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Stürze: Ist orale Antikoagulation mit Marcumar und Co. bei alten Patienten mit Sturzrisiko wirklich kontraindiziert? 2012

Erhöhtes Sturzrisiko ist kein Grund älteren Patienten, eine orale therapeutische Antikoagulation (Blutverdünnung) nicht anzuordnen, bei denen diese medizinisch dringend indiziert ist (z.B. Marcumar bei Patienten mit Vorhofflimmern und TIA oder Schlaganfall-Anamnese).

Sturzrisiko wird oft als Grund angegeben, bei Patienten eine notwendige Antikoagulationstherapie (therapeutische Blutverdünnung,  oft mit Marcumar und Co.) nicht durchzuführen. Die Evidenzlage für die Assoziation zwischen Sturzrisiko und Vorkommen von schweren Blutungen unter Antikoagulation ist jedoch noch unklar. Eine aktuelle Studie (1) aus der Schweiz ging dieser Frage nach.

Die Wissenschaftler analysierten die Daten von 515 Patienten, die unter oraler Antikoagulation aus dem Krankenhaus entlassen waren. Das Outcome war das Auftreten von neu aufgetretenen schweren Blutungen in den nächsten 12 Monaten. Bei der Analyse wurden das Alter, Geschlecht, Alkoholmissbrauch, die Medikamenteneinnahme, gleichzeitige Therapie mit Antithrombotika (wie ASS, Clopidogrel), und Vorgeschichte für Schlaganfall oder TIA berücksichtigt.

Ergebnisse: Von 515 Patienten hatten 35 erstmalige schwere Blutungen in der Beobachtungszeit (Inzidenzrate 7,5 pro 100 Patientenjahre). Insgesamt hatten 308 Patienten (60%) ein erhöhtes Sturzrisiko, und diese Patienten hatten geringgradig höhere Inzidenzrate für schwere Blutungen im Vergleich zu Patienten mit niedrigem Sturzrisiko (8.0 vs 6.8 pro 100 Patientenjahre, P=.64).

Eine multivariable Analyse zeigte, dass ein hohes Sturzrisiko statistisch nicht mit einem erhöhten Risiko mit schweren Blutungen einherging (HR 1,09). Insgesamt sind nur 3 schwere Blutungen nach einem Sturz aufgetreten (Inzidenzrate 0,6 pro 100 Patientenjahre).

Fazit: Patienten unter oraler Antikoagulation (Marcumar und Co.) und mit hohem Sturzrisiko weisen kein erhöhtes Risiko für schwere Blutungen auf.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein erhöhtes Sturzrisiko kein valider Grund ist, Patienten eine orale Antikoagulation zu enthalten, obwohl diese medizinisch indiziert ist.

  1. Jacques Donzé et al: Risk of Falls and Major Bleeds in Patients on Oral Anticoagulation Therapy. The American Journal of Medicine Volume 125, Issue 8 , Pages 773-778, August 2012
Schlüsselwörter: sturz, Blutverdünnung clexane, Antikoagulanzien, Beinvenenthrombose, sturzrisiko, Venöse Thromboembolie, Rezidivrisiko, Antikoagulation-Dauer, idiopathisch, Blutverdünnung, therapiedauer, Leitlinien, rezidiv, rückfall, heparine, , D-Dimer, Blutung, ausreichend, Gerinnungsfaktor VIIa, Blutungen, Gerinnungsfaktoren, hochrisiko-patienten, International Normalized Ratio, INR, Quick-Wert, sich verletzen, unfall, kollaps, erst-episode, erste thrombose, niedermolekulare heparine, Thrombose, VTE, tiefe Venenthrombose, Phlebothrombose, Economy-Class-Syndrom, heparin, leitlinie, arin, Coumadin, Phenprocoumon, Marcumar, Vitamin K, Thromboembolie, stürze, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013