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Hilft SSRI-Antidepressivum Escitalopram (Cipralex®) bei Interferon-assoziierte Depression präventiv? 2012

Eine prophylaktische Behandlung mit Escitalopram (Cipralex) war für eine Reduktion der Inzidenz und Schwere einer Interferon-µ-assoziierten Depression bei Hepatitis C-infizierten Patienten ohne vorherige psychiatrische Erkrankungen effektiv und sicher.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Hilft Escitalopram (CipralexÒ) präventiv?

 

Escitalopram für die Prävention einer Peginterferon-µ2a-assoziierte Depression bei Hepatitis C Virus infizierten Patienten ohne vorherige psychiatrische Erkrankung: eine randomisierte Studie.

 

HINTERGRUND:

Die Depression ist eine schwere Komplikation während der Behandlung einer chronischen Hepatitis C Virus (HCV) Infektion mit Interferon-µ (IFN-µ). Es ist unklar, ob Antidepressiva eine IFN-induzierte Depression bei Patienten ohne psychiatrische Risikofaktoren verhindern können.

 

ZEILSETZUNG:
Es sollte untersucht werden ob eine präventive antidepressive Behandlung mit Escitalopram die Inzidenz oder die Schwere einer Depression assoziiert mit einer pegylierten IFN-µ Behandlung bei Patienten mit HCV-Infektion ohne eine psychiatrische Erkrankung in der Vorgeschichte reduzieren kann.

 

DESIGN:

Randomisierte, multizentrische, doppel-blinde, prospektive, placebo-kontrollierte, Parallelgruppen-Studie. (ClinicalTrials.gov Registrationsnummer: NCT00136318)

 

SETTING:

10 Universitäten und 11 akademische Krankenhäuser in Deutschland.

 

PATIENTEN:

181 HCV-infizierte Patienten ohne eine psychiatrische Erkrankung in der Vorgeschichte, die zwischen August 2004 und Dezember 2008 eingeschrieben worden sind.

 

INTERVENTIONEN:

Escitalopram 10 mg/d (n=90) oder Placebo (n=91), das zwei Wochen vor und für 24 bis 48 Wochen während der antiviralen Therapie gegeben wurde.

 

MESSUNGEN:

Der primäre Endpunkt war die Inzidenz einer Depression, definiert als einen Wert auf der Montgomery-Asberg-Depressionsskala (MADRS) von 13 oder höher. Sekundäre Endpunkte waren die Zeit bis zur Depression, die Inzidenz einer schweren Depression bezogen auf das Diagnostische und Statistische Handbuch Psychischer Störungen, vierte Auflage, die Lebensqualität, das anhaltende virale Ansprechen, Erträglichkeit und Sicherheit.     

 

ERGEBNISSE:

32% (95% Konfidenzintervall [KI], 21% to 43%) der Patienten in der Escitalopram-Gruppe entwickelten einen MADRS Wert von 13 oder höher verglichen mit 59% (KI 48% bis 69%) in der Placebo-Gruppe (absolute Differenz 27 Prozentpunkte [KI 12 bis 42 Prozentpunkte]; p&lt 0,001). Die schwere Depression wurde bei 8% der Patienten in der Escitalopram-Gruppe und bei 19% in der Placebo-Gruppe diagnostiziert (absolute Risikodifferenz 11 Prozentpunkte [KI 5 bis 15 Prozentpunkte]; p=0,031). Die Erträglichkeits- und Sicherheitsparameter unterschieden sich nicht innerhalb der Gruppen. In der Escitalopram-Gruppe erreichten 56% (KI 46% bis 66%) der Patienten ein anhaltend virologisches Ansprechen verglichen mit 46% (KI 37% bis 57%) in der Placebo-Gruppe (p=0,21).

 

LIMITATIONEN:

Die Ergebnisse könnten nicht für Patienten mit psychiatrischen Vorerkrankungen verallgemeinert werden. Manche Patienten stiegen aus oder entwickelten vorübergehend erhöhte MADRS Werte nach Randomisierung, aber noch bevor die Studienmedikation gestartet worden war.

 

FAZIT:

Eine prophylaktische Behandlung mit Escitalopram war für eine Reduktion der Inzidenz und Schwere einer Interferon-µ-assoziierten Depression bei Hepatitis C-infizierten Patienten ohne vorherige psychiatrische Erkrankungen effektiv.

 

PRIMÄRE FÖRDERUNGSQUELLE:

Roche Pharma und Lundbeck.  Anmerkung: Cipralex® wird von Lundbeck hergestellt.

  1. Schaefer M et al. Escitalopram for the prevention of peginterferon-α2a–associated depression in hepatitis C virus–infected patients without previous psychiatric disease: A randomized trial. Ann Intern Med 2012 Jul 17; 157:94.
Schlüsselwörter: Interferon-assoziierte Depression,Escitalopram, Cipralex, hepatitis-b, Depressionen, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, SSRI und Antidepressivum, hepatitis-c, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013