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Sichtbare Hämaturie (Makrohämaturie), Krebsrisiko und Outcome, 2012

Englische Studie (1) mit Patienten, die vom Hausarzt zur weiteren Klärung an die Urologische-Universitätsklinik überwiesen waren.

Die Hälfte der sichtbaren Hämaturie-Fälle hatte eine zugrundliegende Krankheit, 18% von denen hatten Blasenkrebs, 13% Prostatavergrößerung und 6% Nierensteine. Erstaunlicherweise bildeten die Harnwegsinfektionen und Blasensteine weniger als 2% der Fälle, welche in normaler hausärztlichen Versorgung die größte Gruppe bilden dürften.  

In der anderen Hälfte der Patienten (53,3%)konnte keine Ursache gefunden werden.  

In der Studie hatten alle Patienten eine Standard-Diagnostik mit Bildgebung (Ultraschall und Urographie, oder CT-Urogramm), flexible Zystoskopie und Urin-Zelluntersuchung mit Zytologie.

Auch wenn es sich hier um eine selektive Patientengruppe handelte, zeigen die Ergebnisse deutlich, dass Makrohämaturie mit schweren Krankheiten wie Blasenkrebs assoziiert sein kann, und daher nicht verharmlost, sondern grundlegend untersucht werden muss. Laut Studie brauchen die Patienten mit negativ-Befunden keine Nachuntersuchungen ("Follow-up"), es sei denn, die Makrohämaturie tritt wieder auf.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Die Hälfte der sichtbaren und der rezidivierend sichtbaren Hämaturie-Fälle haben eine zugrundeliegende Pathologie:

Prospektive große Kohortenstudie mit Langzeit-Follow-up.

 

ZIEL:

Sichtbare Hämaturie ergibt in bis zu 24.2% eine Krebserkrankung. Ein großer Teil dieser Fälle hat keine bekannte Ätiologie. In dieser Studie wurde die Inzidenz von Pathologien (benigne und maligne) bei Patienten mit sichtbarer Hämaturie und bei jenen mit persistierender und rezidivierender sichtbarer Hämaturie untersucht und die Methodik der Studie evaluiert.

MATERIAL UND METHODEN:

Die Daten von 1804 Patienten mit nachgewiesener Hämaturie wurden prospektiv in einem Lehrkrankenhaus des Vereinigten Königreichs zwischen Januar 1999 und September 2007 gesammelt. Im Oktober 2010 wurde in der umfangreichen elektronischen Datenbank des Krankenhauses jeder individuelle Patient überprüft um sicherzugehen, dass keine urologische Pathologie übersehen wurde. Alle Patienten wurden standardisierten Hämaturie-Untersuchungen unterzogen, die den renalen Ultraschall und exkretorische Urographie oder kontrastmittelgestütztes CT-Urogramm, flexible Zystoskopie und Urin-Zytologie beinhalteten. 

ERGEBNISSE:

Das Verhältnis von Mann zu Frau betrug 4..8:1. Das mittlere Alter ± SD war 67 ± 17.0 Jahre (im Bereich von 21 bis 109). Das mittlere Follow-Up betrug 6.6 ± 2.5 Jahre (im Bereich von 1.5 bis 11.6). Bei 965 (53.5%) der Patienten wurde keine urologische Pathologie gefunden. Eine maligne urologische Pathologie wurde bei 386 (21.4%) der Patienten gefunden, von denen 329 einen Blasentumor hatten. Es gab 32 Patienten mit persistierender sichtbarer Hämaturie ohne Malignität. Wiederholte Untersuchungen wurden bei 69 Patienten durchgeführt, die über ein Rezidiv berichteten. Von diesen Patienten erhielten 35 eine signifikante urologische Diagnose, inklusive 12 (17.4%) urologischen Malignitäten, während 34 (49.3%) immer noch keine Diagnose hatten. Einschränkungen beinhalten die Möglichkeit, dass eine Pathologie übersehen wurde.

FAZIT:

Bei fast 50% der Patienten, die eine sichtbare Hämaturie zeigen, wird eine Diagnose gestellt werden. Deswegen erfordern alle Fälle von sichtbarer Hämaturie komplette standardisierte Untersuchungen. Patienten ohne Diagnose können vom Follow-Up ausgeschlossen werden. Rezidivierende sichtbare Hämaturie nach initial komplett negativen Befunden benötigt vollständige standardisierte Untersuchungen, da 11.6% der Fälle eine maligne Pathologie zugrunde liegt.

  1. Mishriki SF et al. Half of visible and half of recurrent visible hematuria cases have underlying pathology: Prospective large cohort study with long-term followup. J Urol 2012 May; 187:1561
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Stand: 25. Mai 2013