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Lungentransplantation: Sollte man Raucher als Spender akzeptieren? 2012

Annahme eines Lungentransplantates von einem Raucher ist weniger riskant als Verharren in der Warteliste. Anders ausgedrückt, besser ein Lungentransplant von einem Raucher als gar keins. Diese Vorgehensweise wird in England praktiziert.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Auswirkungen des Rauchens des Spenders auf das Überleben nach Lungentransplantation: Eine Kohortenstudie von einem prospektiven Register.

 

HINTERGRUND

Das Risiko, dass eine positive Raucher-Anamnese bei Lungen-Spendern das Überleben von Transplantat-Empfängern negativ beeinflussen könnte, sorgt für Beunruhigung. Umgekehrt könnte die Reduktion des Spenderpools durch Ausschluss von Spendern mit positiver Raucher-Anamnese das Überleben von Patienten, die auf den Erhalt von einem Transplantat warten, gefährden. Es wurden die Konsequenzen vom Rauchen des Spenders auf das Post-Transplantations-Überleben einerseits und den potentiellen Effekt vom Nicht-Transplantieren von Lungen solcher Spender andererseits untersucht.


METHODEN

Es wurde der Effekt von Rauchen des Spender auf das 3-Jahres-Überleben nach erster Lungentransplantation bei Erwachsenen von hirntoten Spendern zwischen dem 1.Juli 1999 und dem 31. Dezember 2010 mithilfe des Cox-Regressionsmodells von Daten des UK-Transplant-Registers analysiert. Der Effekt der Annahme von Lungen von Spendern mit positiver Raucheranamnese auf das Überleben wurde geschätzt und mit dem Effekt verglichen, der sich durch das Verbleiben auf der Warteliste und warten auf ein potentielles Transplantat von einem Spender mit einer negativen Raucher-Anamnese ergibt. Dafür wurden alle Wartelisten-Registrationen im gleichen Zeitraum mit einem Risiko-adaptierten folgerichtigen stratifizierten Cox-Regressions-Modell analysiert.


ERGEBNISSE

Von 1295 Lungentransplantationen wurden 510 (39%) Lungen von Spendern mit einer positiven Raucheranamnese verwendet. Empfänger solcher Lungen zeigten ein schlechteres 3-Jahres-Überleben nach der Transplantation als jene die Lungen von Spendern mit einer negativen Raucher-Anamnese erhielten (unangepasste  Hazard Ratio [HR] 1·46, 95% KI 1·20—1·78; angepasste HR 1·36, 1·11—1·67). Unabhängige Faktoren, die das Überleben beeinflussten, waren das Alter des Empfängers, das Cytomegalovirus-Matching zwischen Spender und Empfänger, der Größenunterschied zwischen Spender und Empfänger, das Geschlecht des Spenders und die totale Ischämiezeit. Von 2181 Patienten, die auf der Warteliste registriert waren, starben 802 (37%) oder wurden von der Liste entfernt, ohne ein Transplantat erhalten zu haben. Patienten, die Lungen von Spendern mit einer positiven Raucher-Anamnese erhielten, hatten ein niedrigeres unangepasstes Todesrisiko nach der Registrierung als jene, die auf der Warteliste verblieben (0·79, 95% CI 0·70—0·91). Patienten mit septischen oder fibrotischen Lungen-Erkrankungen, die zwischen 1999 und 2003 registriert waren, hatten risiko-adjustierte Risiken von 0·60 (95% CI 0·42—0·87) und 0·39 (0·28—0·55).

 


INTERPRETATION

Im Vereinigten Königreich verbessert eine Organ-Auswahl-Strategie, die Lungen von Spendern mit einer positiven Raucher-Anamnese verwendet, das insgesamte Überleben von Patienten, die für eine Lungen-Transplantation registriert sind, und sollte somit fortgeführt werden. Obwohl Lungen von solchen Spendern mit einem schlechteren Outcome assoziiert sind, ist die individuelle Wahrscheinlichkeit des Überlebens größer wenn sie angenommen werden als wenn sie abgelehnt werden und der Patient sich dazu entscheidet, auf ein potentielles Transplantat von einem Spender mit einer negativen Raucher-Anamnese zu warten. Diese Situation sollte dem Patienten, der für eine Lungentransplantation akzeptiert wurde, vollständig erklärt und mit ihm diskutiert werden.

  1. Bonser RS et al. Effect of donor smoking on survival after lung transplantation: A cohort study of a prospective registry. Lancet 2012 May 29
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Stand: 25. Mai 2013