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Hormonale Kontrazeptiva (Pille): Kardiovaskuläres Risiko von Östrogen/Gestagen-Kombinationen, Arzneimittelbrief-Übersicht 2012

In den letzten Jahren haben mehrere Studien gezeigt, dass orale östrogenhaltige Kontrazeptiva mit kardivaskulären Risiken wie Thromboembolien, Herz- und Schlaganfall assoziiert sind. Seitdem enthalten die Pillen zur Schwangerschaftsverhütung immer weniger Östrogene, und die Östrogene werden oft mit Gestagenen kombiniert. Des Weiteren sind auf dem Markt mehrere reine Gestagen-Kontrazeptiva erschienen.

Eine aktuelle Übersicht in der Fachzeitschrift "Der Arzneimittelbrief" 8/2012 (1) geht der Frage nach ischämischen Schlaganfall, Herzinfarkt und venöser Thromboembolie unter hormonalen Kontrazeptiva nach. Dabei werden die Risiken der Kombinations-Kontrazeptiva mit Ethinylestradiol (EE) und Gestagenen in unterschiedlichen Dosierungenen, sowie die Risiken der reinen Gestagen-Kontrazeptiva untersucht. (Ethinylestradiol ist ein synthetischer Östrogen).

Nach Analyse der vorhandenen Daten kommt die Arzneimittelbrief-Übersicht zu folgenden Schlussfolgerungen. Bei der Auswertung wurde die dänische nationale Register-Studie 2012 in NEJM (2) besonders berücksichtigt:

--Kombinations-Kontrazeptiva mit Ethinylestradiol und Gestagenen: Die dänische nationale Register-Studie (2) zeigte ein erhöhtes Risiko für Herz- und Hirninfarkte um den Faktor 1,5 - 2. Das Risiko war bei Präparaten mit Ethinylestradiol >30mikrogramm signifikant höher. Das gesteigerte Risiko war unabhängig davon, welches Gestagen in der Kombinationstherapie verwendet wurde.

--Reine Gestagen-Kontrazeptiva: Reine Gestagen-Kontrazeptiva (wie Norehtisteron, Levonorgestrel, Desogestrel) seien nicht mit solch erhöhten Risiken wie bei Ethinylestradiol-haltigen Pillen assoziiert.

--Alter: Frauen >40 jahren haben insgesamt höheres absolute Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

--Empfehlung: Frauen >40 Jahren und die mit Bluthochdruck sollten keine Ethinylestradiol-haltige Präparate nehmen. Bei Frauen, die lediglich eine orale hormonelle Verhütung brauchen könnten neben den reinen Gestagen-Kontrazeptiva auch die Kombinations-Kontrazeptiva mit 20-30mikrogramm/d Ethinylestradiol plus das Gestagen Levonorgestrel verschrieben werden (Levonorgestrel habe insgesamt ein geringeres Thromboembolie-Risiko als die anderen vergleichbaren Gestagene. Das Risiko für Herz- und Schlaganfall sei jedoch ähnlich).

Medknowledge-Anmerkung: Bei der aktuellen Arzneimittelbrief-Übersicht geht es um hormonelle Kontrazeptiva. In der Fragestellung der Hormonersatztherapie bei postmenopausalen älteren Frauen hatte die große Studie von Women’s Health Initiative (WHI) gezeigt, dass die langfristige Therapie postmenopausaler Frauen mit Östrogen-Gestagen-Kombinationen das Risiko von Brustkrebs, KHK, Schlaganfall und Lungenembolie signifikant erhöht. (3,4).

  1. Ischämischer Schlaganfall, Myokardinfarkt und venöse Thromboembolie unter hormonalen Kontrazeptiva. Der-Arzneimittelbrief, Jahrgang 46 Nr. 08 August 2012
  2. Øjvind Lidegaard et al: Thrombotic Stroke and Myocardial Infarction with Hormonal Contraception. N Engl J Med 2012; 366:2257-2266
  3. Primärprävention: Hormonersatztherapie mit Östrogen und Progestin erhöht das Risiko von Brustkrebs, Koronarer Herzkrankheit (KHK), 2002
  4. Hormonersatztherapie: Neue Studie bestätigt Risiken der Östrogenbehandlung für ältere Frauen, 12. Juli 2007
Schlüsselwörter: Hormonale Kontrazeptiva, Pille, Hormontherapie, Hormonsubstitution, gegen schwangerschaft, verhütung, Primärprävention, Wechseljahre, Herzinfarkt, Thrombose, Östrogen, Progestin, Hormonersatztherapie, Hormon-Kontrazeptiva, Brustkrebs, Norehtisteron, Levonorgestrel, Desogestrel, tod, sterblichkeit, thromboembolie, jungen frauen, postmenopause, Nebenwirkung, Wechseljahre, Menopause, KHK, Koronare Herzkrankheit, Myokardinfarkt, Frauen, Schlaganfall, thrombose, Lungenembolie, verhütungsmittel, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013