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Vorhofflimmern: Rhythmuskontrolle vs. Herzfrequenzkontrolle bei älteren Patienten, Update 2012

Rhythmuskontrolle in der Langzeit möglicherweise die bessere Wahl.

Wenn auch die Etablierung eines Sinusrhythmus (SR) in der Behandlung des Vorhofflimmerns grundsätzlich erwünscht ist, hat eine frühere Studie in NEJM 2002 (2) gezeigt, dass die Prognose ältere Patienten mit Vorhofflimmern nach einer Rhythmuskontrolle (SR durch medikamentöse oder mechanische Kardioverson) nicht besser als nach einer Frequenzkontrolle ist, bei der lediglich die Schlagfrequenz des Herzens gesenkt wird. Zumal eine Frequenzkontrolle einfacher zu handhaben ist. (Medknowledge-Anmerkung: In Deutschland wird zur Frequenzkontrolle häufig Metoprolol und/oder Digitalis-Präparate eingesetzt.).

Desto trotz ist die Frage nach Frequenz- oder Rhythmuskontrolle noch nicht endgültig beantwortet. In einer retrospektiven Studie aus Kanada haben Mediziner rückblickend die Daten von 26.130 Patienten (Alter < 66J, mittleres Alter 77J) mit Vorhofflimmern analysiert, die als Therapie entweder Rhythmuskontrolle oder Herzfrequenzkontrolle erhalten hatten. Beobachtungszeit betrug im Durschnitt 3,1 Jahre, in dieser Zeit ist etwa die Hälfte der Patienten verstorben.

Die Daten wurden anhand der demographischen und klinischen Daten angepasst. Rhythmuskontrolle war im Vergleich zur Freqeunzkontrolle mit 7% höherer Sterblichkeit nach 6 Monaten assoziert (HR 1.07). Nach 4 Jahren war die Mortalitätsrate in beiden Gruppen ähnlich. Nach 5 und 8 Jahren war die Mortalität jedoch in der Rhythmuskontrolle mit 11% und 23% respektive geringer.

Fazit: Die Mediziner ziehen die Schlussfolgerung, dass die Mortalität bei älteren Patienten mit Vorhofflimmern unter der Therapie mit Frequenz- oder Rhythmuskontrolle ähnlich war. In der Langzeit jedoch ab dem 5.Jahr war die Rhythmuskontrolle der Frequenzkontrolle deutlich überlegen.

Medknowledge-Anmerkung.: Woran könnte es liegen, dass die Patienten in der Rhythmuskontrolle in der aktuellen Studie eine bessere Langzeit-Outcome hatten? Möglicherweise entwickelten sie weniger Herzzinsuffienz oder auch z.B. Hirninfarkte durch Thromboembolien. Des Weiteren bedürfen Patienten mit anhaltendem Vorhofflimmern und weiteren Risikofaktoren oft eine therapeutische Antikoagulation, die auch Komplikationen wie schwere Blutungen verursachen kann, wenn es auch es inzwischen neue Antikoagulanzien auf dem Markt gibt, die ohne INR-Kontrollen auskommen, und die Antikoagulation einfacher zu steuern ist.

Ob die Diskussion um Rhythmuskontrolle oder Frequenzkontrolle in nächster Zeit verstummen wird, ist jedoch fraglich, da die Studien zu diesem Thema unterschiedliche Ergebnisse geliefert haben.

  1. Ionescu-Ittu R et al. Comparative effectiveness of rhythm control vs rate control drug treatment effect on mortality in patients with atrial fibrillation. Arch Intern Med 2012 Jul 9; 172:997
  2. Vorhofflimmern - Absolute Arrhythmie: Frequenzkontrolle oder Ryhtmuskontrolle? , 2003

  3. Siehe auch: Herzinsuffizienz: Rhythmuskontrolle bei Vorhofflimmern ohne Vorteile, 2008
Schlüsselwörter: Vorhofflimmern, Vorhofflattern, Herzfrequenzkontrolle,mortalität, Absolute Arrhythmie, Freqeunzkontrolle, Ryhtmuskontrolle, Ryhtmusierung, Kardioversion, beloc, metoprolol, Sinusrhytmus Herzfrequenz, blocken, hemmen, Antiarrythmika, Sotalol, Amiodaron und Beta-Blocker, Herzfrequenz, Frequenz kontrollieren, sterblichkeit, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013