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Kognitive Verhaltenstherapie bei Depression: Telefonisch vs. Persönlich, 2012

Die Patiententreue war bei telefonisch durchgeführter kognitiver Verhaltenstherapie (T-CBT) zwar höher, die Langzeit-Erfolgsrate war jedoch im Vergleich zu persönlicher Verhaltenstherapie niedriger.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Der Effekt von telefonisch durchgeführter vs. persönlicher kognitiver Verhaltenstherapie auf die Einhaltung der Therapie und das Outcome von Depressionen bei Patienten in der Primärversorgung: Eine randomisierte Studie.

 

ZUSAMMENHANG:

Bei der Behandlung von Depressionen ist die Primärversorgung die am häufigsten genutzte Einrichtung. Die meisten depressiven Patienten bevorzugen Psychotherapie gegenüber antidepressiver Medikation, aber Zugangsbarrieren scheinen die Patienten davon abzuhalten, sich für die Behandlung und deren Vollendung einzusetzen. Es wurde untersucht, ob das Telefon als Behandlungsmedium dienen könnte, das Zugangsbarrieren überwindet, jedoch ist bisher wenig über die Effizienz des Telefons als Behandlungsmedium verglichen mit der persönlichen Behandlung bekannt.  

ZIELSETZUNG:

Ziel war es herauszufinden, ob telefonbasierte kognitive Verhaltenstherapie (T-CBT) den Rückgang reduziert und nicht schlechter ist als persönliche CBT bezüglich der Behandlung von Depressionen bei Patienten der Primärversorgung.

STUDIENDESIGN, SETTING UND TEILNEHMER:

Eine randomisierte kontrollierte Studie mit 325 Patienten der Primärversorgung aus der Gegend um Chicago, die an einer Major-Depression leiden; Die Daten wurden zwischen November 2007 und Dezember 2010 gesammelt.

INTERVENTIONEN:

18 Sitzungen, entweder telefonbasierte oder persönliche kognitive Verhaltenstherapie.

HAUPTMERKMALE:

Das primäre Outcome war der Rückgang (Vollendung vs. Nicht-Vollendung) nach der Behandlung (18. Woche). Das sekundäres Outcome beinhaltete durch Interviewer mithilfe des „Hamilton Depression Rating Scale“ (Ham-D) beurteilte maskierte Depressionen und  von den Patienten selbst berichtete Depressionen (mithilfe des „Patient Health Questionnaire-9“(PHQ-9)).

ERGEBNISSE:

Es brachen signifikant weniger Teilnehmer die telefonisch durchgeführte kognitive Verhaltenstherapie (n = 34; 20.9%) ab im Vergleich zur persönlichen CBT (n = 53; 32.7%; P = .02). Die Patienten zeigten eine signifikante Verbesserung der Depression bei beiden Behandlungsformen (P < .001). Es gab keine signifikanten Behandlungsunterschiede im Anschluss an die Behandlung zwischen der telefonische durchgeführten CBT und der persönlichen CBT in der Ham-D (P = .22) oder dem PHQ-9 (P = .89). In der Intention-to-treat-Analyse nach der Behandlung zeigte sich ein Effekt von d=0.14 (90% KI, -0.05 bis 0.33) auf der Ham-D- Skala und d = -0.02 (90% KI, -0.20 bis 0.17) auf dem PHQ-9-Fragebogen.  Beide Ergebnisse waren innerhalb der unteren Grenze von d=0.41, was zeigt, dass die telefonische CBT nicht schlechter ist als die persönliche CBT. Obwohl die Patienten im Follow-Up nach 6 Monaten signifikant weniger depressiv in Relation zum Startzeitpunkt waren (P < .001),waren diejenigen Patienten, die eine persönliche CBT erhielten laut Ham-D (Unterschied, 2.91; 95% KI, 1.20-4.63; P < .001) und PHQ-9 (Unterschied, 2.12; 95% KI, 0.68-3.56; P = .004) signifikant weniger depressiv als jene, die eine telefonische CBT erhielten.

FAZIT:

Bei Patienten der Primärversorgung mit Depressionen, resultierte das Bereitstellen von kognitiver Verhaltenstherapie über das Telefon im Vergleich mit persönlicher kognitiver Verhaltenstherapie in einem geringeren Rückgang und zeigte eine fast äquivalente Verbesserung der Depressionen nach der Behandlung. Beim Follow-Up nach 6 Monaten waren die Patienten weniger depressiv in Relation zum Ausgangswert; Dennoch waren jene, die eine persönliche kognitive Verhaltenstherapie erhielten, weniger depressiv als jene, die eine telefonische kognitive Verhaltenstherapie erhielten. Diese Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die telefonisch durchgeführte kognitive Verhaltenstherapie die Einhaltung der Therapie im Vergleich zur persönlichen kognitiven Verhaltenstherapie verbessert, jedoch auf Kosten einiger erhöhter Risiken bezüglich der schlechteren Aufrechterhaltung des Erreichten nach der Beendigung der Therapie.

  1. Mohr DC et al. Effect of telephone-administered vs face-to-face cognitive behavioral therapy on adherence to therapy and depression outcomes among primary care patients: A randomized trial. JAMA 2012 Jun 6; 307:2278
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Stand: 25. Mai 2013