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Bisphosphonate  erhöhen das Risiko für atypische Femur-Frakturen, 2012

Das absolute Risiko für atypische Femur-Frakturen insgesamt sehr gering.

Bisphosphonate werden bei schwerer Osteoporose aber auch zunehmend bei Knochen-Metastasen zur Stabilisierung der osteolytischen Knochenläsionen eingesetzt (3).

Wir hatten 2011 eine Studie vorgestellt, deren Ergebnisse den Verdacht erhärteten, Bisphosphonate können den Knochenumbau stören und auf Dauer das Risiko für atypische Frakturen erhöhen (2). Aktuell ist in der Fachzeitschrift Archives of Internal Medicine eine weitere Studie zum Thema Bisphosphonate und atypische Frakturen erschienen (1).

In der aktuellen retrospektiven Studie (1) aus der Schweiz haben Mediziner die Daten eines Traumazentrums für alle Frakturen des Os Femoris (Oberschenkelknochen) analysiert.  Zwischen 1999 und 2009 wurden 477 Patienten (>50J) mit Femur-Frakturen identifiziert, 39 hatten atypische Frakturen (transverse oder kurze schräge Frakturen).

Von den 39 Patienten mit atypischen Frakturen hatten 32 (82%) Biphosphonat-Therapie, im Vergleich zu 28 Patienten (6,4%) in der klassischen Fraktur-Gruppe. Das Risiko für atypische Frakturen nahm mit der Dauer der Biphosphonat-Therapie weiter zu: Odds Ratio (OR) 35.1 für weniger als 2 Jahre; 46.9 für 2 bis 5 Jahre; 117 für 5 bis 9 Jahre; und 175 für mehr als 9 Jahre Therapiedauer.

Fazit: Die atypischen Femur-Frakturen waren eindeutig mit Biphosphonat-Anwendung assoziiert: je länger die Therapiedauer, desto höher das Risiko.

Das absolute Risiko für solche Frakturen war jedoch insgesamt sehr gering. Daher erfordert jede Fall-Diskussion über Nutzen und Risiken einer Bisphosphonat-Therapie das Abwägen zwischen einem erhöhten Risiko für Vertebrale Frakturen nach Therapie-Stopp und einem sehr geringem Risiko für atypische Frakturen des Oberschenkelknochens unter Bisphosphonat-Therapie. FDA spricht sich seit Mai 2012 aufgrund der Nutzen/Schaden-Relation eine Therapiedauer-Begrenzung von Biphosphonaten auf 3 bis 5 Jahre aus.

  1. Meier RPH et al. Increasing occurrence of atypical femoral fractures associated with bisphosphonate use. Arch Intern Med 2012 May 21
  2. Bisphosphonate: Studie bestätigt Frakturrisiko, 23.02.2011
  3. Biphosphonate bei Knochenmetastasen zur Prophylaxe von Knochenfrakturen - Welches Medikament bei welcher Krebskrankheit? 2012
Schlüsselwörter: Bisphosphonate, femur, Oberschenkelknochen, os femoris, atypisches fraktur, Brustkrebs, skelett, komplikationen, Zoledronsäure, Zometa, Off Label, Brustkrebs, primärpophylaxe, Plasmozytom, primärprävention, multiples myelom, Sekundärprävention,  Knochenmetastasen, infektion, risiko, bruch, mammakarzinom, vertebrale frakturen, Metastasen Krebs, Bisphosphonate, Aminobisphosphonate, osteolyse, Skelett, Calcium und Hypercalcämie, Brustkrebs, Krankheit, Knochen, osteolytische knochenläsionen, knochenbruch, knochen-stabilisierung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013