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KHK: Lässt sich das Herzinfarkt-Risiko-Vorhersage durch Hinzufügen von neuen Risikofaktoren zu Framingham-Risiko-Score verbessern? 2012

Lediglich zwei neue Marker von 12 verbesserten die Genauigkeit der Risiko-Abschätzung, wenn sie zu Framingham-Risiko-Score addiert werden: Nämlich Koronares Kalziumscore und NT-proBNP. (ausführlichere Informationen siehe unten)

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Koronare Herzerkrankung: Lässt sich das Risiko mit Hilfe von neueren Risikofaktoren präziser vorhersagen? 

 

Ob die Risikovorhersage für die Koronaren Herzerkrankung durch Berücksichtigung neuere Risikofaktoren verbessert werden kann, ist noch nicht geklärt. Das Ziel einer Studie, die in den „Annuals of Internal Medicine“ erschien, war zu bewerten, ob die Vorhersagen des Framingham Risk Scores (FRS)* durch neuere Risikofaktoren zur Risikovorhersage und Risikostratifikation der Koronaren Herzerkrankung verbessert werden können. In die  prospektive bevölkerungsbezogene Kohortenstudie aus den Niederlanden waren 5933 asymptomatische in einer Lebensgemeinschaft lebende Teilnehmer (mittleres Alter 69,1 Jahre) eingeschrieben. Untersucht wurden die traditionellen Risikofaktoren für die Koronare Herzerkrankung, die im Framingham Risk Score verwendet werden (Alter, Geschlecht, systolischer Blutdruck, antihypertensive Therapie, Gesamtcholesterin- und HDL-Wert, Rauchergewohnheiten, Diabeteserkrankung) sowie neuere Risikofaktoren (amino-terminales Prohormon B-Typ natriuretische Peptid, von Willebrand-Faktor-Antigen, chronische Nierenerkrankung, Leukozytenzahl, C-reaktives Protein, Homocystein-Wert, Harnsäurewert, Koronarer Kalziumscore, Intima-Media-Dicke der Arteria carotis, periphere arterielle Erkrankung und Pulswellengeschwindigkeit).

 

Ergebnisse:

Das Hinzufügen des Koronaren Kalziumscores** zum Framingham Risk Score verbesserte die Genauigkeit der Risikovorhersage. Ebenfalls verbessert werden konnte die Risikovorhersage mit Hilfe des aminoterminalen Prohormon B-Typ natriuretischen Peptids (NT-ProBNP) ***, jedoch in  geringerem Ausmaß. Die Verbesserungen durch die anderen neueren Faktoren waren marginal.

 

Limitation: Die Ergebnisse sind möglicherweise nicht auf eine jüngere oder nichtweiße Population zu übertragen.

 

Fazit:

Durch Hinzufügen des Koronaren Kalzium-Scores konnten die Vorhersagen des Framingham Risk Score statistisch und klinisch signifikant am meisten verbessert werden. Es sind weitere Untersuchungen notwendig um zu bewerten, ob die präziseren Risikoeinschätzungen mit Hilfe des Koronaren Kalziumscores auch zu einer bedeutsamen Veränderung des klinisches Outcomes führen. Vor dem Einsatz des Koronaren Kalziumscores als Routineuntersuchung zur Risikovorhersage müssen die finanziellen und klinischen Kosten bei Durchführen versus Nichtdurchführen des Tests sowohl für Individuen als auch für Gesundheitssysteme voll berücksichtigt werden.              

 

 * Risikoscores berechnen das Risiko eines gesund erscheinenden Menschens in der nächsten Zeit eine bestimmte Krankheit zu entwickeln. Der für kardiovaskuläre Erkrankungen gebräuchliche Framingham Risk Score wurde als Teil der Framingham Herz Studie entwickelt, die ab 1948 systematisch die Einwohner der Stadt Framingham auf Ursachen und Risikofaktoren für die Koronare Herzerkrankung bzw. Arteriosklerose untersuchte.   

 

**Bei der Bestimmung des Koronaren Kalzium-Scores wird die Kalzifikation der Koronararterien durch eine Elektronenstrahltomographie bzw. Mehrschicht-Computertomographie quantifiziert.

 

***Anhand der Konzentration natriuretischer Peptide im Plasma lassen sich Aussagen über eine kardiale Dysfunktion machen   

  1. Farmer AJ et al. Meta-analysis of individual patient data in randomised trials of self monitoring of blood glucose in people with non-insulin treated type 2 diabetes. BMJ 2012 Feb 27; 344:e486

  2. Siehe auch: USPSTF-Leitlinie: keine Empfehlung für nicht-konventionelle Risikofaktoren (Biomarker) bei KHK-Risikoassessment, 2010

Schlüsselwörter: herzinfarkt-risiko, Koronare Herzerkrankung, Koronares Kalziumscore, CAC, Nüchtern-Blutzucker, Peridontitis, Karotis-Intimadicke, Koronararterien-Kalzifikation, MRT-CT-Angiographie, Homocystein-Serumspiegel biomarker, Krankheit, hs-CRP, high-sensitivity C-reactive protein,Personalisierte Medizin, Knöchel-Arm-Index, ABI, Ankle-Brachial Index, Leukozytenzahl, Lipoprotein(a)-Werte klinik, konventionelle risikomarker, risikofaktoren, NT-proBNP, krankenhaus, Therapie, risikofaktor,test, framingham-risiko-score, herzinfarktrisiko, schlaganfall,infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013