26; 344:e2333
Schlüsselwörter: Blutzuckerselbstkontrolle, Blutzucker-Selbstkontrolle, Diabetes-Typ-II fraglich, Glucose messen, HbA1c, Zucker messen, patient misst, selbstmessen, wirksamkeit, sensor, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013