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Kardiovaskuläre Komplikationen bei Patienten mit iatrogenem Cushing-Syndrom, 2012

Die Patienten, die Kortison einnehmen und ein iatrogenes Cushing-Syndrom aufweisen, sollten offensiv und zielgerichtet ein frühes Screening auf ein frühes Management für kardiovaskuläre Risikofaktoren (wie Hypertonie, LDL-Cholesterin, Diabetes) erhalten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses bei Menschen, die Glukokortikoide mit iatrogenem Cushing-Syndrom verschrieben bekommen haben: eine Kohortenstudie.

 

ZIELSETZUNG:

Es sollte untersucht werden, ob ein erhöhtes Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis bei Menschen besteht, die ein iatrogenes Cushing-Syndrom während einer Behandlung mit Glukokortikoiden aufweisen.

 

DESIGN:

Kohortenstudie.

 

SETTING:

424 englische Allgemeinarztpraxen, die in der Health Improvement Network Datenbank eingeschlossen sind.

 

TEILNEHMER:

Menschen, die systemische Glukokortikoide beschrieben bekommen haben und mit der Diagnose eines iatrogenen Cushing-Syndroms (n=547) und zwei Vergleichsgruppen: jene, die Glukokortikoide verschrieben bekommen haben und keine Diagnose eines iatrogenen Cushing-Syndroms (n=3231) haben und jene, die keine systemische Glukokortikoide verschrieben bekommen haben (n=3282).

 

HAUPTMESSPUNKTE:

Die Inzidenz von kardiovaskulären Ereignissen innerhalb eines Jahres nach der Diagnose eines iatrogenen Cushing-Syndroms oder nach einem zufällig ausgewählten Datum und der Assoziation zwischen einem iatrogenen Cushing-Syndrom und dem Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses.

 

ERGEBNISSE:

417 kardiovaskuläre Ereignisse traten bei 341 Patienten auf. Betrachtet man nur das erste Ereignis eines Patienten (koronare Herzkrankheit n=177, Herzversagen n= 101, ischämischer Schlaganfall n=63) waren die Inzidenzraten eines kardiovaskulären Ereignisses pro 100 gefährdete Personenjahren 15,1 (95% Konfidenzintervall 11,8 bis 18,4) bei denen, die Glukokortikoide verschrieben bekommen haben und mit einer Diagnose eines iatrogenen Cushing-Syndroms; 6,4 (5,5 bis 7,3) bei denen, die Glukokortikoide verschrieben bekommen haben ohne die Diagnose eines iatrogenen Cushing-Syndroms und 4,1 (3,4 bis 4,8) bei denen, die keine Glukokortikoide verschrieben bekommen haben. Bei den multivariaten Analysen angepasst für Geschlecht, Alter, Intensität des Glukokortikoidgebrauchs, die zugrunde liegende Krankheit, Raucherstatus und die Einnahme von Aspirin, Diabetesmedikation, antihypertensive Medikation, fettsenkende Medikamente oder orale Antikoagulanzien, war der Zusammenhang zwischen einem iatrogenen Cushing-Syndrom und kardiovaskulären Ereignissen eng (angepasste Hazard Ratios 2,27 (95% Konfidenzintervall 1,48 bis 3,47) für die koronare Herzkrankheit, 3,77 (2,41 bis 5,90) für das Herzversagen und 2,23 (9,96 bis 5,17) für ischämische kardiovaskuläre Ereignisse). Das angepasste Hazard Ratio für ein beliebiges kardiovaskuläres Ereignis war 4,16 (2,98 bis 5,82), wenn die Gruppe, die Glukortikoide verschrieben bekommen hat und mit iatrogenem Cushing-Syndrom verglichen wurde mit der Gruppe, die keine Glukokortikoide verschrieben bekommen haben.

 

FAZIT:

Die Patienten, die Glukokortikoide einnehmen und ein iatrogenes Cushing-Syndrom aufweisen, sollten offensiv und zielgerichtet ein frühes Screening auf und ein frühes Management für  kardiovaskuläre Risikofaktoren erhalten.

  1. Fardet L et al. Risk of cardiovascular events in people prescribed glucocorticoids with iatrogenic Cushing's syndrome: Cohort study. BMJ 2012 Jul 30; 345:e4928.
Schlüsselwörter: iatrogenes Cushing-Syndrom, ärztlich versculdet, Exogen, endogen, ärztlich verursacht, ärztefehler, kunstfehler, primäres und sekundäres Cushing Syndrom, Cortison, ACTH, Nebennierenrinde, Nebennierenrindenüberfunktion, Glukokortikoide, ldl-cholesterin, diabetes, zu viel kortison, herzinfarkt, Nebenwirkung, Büffelnacken, Kortison, Hyperkortisolismus, Hormon Kortisol, Nebennierenrinde, komplikation, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013