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Harninkontinenz bei Frauen: Nutzen und Risiken der medikamentösen Therapie, 2012

Medikamente vom kleinen Nutzen

In Deutschland werden bei Harninkontinenz der Frauen oft Anticholinergika wie Darifenacin (Emselex), Oxybutynin (Dridase), Tolterodin (Detrusitol), Solifenacin (Vesikur) oder auch Trospium (Spasmolyt) eingesetzt. Eine aktuelle Meta-Analyse (1) zeigte, dass die Medikamente gegen Dranginkontinenz miteinander vergleichbar waren, und lediglich einen geringen  Nutzen aufwiesen.

Wir hatten Anfang 2012 eine Studie (2) vorgestellt, in der als weitere Therapie-Option gegen überaktive Blase Verhaltenstherapie empfohlen wurde: Toilettentraining, Miktionstraining, und Beckenbodentraining eingesetzt, sowie Änderungen des Lebensstils .

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Harninkontinenz bei Frauen: Nutzen und Risiken der medikamentösen Therapie 

 

Eine Harninkontinenz kann die Lebensqualität von Frauen beeinträchtigen. In den „Annals of Internal Medicine“ erschien eine systematische Literaturübersicht über Medikamente gegen Harninkontinenz bei Frauen. Datenquellen waren MEDLINE, das Cochrane Central Register of Controlled Trials, SCIRUS und Google Scholar. Sie wurden nach Veröffentlichungen im Zeitraum zwischen 1966 und November 2011 durchsucht. Den randomisierten kontrollierten und auf Englisch veröffentlichten Studien wurden die Ereignisraten und das Verzerrungsrisiko anhand eines standardisierten Formulars entnommen um die absolute Risikoreduktion* zusammenzufassen und die Anzahl an zuschreibbaren Ereignissen pro 1000 behandelten Patienten mit einem 95%igen Konfidenzintervall zu berechnen.

 

*Differenz der Ereignisraten zwischen zwei Vergleichsgruppen

 

Ergebnisse:

94 randomisierte kontrollierte Studien wurden ausgewählt. Die zusammengefasste Analyse ergab, dass von 1000 wegen Dranginkontinenz behandelten Frauen 130 mit Fesoterodin (Toviazâ) wieder kontinent wurden, 85 mit Tolterodin (Detrusitolâ), 114 mit Oxybutynin (Ditropanâ), 107 mit Solifenacin (Vesikurâ) und 114 mit Trospium (Spasmolytâ, Spasmo-Urgenin TCâ). Die Raten für einen Therapieabbruch wegen unerwünschter Nebenwirkungen betrugen bei den mit Fesoterodin (Toviazâ) behandelten Frauen 31 pro 1000, bei den mit Oxybutynin (Ditropanâ) behandelten Frauen 63 pro 1000, bei den mit Trospium (z.B. Spasmolytâ) behandelten 18 pro 1000 und bei den mit Solifenacin (Vesikurâ) behandelten 13 pro 1000. In den Studien wurden uneinheitliche Definitionen für die Reduktion der Harninkontinenz und die Lebensqualität verwendet, was eine Synthese der Belege verhinderte.   

 

Limitationen:

Belege für eine Verbesserung der Lebensqualität und der Wirksamkeitsvergleich der Medikamente waren nur eingeschränkt möglich. Ebenso waren Hinweise für die Auswirkungen von Rasse, Schweregrad der Inkontinenz bei Studienbeginn und   Komorbiditäten auf den Behandlungserfolg unzureichend.

 

Fazit:

Im Großen und Ganzen zeigten die Medikamente gegen Dranginkontinenz einen miteinander vergleichbaren kleinen Nutzen. Vor Beginn einer Behandlung sollte das Nebenwirkungsprofil beachtet werden. Belege für die langfristige Therapietreue und Sicherheit der Behandlung stehen noch aus.      

  1. Tatyana Shamliyan et al: Benefits and Harms of Pharmacologic Treatment for Urinary Incontinence in Women: A Systematic Review. Ann Intern Med. 19 June 2012;156(12):861-874
  2. Überaktive Blase (Dranginkontinenz): Verhaltenstherapie vs. Medikamentenbehandlung beim Mann, 2012
Schlüsselwörter: Harninkontinenz bei Frauen, Darifenacin, Emselex, Anticholinergikum, Harnblase, Dranginkontinenz, Inkontinenz, Blase, Nässen, Tröpfeln, Fesoterodin, Toviaz,kontinent, Tolterodin, Detrusitol, Ditropan, Darifenacin, Emselex, Belastungsinkontinenz, Nutzen, Risiken, medikamentöse Therapie, Duloxetin, Inkontinenz, Harninkontinenz, Harn, Muscarin-Rezeptor, Wasserlassen, Harndrang, Medikament, Arzneimittel, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013