Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Die neuen Antikoagulanzien Dabigatran (Pradaxa), Rivaroxaban (Xarelto): Bridging - Perioperatives Management wie bei Marcumar? 2012

Inzwischen hat Marcumar mehrere Alternativen. Die neuen Substanzen Dabigatran (Pradaxa®) und Rivaroxaban (Xarelto®) zeichnen sich vor allem durch orale Einnahme und Wegfallen von INR-Kontrollen aus. Mittlererweile sind sie auch zur Embolie-Prophylaxe bei Vorhofflimmern in Deutschland zugelassen. Wir hatten kürzlich in einem Artikel (2) die neuen Antikoagulanzien verglichen.

Eine wichtige Frage ist, was tun mit der Antikoagulation, wenn der Patient eine Operation vor sich hat. Bei Marcumar Bekanntlich gibt es Empfehlungen und Erfahrungsberichte. Ein aktueller Artikel in der Fachzeitschrift arznei-telegramm (1) widmete sich der Frage, wie das perioperative Management mit den neuen oralen Antikoagulanzien Dabigatran (Pradaxa), Rivaroxaban (Xarelto) erfolgen kann. Dafür wurde die vorhandene Literatur zum Thema analysiert

Hier sind die wichtigsten Empfehlungen der Übersicht im arznei-telegramm als Zusammenfassung:

-Es liegen insgesamt wenig aussagekräftige Daten zum Thema Perioperatives Management bei neuen Antikoagulanzien vor. Die Empfehlungen würden sich hauptsächlich aus den Erfahrungen mit Marcumar ableiten.

-Eingriffe mit geringem Blutungsrisiko (Wie Zahnextraktion oder Gastroskopie/Koloskopie): Ähnlich wie bei Marcumar können Dabigatran (Pradaxa) und Rivaroxaban (Xarelto) perioperativ (vor, während und nach dem Eingriff) beibehalten werden.

-Eingriffe mit mittlerem Blutungsrisiko (wie Herzkatheter, Koloskopie mit Polypektomie): Dabigatran (Pradaxa) und Rivaroxaban (Xarelto) 24 Stunden vor dem Eingriff absetzen.  

Bei unkompliziertem Verlauf können die Medikamente sogar am gleichen Abend (Abstand zum Eingriff/OP mindestens 4 Stunden) eingenommen werden.  

Bei bekannter Nierenfunktionsstörung muss Dabigatran sogar 2 bis 4 Tage vorher abgesetzt werden. Im Gegensatz zur Rivaroxaban (Xarelto) würde Dabigatran vorwiegend über die Nieren ausgeschieden werden.

-Eingriffe mit hohem Blutungsrisiko: Dabigatran soll mindestens 2 Tage vorher abgesetzt werden (bei bekannter Niereninsuffienz auch länger). Ab dem 3. postoperativen kann man mit der vorherigen Dosierung von Dabigatran begonnen werden, dann können die anderen Thromboembolie-Prophlaxe (z.B. Bridging mit Heparin) beendet werden.

-Bridging mit Heparin: Die Evidenzlage bei Bridging mit Heparin bei längerer perioperativer Pause der oralen Antikoagulanzien sei noch unklar. Die Entscheidung, wie und wann das Bridging mit Heparin erfolgen sollte, sollte nach dem Blutungs- und Thromboembolierisiko der einzelnen Patienten abhängig entschieden werden (Medknowledge-Anmerkung: Siehe die Scores- und Tools, die wir an Ende des Artikels zur Thromboembolie-unb Blutungsrisiko-Abschätzung vorstellen)

  1. PERIOPERATIVES MANAGEMENT UNTER DABIGATRAN UND RIVAROXABAN, arznei-telegramm 08/2012

  2. Vorhofflimmern: Neue Antikoagulanzien oder doch Marcumar - Was Tun? - Übersichtsartikel, 2012

Scores- und Tools zur Thromboembolie- und Blutungsrisiko-Abschätzung

Die folgenden Medknowledge-Artikel informieren über das Blutungsrisiko der einzelnen Operationen/Eingriffe und stellen ein Risiko-Score für "Marcumar"-assoziierte Blutungen und Thromboembolie-, Blutungsrisiko als Orienteriungshilfe vor

  1. Perioperatives Arzneimittelmanagement - Einzelne Eingriffe: Antithrombotische Therapie bei kardiovaskulären Erkrankungen und Blutungsrisiko, 03/2010"

  2. Blutungsrisiko: Risiko-Score für "Marcumar"-assoziierte Blutungen

  3. Thromboembolie-Risiko: CHADS2- vs. CHA2DS2-VASc-Score: Schlaganfall-Risikoabschätzung und Antithrombotische Therapie bei Vorhofflimmern, 2011-2012

Schlüsselwörter: neue Antikoagulanzien, Dabigatran, Pradaxa, Rivaroxaban, Xarelto, Perioperatives Management, Schlaganfall, Warfarin, coumadin, Herz, rhythmusstörungen, Therapie, Behandlung, Thrombosen, Blutgerinnsel, Embolien, marcumar, bauch-operation, transiente ischämische Attacke, TIA, Schlaganfall, Vorhofflimmern, Absolute Arrythmie, absoluta, Rendix, Tachyarrhythmia absoluta, Herzrhythmusstörung, Tachyarhythmie, operation, Prävention, vergleich, Behandlung, thrombo-embolischer Erkrankungen, Antikoagulation, per os, Thrombose und Embolie, eingriff, koloskopie, Polypektomie, herzchirurgie, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013