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Effekte von drei Diät-Methoden auf Energie-Grundumsatz in Ruhe, 2012

Sehr Kohlenhydratarme Diät (Atkins-Diät und Co.) erzielt die besten metabolischen Ergebnisse.

In einer aktuellen Studie (1) wurden die Effekte von drei verschiedenen Diätarten auf den Energie-Grundumsatz in Ruhe untersucht: Konventionelle fettarme Diät (60% Kohlenhydrate), Kohlenhydratarme (40% Kohlenhydrate) und sehr kohlenhydratarme Diät (10% Kohlenhydrate, 30% Proteine und 60% Fette). 

Sehr Kohlenhydratarme Diät  zeichnete den geringsten Rückgang des Energie-Grundumsatzes, obwohl sie mit einer fettreichen Ernährung einhergeht. Bekanntlich je höher der Energie-Grundumsatz in Ruhe, desto mehr Kalorien verbraucht der Körper, und umgekehrt. Auch die metabolische Parameter (wie Gesamt-Cholesterin, HDL-Cholesterin, Triglyzeride, Insulinsensivitität) fielen in der sehr Kohlenhydratarmen Diät günstiger aus.  

Den stärksten Rückgang im Energie-Grundumsatz in Ruhe wies die fettarme Diät (205/d) auf, und den geringsten die kohlenhydratarme Diät (138kcal/d) auf. Die jeweilige Diät wurde 4 Wochen lang von gleichen Personen eingehalten. Wie die Langzeit-Ergebnisse und Outcome auf die kardiovaskulären Parameter ist jedoch noch offen.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Effekte einer Nahrungszusammensetzung auf den Energieverbrauch während der Aufrechterhaltung einer Gewichtsreduktion

 

ZUSAMMENHANG:
Es wird vermutet, dass ein reduzierter Energieverbrauch, der auf eine Gewichtsreduktion folgt, zu einer Gewichtszunahme beiträgt. Jedoch wurde der Effekt der Nahrungszusammensetzung auf den Energieverbrauch während der Aufrechterhaltung einer Gewichtsreduktion bis jetzt noch nicht untersucht.

 

ZIELSETZUNG:

Es sollten die Auswirkungen von drei Ernährungsweisen, die sich völlig unterscheiden in der Zusammensetzung der Makronährstoffe und dem glykämischen Gehalt, auf den Energieverbrauch nach Gewichtsverlust untersucht werden.

 

DESIGN, SETTING UND TEILNEHMER:

Ein kontrolliertes Drei-Wege Crossover Design schloss 21 übergewichtige und fettleibige junge Erwachsene ein. Die Studie wurde am Children’s Hospital Boston und Brigham und am  Women’s Hospital, Boston, Massachusetts zwischen dem 16. Juni 2006 und dem 21. Juni 2010 eingeschlossen. Die Teilnehmer wurden durch Werbungen in Zeitungen und Aushängen rekrutiert.

 

INTERVENTION:
Nachdem 10% bis 15% Gewichtsverlust durch eine Run-in Diät erreicht wurde, konsumierten die Teilnehmer eine isokalorische fettarme Diät (60% der Energie aus Kohlehydraten, 20% aus Fett und 20% aus Protein; hoher glykämischer Gehalt), gering glykämische Indexdiät (40% aus Kohlehydraten, 40% aus Fett und 20% aus Proteinen; moderater glykämischer Gehalt) und sehr kohlenhydratarme Diät (10% aus Kohlehydraten, 60% aus Fett und 30% aus Proteinen; geringer glykämischer Gehalt) in zufälliger Anordnung, jeweils für 4 Wochen.

 

Anmerkung: Die Run-in-Diät wird am Anfang der Studie durchgeführt, wobei jede Ernährung vorgestellt wird und die Teilnehmer die verschiedenen Ernährungsformen nacheinander kennen lernen (siehe auch: http://moddash.studysites.net/sites/ShowPage.php?site=moddash&PageID=743, zuletzt geöffnet am 19.08.2012) 

 

HAUPTMESSPUNKTE:
Der primäre Endpunkt war der Grundumsatz (engl. resting energy expenditure [REE]) mit dem sekundärem Endpunkt des Gesamtenergieverbrauchs (engl. total energy expenditure [TEE]), der Hormonlevels und den metabolischen Syndrom-Komponenten.

 

ERGEBNISSE:
Verglichen mit den Ausgangswerten vor dem Gewichtsverlust war die Abnahme des Grundumsatzes am höchsten mit der fettarmen Diät (Mittel [95% KI] -205 [-265 bis -144] kcal/d), am zweithöchsten mit der geringen glykämischen Indexdiät (-166 [-227 bis -106] kcal/d) und am geringsten mit der sehr kohlenhydratarmen Ernährung (- 138 [-198 bis -77] kcal/d; gesamt p= 0,03; p für Trend bei glykämischen Gehalt = 0,009). Die Abnahme des Gesamtenergieverbrauchs zeigte ähnliche Strukturen (Mittel [95% CI], respektive -423 [-606 bis -239] kcal/d; -297 [-479 bis -115] kcal/d; und -97 [-281 bis 86] kcal/d; gesamt p=0,003; p für Trend bei glykämischen Gehalt <0,001). Die Hormonlevel und die metabolisches Syndrom-Komponenten variierten auch während der Gewichtaufrechterhaltung durch die Ernährung (Leptin, p<0,001; Cortisol im 24-Stunden-Urin, p=0,005; Indices für periphere [p=0,02] und hepatische [p=0,03] Insulinsensitivität; High-density-Lipoprotein [HDL] Cholesterin, p<0,001; Nicht-HDL-Cholesterin, p<0,001; Triglyceride, p<0,001; Plasminogen-Aktivator-Inihibitor 1, p für Trend= 0,04; und das C-reaktive Protein, p für Trend=0,05), aber es stellte sich kein bestehend vorteilhaftes Schema heraus.

 

FAZIT:

Unter übergewichtigen und fettleibigen jungen Erwachsenen, verglichen mit dem Energieverbrauch vor dem Gewichtsverlust, resultierte die isokalorische Ernährung nach 10% bis 15% Gewichtsverlust in einer Abnahme des Grundumsatzes und des Gesamtenergieverbrauchs, die am höchsten bei der fettarmen Diät, mittel bei der geringen glykämischen Indexdiät und am geringsten bei der sehr kohlenhydratarmen Diät war.   

  1. Ebbeling CB et al. Effects of dietary composition on energy expenditure during weight-loss maintenance. JAMA 2012 Jun 27; 307:2627
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Stand: 25. Mai 2013