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STEMI-Herzinfarkt: Was ist wichtiger, "onset-to-balloon-Zeit" oder "door-to-balloon-Zeit"? 2012

Onset-to-Balloon-Time (Zeit zwischen Symptombeginn und PCI) ist viel wichtiger als Door-to-Balloon-Time (Zeit zwischen Klinikankunft und PCI). Patienten mit ST-Elevations-Myokardinfarkt (STEMI), die sich nach Symptombeginn in > 3 Stunden einer PCI unterzogen, hatten signifikant geringeres Risiko für Tod und Herzinsuffienz als Patienten, die nach mit einer Onset-to-Balloon-Zeit > 3 Stunden (13% vs. 19%).

Und eine kürzere Door-to-Balloon-Zeit (< 2 Stunden) war ebenfalls mit einem niedrigen Risiko für Tod und Herzinsuffienz verknüpft (HR 1,57 nach > 2 Stunden.).

Also, halten wir fest: Jede Anstrengung lohnt sich, um die Zeit-Verzögerungen bis zur Therapie zu verringern.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Assoziation zwischen der onset-to-balloon-Zeit und der door-to-balloon-Zeit mit klinischem Langzeitoutcome bei Patienten mit ST Elevationsinfarkt, die eine primäre perkutane koronare Intervention bekommen: eine Beobachtungsstudie

 

Anmerkung: Die onset-to-balloon-Zeit beschreibt die Zeit zwischen Einsetzen der ersten Symptome und der Katheterintervention. Die door-to-balloon-Zeit beschreibt die Zeit zwischen der Ankunft an der Klinik und der Katheterintervention.

 

ZIELSETZUNG:

Es sollte die Beziehung zwischen der onset-to-balloon-Zeit und der door-to-balloon-Zeit mit  klinischem Langzeitoutcome bei Patienten mit ST-Elevations-Myokardinfarkt (STEMI) untersucht werden, die eine primäre perkutane koronare Intervention bekamen.

 

DESIGN:

Beobachtungsstudie mit einer großen Kohorte von Patienten mit akutem Myokardinfarkt.

 

SETTING:

26 tertiäre Krankenhäuser in Japan.

 

TEILNEHMER:

3391 Patienten mit STEMI, die eine primäre perkutane koronare Intervention innerhalb von 24 Stunden nach Symptombeginn erhielten.

 

HAUPTMESSPUNKTE:

Zusammensetzung aus Tod und kongestivem Herzversagen, verglichen mit der onset-to-balloon-Zeit und der door-to-balloon-Zeit.

 

ERGEBNISSE:

Verglichen mit der onset-to-balloon-Zeit, war die Zeit von weniger als drei Stunden mit einer geringeren Inzidenz der Zusammensetzung von Tod und kongestivem Herzversagen assoziiert (13,5% (123/964) vs 19,2% (429/2427), p<0,001; relative Risikoreduktion 29,7%). Nach der Bereinigung von Störfaktoren war die kurze Zeit zwischen Symptombeginn und Ballonierung unabhängig mit einem geringeren Risiko für den zusammengesetzten Endpunkt assoziiert (angepasstes Hazard Ratio 0,70, 95% Konfidenzintervall [KI] 0,56 bis 0,88; p=0,002). Allerdings wurde kein signifikanter Unterschied bei der Inzidenz der Zusammensetzung von Tod und kongestivem Herzversagen zwischen den beiden Patientengruppen mit kurzer (≤ 90 Minuten) und langer (>90 Minuten) door-to-balloon-Zeit gefunden (16,7% (270/1671) vs 18,4% (282/1720), p=0,54; relative Risikoreduktion 9,2%). Nach Bereinigung von Störfaktoren wurde kein signifikanter Unterschied bei dem Risiko für den zusammengesetzten Endpunkt gesehen zwischen den beiden Patientengruppen mit kurzer und langer door-to-balloon-Zeit (angepasstes Hazard Ratio: 0,98, 0,78 bis 1,24; p=0,87). Eine door-to-ballon-Zeit von weniger als 90 Minuten war assoziiert mit einer geringeren Inzidenz der Zusammensetzung von Tod und kongestivem Herzversagen bei Patienten, die innerhalb von 2 Stunden nach Symptombeginn vorstellig waren (11,9% (74/883) vs 18,1% (147/655), p=0,01; relative Risikoreduktion 34,3%). Dies war nicht der Fall bei Patienten, die später vorstellig wurden (19,7% (196/788) vs 18,7% (135/1065), p=0,44; -5,3%). Eine kurze door-to-balloon-Zeit war unabhängig assoziiert mit einem geringeren Risiko für die Zusammensetzung von Tod und kongestivem Herzversagen bei Patienten mit früher Vorstellung (angepasstes Hazard Ratio 0,58, 0,38 bis 0,87; p=0,009) aber nicht bei Patienten mit verspäteter Vorstellung (1,57, 1,12 bis 2,18, p=0,008). Eine signifikante Interaktion wurde zwischen der door-to-balloon-Zeit und der Zeit bis zur Vorstellung beobachtet (Interaktion p=0,01).

 

FAZIT:

Eine kurze Zeit zwischen Symptombeginn und Katheterintervention war mit einem besseren klinischen 3-Jahresergebnis bei Patienten mit einem ST-Elevations-Myokardinfarkt (STEMI) assoziiert, die eine primäre perkutane koronare Intervention bekommen haben, wobei der Benefit einer kurzen door-to-balloon-Zeit auf Patienten begrenzt war, die früh vorstellig wurden. Die Bemühungen, die Zeit vom Symptombeginn bis zur Katheterintervention zu verringern -die Verringerung der durch den Patienten verursachten Verspätung eingeschlossen- sollten empfohlen werden, um das klinische Ergebnis für Patienten mit STEMI zu verbessern.

  1. Shiomi H et al. Association of onset to balloon and door to balloon time with long term clinical outcome in patients with ST elevation acute myocardial infarction having primary percutaneous coronary intervention: Observational study. BMJ 2012 May 23; 344:e3257
  2. Siehe auch: Herzinfarkt: Beim STEMI zählt jede Stunde, 18.08.2010
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Stand: 25. Mai 2013