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Maligner Pleuraerguss: Drainage mit pleuralem Dauerkatheter vs. Talk-Pleurodese, 2012

Pleurodese: operativer Eingriff, bei dem das Lungenfell ( Pleura visceralis) mit dem Brustfell (Pleura parietalis) verbunden und somit der Pleuraraum verödet wird. Neben der operativen Methode können die Pleurablätter auch chemisch geklebt werden. Bei der Talkum-Pleuradese, die in der aktuellen Studie untersucht wurde, wird mit dem Mineralstoff Talk die beiden Blätter der Pleura verklebt.

Die Ergebnisse einer aktuellen Studie (1) zeigten, dass es keinen signifikanten Unterschied zwischen einem Pleurakatheter und einer Talkpleurodese gab, um die vom Patienten berichtete Dyspnoe zu mildern. Also die Entscheidung zur Wahl der Methode sollte vor allem nach Patienten-Präferenzen getroffen werden.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Der Effekt eines pleuralen Dauerkatheters vs Pleuradrainage und Talk-Pleurodese zur Erleichterung der Dyspnoe bei Patienten mit malignem pleuralen Erguss: Die TIME2 randomisierte, kontrollierte Studie.

 

ZUSAMMENHANG:

Ein maligner pleuraler Erguss verursacht behindernde Dyspnoe bei Patienten mit einer kurzen Lebenserwartung. Eine Palliation ist mit einer Flüssigkeitsdrainage zu erreichen, aber die effektivste first-line Methode wurde noch nicht festgelegt.

 

ZIELSETZUNG:

Es sollte bestimmt werden, ob der Pleurakatheter (engl. indwelling pleural catheters [IPCs]) effektiver bei der Erleichterung von Dyspnoe ist als die Pleuradrainage und Talkum-Pleurodese (Talkum).

 

DESIGN:
Unverblindete randomisierte kontrollierte Studie (engl.: Second Therapeutic Intervention in Malignant Effusion Trial [TIME2], dt.: zweite Studie über therapeutische Intervention bei malignen Ergüssen [TIME2]), die Pleurakatheter und Talkum (1:1) miteinander verglich. Für die Studie wurden 106 Patienten mit malignen Pleuraergüssen, die nicht kürzlich mit Hilfe einer Pleurodese behandelt worden waren, von 143 Patienten rekrutiert, die an sieben englischen Krankenhäusern behandelt worden waren. Die Patienten wurden vom April 2007 bis zum Februar 2011 gescreent und für ein Jahr nachbeobachtet.

 

INTERVENTION:

Die Pleurakatheter wurden auf ambulanter Basis eingebracht, gefolgt von initial großer Volumendrainage, Schulung und anschließender Drainage zu Hause. Die Talkum-Gruppe wurde stationär für die Anlage der Pleuradrainage und die Talkum-Pleurodese aufgenommen.

 

HAUPTMESSPUNKTE:

Die Patienten füllten täglich eine 100 mm - visuelle - Analogskala (VAS) der Dyspnoe über 42 Tage aus, nachdem sie sich der Intervention unterzogen hatten (0 mm repräsentiert keine Dyspnoe und 100 mm repräsentiert das Maximum der Dyspnoe; 10 mm repräsentiert das Minimum der klinisch signifikanten Differenz). Die mittlere Differenz wurde mit Hilfe eines linearen Mixed-Effects-Regressionsmodell analysiert, das für Minimisierung-Variabeln angepasst war.

 

ERGEBNISSE:

Die Dyspnoe verbesserte sich in beiden Gruppen mit keinem signifikanten Unterschied in den ersten 42 Tagen mit einem mittleren VAS Dyspnoe Score von 24,7 in der Pleurakathetergruppe (95% Konfidenzintervall [KI], 19.3-30,1 mm) und von 24,4 (95% KI, 19,4-29,4 mm) in der Talkumgruppe mit einer Differenz von 0,16 mm (95% KI, -6,82 bis 7,15; p= 0,96). Es gab keine statistisch signifikante Verbesserung der Dyspnoe bei der Pleurakathetergruppe nach 6 Monaten, mit einer mittleren Differenz beim VAS Score zwischen der Pleurakathetergruppe und der Talkumgruppe von -14,0 mm (95% KI, -25,2 bis -2,8 mm; p= 0,01). Die Länge der initialen Hospitalisierung war signifikant kürzer bei der Pleurakathetergruppe mit einem Median von 0 Tagen (Interquartilsabstand [IQR] 0-1 Tage) und von 4 Tagen (IQR 2-6 Tage) bei der Talkumgruppe mit einer Differenz von -3,5 Tagen (95% KI, -4,8 bis -1,5 Tagen; p<0,001). Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Lebensqualität. Zwölf Patienten (22%) in der Talkumgruppe brauchten eine weitere pleurale Interventionen verglichen mit 3 (6%) in der Pleurakathetergruppe (Odds Ratio [OR] 0,21; 95% KI 0,04-0,86; p= 0,03). 21 der 52 Patienten in der Kathetergruppe erlebten unerwünschte Ereignisse vs sieben von 54 Patienten in der Talkumgruppe (OR 4,70; 95% 1,75-12,60; p=0,002).

 

FAZIT:

Unter Patienten mit malignen pleuralen Ergüssen und keiner früheren Pleurodese gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen einem Pleurakatheter und einer Talkpleurodese, um die vom Patienten berichtete Dyspnoe zu mildern.

  1. Davies HE et al. Effect of an indwelling pleural catheter vs chest tube and talc pleurodesis for relieving dyspnea in patients with malignant pleural effusion: The TIME2 randomized controlled trial. JAMA 2012 Jun 13; 307:2383.
Schlüsselwörter: Talkum-Pleurodese, maligner pleuraerguss, Effekt, pleuraler Dauerkatheter, rippenfell, Pleuradrainage, Talk-Pleurodese, Dyspnoe, pleuradrainage, respiratorische insuffienz, pneumothorax, Patienten, maligner pleuraler Erguss, pleura-flüssigkeit, lungenzwischenraum, krebs, kleben, antibiotika, Talkumpleurodese, aszites, wasser-ansammlung, katheter-behandlung, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013