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Probiotika zur Prävention von rekurrierenden Harnwegesinfektionen, 2012

Die Effektivität der Lactobazillen zur Prävention rekurrierender Harnweginfekte war ähnlich wie das Antibiotikum Cotrimoxazol (Bactrim®), und Lactobazillen verursachten keine Antibiotika-Resistenz. Zumindest für Frauen, die keine Antibiotika einnehmen wollen, sind die Laktobazillen durchaus eine Alternative.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Probiotika anstatt Antibiotika? Lactobazillen vs Antibiotika bei der Prävention eines Harnweginfekts

 

HINTERGRUND:
Die wachsende antibiotische Resistenz rechtfertigt das Forschen über nichtantibiotische Prophylaxen für rezidivierende Harnwegsinfektionen (HWI). Der Gebrauch von Lactobazillen scheint vielversprechend.

 

METHODEN:
In dem Zeitraum von Januar 2005 bis August 2007 wurden 252 postmenopausale Frauen mit rezidivierenden HWIs randomisiert, die bei einer doppel-blinden Nichtunterlegenheits-Studie teilnahmen, um entweder über 12 Monate eine Prophylaxe mit Trimethoprim-Sulfamethoxazol, 480 mg, einmal täglich zu erhalten oder um orale Kapseln, die 109 koloniebildende Einheiten von Lactobacillus rhamnosus GR-1 und Lactobacillus reuteri RC-14 enthalten, zweimal täglich einzunehmen. Die primären Endpunkte waren die durchschnittliche Anzahl von symptomatischen HWIs, der Anteil von Teilnehmerinnen mit mindestens einem HWI innerhalb von 12 Monaten, die Zeit zum ersten HWI und die Entwicklung von antiobiotischer Resistenz von Escherichia coli.

 

ERGEBNISSE:
Die durchschnittliche Anzahl von symptomatischen HWIs in dem vorangegangen Jahr vor Randomisierung war 7,0 in der Trimethoprim-Sulfamethoxazol-Gruppe und 6,8 in der Lactobazillus-Gruppe. In der Intention-to-Treat-Analyse nach der 12-monatigen Prophylaxe lagen diese Zahlen respektive bei 2,9 und 3,3. Der Unterschied zwischen den Behandlungen von 0,4 HWIs pro Jahr (95% Konfidenzintervall (KI), -0,4 bis 1,5) war außerhalb der gesetzten Nichtunterlegenheitsgrenze. Mindestens eine symptomatische HWI wurde respektive bei 69,3% und in 79,1% der Trimethoprim-Sulfamethoxazol und Lactobacillus-Teilnehmerinnen beobachtet; die mediane Zeit zu der ersten HWI waren respektive sechs und drei Monate. Nach einem Monat der Trimethoprim-Sulfamethoxazol-Prophylaxe stieg die Resistenz gegen Trimethoprim-Sulfamethoxazol, Trimethoprim und Amoxicillin von ungefähr 20% bis 40% auf ungefähr 80% bis 95% bei E. coli im Stuhl und im Urin von asymptomatischen Frauen und unter E.coli, die eine HWI verursachten, an. Während der drei Monate nach dem Absetzen von Trimethoprim-Sulfamethoxazol fielen die Resistenzlevel allmählich ab. Die Resistenz stieg während der Lactobacillus-Prophylaxe nicht an.

 

FAZIT:

Bei postmenopausalen Frauen mit rezidivierenden Harnwegsinfektionen (HWI), erreichten die Stämme von Lactobacillus rhamnosus GR-1 und Lactobacillus reuteri RC-14 nicht die Nichtunterlegenheitskriterien bei der Prävention von Harnwegsinfektionen im Vergleich zu Trimethoprim-Sulfamethoxazol. Jedoch erhöhte die Einnahme von Lactobazillen -anders als Trimethoprim-Sulfamethoxazol- die antibiotische Resistenz nicht.

  1. Beerepoot MAJ et al. Lactobacilli vs antibiotics to prevent urinary tract infections: A randomized, double-blind, noninferiority trial in postmenopausal women. Arch Intern Med 2012 May 14; 172:704
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Stand: 25. Mai 2013