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Metaanalyse: Prädiabetes und Schlaganfall-Risiko, 2012

Frühdiabetes-Patienten haben noch keine Diabetes-Symptome, lediglich erhöhte Blutzucker-Werte beim Glukosetoleranz-Test. Eine aktuelle Studie (1) zeigte, dass Frühdiabetes mit Schlaganfall-Risiko assoziiert ist:

Das Risikoprofil variierte je nach Prädiabetes-Definition. Bei BZ-Nüchtern-Werten zwischen 100-125 mg/dL lag kein erhöhtes Risiko vor. Bei BZ-Nüchtern-Werten zwischen 110-125 mg/dL war das angepasste Relativrisiko etwa 21% gegenüber den Menschen ohne Frühdiabetes erhöht. Wenn Frühdiabetes als Störung der Glukosetoleranz definiert wurde, war das angepasste relative Schlaganfall-Risiko bei gestörtem Glukosetoleranztest und erhöhten BZ-Nüchtern-Werten etwa um 26% erhöht.

Patienten mit Frühdiabetes haben anscheinend vom Tendenz her ähnliches kardiovaskuläres Risikoprofil wie Diabetes-Typ-II-Patienten. Ob eine verbesserte Blutzuckerkontrolle und Normalisierung der Glukosetoleranz den Schlaganfall bei Frühdiabetes vorbeugen kann, ist noch offen.

Viele Pharmafirmen haben Antidiabetika gegen Prädiabetes bisher erfolglos getestet. Änderung des Lebensstils (wie Diät, Bewegung, ggf. Gewichtsabnahme) scheint momentan die einzige erfolgreiche Maßnahme gegen Frühdiabetes zu sein.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Der Effekt von Prädiabetes auf das zukünftige Risiko eines Schlaganfalls: eine Metaanalyse.

 

ZIELSETZUNGEN:

Es sollte die Assoziation zwischen Prädiabetes und dem Risiko für Schlaganfall untersucht werden. Es sollte beurteilt werden, ob dieser Zusammenhang sich verändert durch diagnostische Kriterien für Prädiabetes.

 

DESIGN:

Systematische Review und Meta-Analyse von prospektiven Studien.

 

DATENQUELLEN:

Eine Suche von Medline, Embase und der Cochrane Library (1947 bis zum 16. Juli 2011) wurden ergänzt durch manuelle Suchen in Bibliographien von mit Schlüssel abgerufenen Artikeln und relevanten Reviews.

 

SELEKTIONSKRITERIEN:

Es wurden prospektive Kohortenstudien, die multivariate, angepasste relative Risiken und korrespondierende 95% Konfidenzintervalle für Schlaganfälle bezüglich des Prädiabetes zum Ausgangspunkt angaben, eingeschlossen.

 

DATENEXTRAKTION:

Zwei unabhängige Reviewers extrahierten Daten über den Prädiabetes Status am Ausgangspunkt, die Risikoabschätzungen für Schlaganfall, die Studienqualität und die benutzten Methoden, um Prädiabetes und Schlaganfall zu beurteilen. Die relativen Risiken wurden gepooled, indem -wenn geeignet- Random-Effects-Modelle benutzt wurden.  Assoziationen wurden in Subgruppen getestet, die die verschiedenen Charakteristika von Teilnehmern und Studien repräsentierten. Publikations-Bias wurden mit funnel plots überprüft.

 

ERGEBNISSE:
Die Suche lieferte 15 prospektive Kohortenstudien mit 760 925 Teilnehmern. Bei 8 Studien, die Prädiabetes als eine Nüchternglukose von 100-125 mg/dl (5,6-6,9 mmol/l) definierten,  zeigte die abgeschätzte Random-Effects-Summary kein erhöhtes Risiko für Schlaganfall nach der Anpassung für etablierte kardiovaskuläre Risikofaktoren (1,08, 95% Konfidenzintervall 0,94 bis 1,23; p=0,26). Bei 5 Studien, die den Prädiabetes als Nüchternglukose von 110-125 mg/dl (6,1-6,9 mmol/l) definierten, zeigte die abgeschätzte Random-Effects-Summary ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall nach Anpassung für etablierte kardiovaskuläre Risikofaktoren (1,26, 1,10 bis 1,43; p<0,001). Wenn Studien ausgeschlossen werden, die möglicherweise Patienten mit einem nicht diagnostizierten Diabetes eingeschlossen haben,  erhöhten nur die gestörte Glukosetoleranz oder eine Kombination aus einer abnormen Nüchternglukose und einer gestörten Glukosetoleranz unabhängig das zukünftige Risiko für einen Schlaganfall (1,20, 1,07 bis 1,35; p=0,002).

 

FAZIT:

Der Prädiabetes, definiert als gestörte Glukosetoleranz oder als eine Kombination aus abnormer Nüchternglukose und gestörter Glukosetoleranz, kann mit einem erhöhten zukünftigen Risiko für Schlaganfall assoziiert sein, aber die relativen Risiken sind moderat und könnten zugrunde liegende Störfaktoren reflektieren.

  1. Lee M et al. Effect of pre-diabetes on future risk of stroke: Meta-analysis. BMJ 2012 Jun 7; 344:e3564.
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Stand: 25. Mai 2013