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Altersabhängige D-Dimer Cut-off-Werte zum Thrombose-Ausschluss? 2012

Anwendung von altersabhängigen D-Dimer Cut-Off-Werten kann die Zahl der falsch-positiven Werte Ergebnisse vermindern.

Bei Patienten mit Verdacht auf tiefe Beinvenenthrombose werden verschiedene diagnostische Strategien unter Anwendung von D-Dimer-Bestimmung eingesetzt. Ein sehr geringer D-Dimer-Wert in Kombination mit niedriger klinischer Thrombose-Wahrscheinlichkeit (Siehe Wells Score) kann eine Thrombose in den meisten Fällen ausschließen. Im Alter jedoch verschlechtert sich die Spezifität von D-Dimer-Test mit der Folge von häufigen falsch-positiven Ergebnissen.

Eine aktuelle Studie (1) ging nach der Frage der Bewertung von altersabhängigen D-Dimer Cut-off-Werten für den Ausschluss einer tiefen Beinvenenthrombose bei suspekten älteren Patienten (mittleres Alter 59 J) in der hausärztlichen Versorgung.

Dabei wurden drei D-Dimer Cut-off-Werte evaluiert: Konventioneller Cut-off (500mikrogramm/L), dann Anpassung nach Alter (Alter in Jahren x 10µg/L bei Patienten über 50 Jahren oder 750µg/L bei Patienten ≥ 60 Jahren). --Medknowledge-Anmerkung: Je nach Labor und Land können unterschiedliche Cut-off-Werte für D-Dimer-Bestimmung existieren, wichtig dabei ist die Aussage, dass die Cut-off-Werte nach Alter angepasst werden sollten--

Die Ergebnisse zeigten, dass die Anwendung von altersabhängigen D-Dimer Cut-Off-Werte zu einer signifikanten Zunahme des Anteils der Patienten, bei denen eine tiefe Beinvenenthrombose sicher ausgeschlossen werden konnte, führte. Die Ergebnisse könnten dazu helfen, dass weniger unnötige weiter Ausschluss-Untersuchungen wie Ultraschall-Doppler durchgeführt werden müssten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Bewertung von zwei altersabhängigen D-Dimer Cut-off-Werten für den Ausschluss einer tiefen Beinvenenthrombose bei suspekten älteren Patienten in der Primärversorgung: eine retrospektive, diagnostische Querschnittsanalyse.

 

ZIELSETZUNG:

Es sollte bestimmt werden, ob der Gebrauch von altersangepassten D-Dimer Cut-off-Werten auf Patienten in der Primärversorgung übertragen werden kann, bei denen ein Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose besteht.

 

DESIGN:

Retrospektive, diagnostische Querschnittsstudie.

 

SETTING:

110 Ärzte der Primärversorgung, die an drei Krankenhäuser in den Niederlanden angebunden waren.

 

TEILNEHMER:

1374 konsekutive Patienten (936 (68,1%), älter als 50 Jahre) mit klinischem Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose.

 

HAUPTMESSPUNKTE:
Der Anteil an Patienten mit D-Dimer-Werten unter zwei vorgeschlagenen altersangepassten Cut-off Leveln (Alter in Jahren x 10µg/L bei Patienten über 50 Jahren oder 750µg/L bei Patienten ≥ 60 Jahren), bei denen eine tiefe Beinvenenthrombose ausgeschlossen werden konnte und die Anzahl von falsch negativen Ergebnissen waren die Hauptmesspunkte.

 

ERGEBNISSE:
Mit Hilfe des Wells Scores hatten 647 Patienten klinisch unwahrscheinlich eine tiefe Beinvenenthrombose. Bei diesen Patienten (in allen Altersgruppen), konnte die tiefe Beinvenenthrombose bei 309 (47,8%) mit einem altersangepassten Cut-off-Wert ausgeschlossen werden, verglichen mit 272 (42,0%) mit einem konventionellen Cut-off-Wert von 500 µg/L (Zunahme 5,7%, 95% Konfidenzintervall 4,1 bis 7,8%). Diese Ausschlussrate resultierte respektive in 0,5% und 0,3% falsch negativen Werten (Zunahme 0,2%, 0,004% bis 8,6%). Die Zunahme der Ausschlussrate beim Gebrauch des altersabhängigen Cut-off-Wertes war am höchsten bei älteren Patienten. Bei Patienten, die älter als 80 Jahre waren, konnte die tiefe Beinvenenthombose sicher bei 22 (35,5%) mit Hilfe des altersangepassten Cut-Off-Wertes ausgeschlossen werden, verglichen mit dem Ausschluss bei 13 (21,0%) mit Hilfe des konventionellen Cut-Off-Wertes (Anstieg 14,5%, 6,8% bis 25,8%). Verglichen mit dem altersabhängigen Cut-Off-Wert, hatte der Cut-Off-Wert von 750 µg/L eine ähnliche Ausschlussrate (307 (47,4%) Patienten) und eine ähnliche falsch negative Rate (0,3%).

 

FAZIT:

Zusammen mit einer geringen klinischen Wahrscheinlichkeit für eine tiefe Beinvenenthrombose ergab der Gebrauch eines altersabhängigen D-Dimer Cut-Off-Wertes für Patienten über 50 Jahre oder der Gebrauch eines Cut-Off-Wertes von 750 µg/L für Patienten, die 60 Jahre alt und älter sind, eine beachtlichen Zunahme des Anteils der Patienten in der Primärversorgung, bei denen eine tiefe Beinvenenthrombose sicher ausgeschlossen werden konnte, verglichen mit dem konventionellen Cut-Off-Wert von 500 µg/L.

  1. Schouten HJ et al. Validation of two age dependent D-dimer cut-off values for exclusion of deep vein thrombosis in suspected elderly patients in primary care: Retrospective, cross sectional, diagnostic analysis. BMJ 2012 Jun 6; 344:e2985.
Schlüsselwörter: D-Dimer-Test, Thrombose, cutt-off-wert, Diagnostik, Embolie, alter, alte patienten, ausschlussdiagnostik, Lungenembolie, Thrombose-Ausschluss, tiefe Beinvenenthrombose, labor-untersuchung, Ultraschalluntersuchung, werte, diagnose, krebs, falsche werte, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013