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Kosten und Qualität der „Patient-Centered Medical Home" (PCMH), USA 2012

Studie (1): Höhere Ratings für Patient-Centered Medical Homes (PCMH) waren mit höheren Betriebskosten für das einzelne Gesundheitszentrum assoziiert. Die höheren Betriebskosten waren vor allem auf das umfassende Case-Management der Patienten zurückzuführen.

Also, das amerikanische PCMH-Konzept kostet Geld. Wenn auch die PCMH die Qualität der Versorgung bessert, können die Hausärzte die Zunahme der Kosten vermutlich nicht alleine tragen, sie müssten zumindest erhöhte Honorare erhalten, die sich theoretisch anteilig über die Kostenersparnis durch weniger Klinikeinweisungen und verbesserte Prävention finanzieren könnten.

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1): 

Einstufung als „Patient-Centered Medical Home“ bei vom Bund finanzierten Gesundheitszentren in den US: Welche Kosten entstehen für das einzelne Zentrum?

 

Das „Patient-Centered Medical Home“ (patientenzentriertes medizinisches Zuhause, PCMH) ist ein Ansatz für eine umfassende medizinische Grundversorgung von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern, bei dem die episodische Betreuung bei akuten Beschwerden durch eine koordinierte Langzeitbetreuung ersetzt wird. Jeder Patient steht in fortlaufender Beziehung zu seinem persönlichen Arzt, der wiederum ein Team leitet, das den Patienten umfassend versorgt. Mit Hilfe moderner Kommunikations- und Konsultationsmöglichkeiten auch außerhalb normaler Öffnungszeiten sowie klinischen Informationssystemen soll den Krankheits- und Gesundheitsbedürfnissen der Patienten im Langzeitverlauf Rechnung getragen werden. Diese neuen Werte sollen sich auch in einer verbesserten Vergütung der Ärzte niederschlagen um die Hausarztmedizin, die einen Eckpfeiler dieses Modells darstellt, attraktiv zu gestalten. Langfristiges Ziel ist eine Kostenersparnis durch weniger Klinikeinweisungen und verbesserte Prävention. Doch entstehen den einzelnen Zentren nicht zunächst einmal Mehrkosten, wenn sie als „Patient-Centered Medical Home“ eingestuft werden?

(Quelle: Universität Zürich, Institut für Hausarztmedizin)

 

Es ist bisher wenig bekannt über die anfallenden zusätzlichen Kosten, die mit der Einstufung eines Gesundheitszentreums als „Patient-Centered Medical Home“ (PCMH) einhergehen. Das Ziel einer Studie aus dem „Journal of the American Medical Association“ war, zu beurteilen, ob die Einstufung als „ PCMH“ für die von der US Behörde Health Resources and Services Administration (HRSA) finanzierten Gesundheitszentren eine Assoziation mit den Betriebskosten der einzelnen Zentren zeigt. Es wurde eine Cross-Sectional-Studie über Einstufungen als PCMH und den anfallenden Betriebskosten im Jahr 2009 durchgeführt. Anhand einer Umfrage unter allen 1009 von der Health Resources and Services Administration finanzierten Gesundheitszentren wurde die Einstufung als PCMH bewertet. Die Umfrage lieferte einen Gesamt-PCMH-Score zwischen 0 (am schlechtesten) und 100 (am besten) und 6 Unterscores für die Bereiche Zugang/Kommunikation, Versorgungsmanagement, externe Koordination, Patientenerfassung, Befund- und Einweisungserfassung sowie Qualitätsverbesserung. Informationen über die Kosten konnten aus Berichten des Uniform Data Systems, das der Health Resources and Services Administration unterliegt, entnommen werden. Mit Hilfe von allgemeinen linearen Modellen wurde der Zusammenhang zwischen der Einstufung als PCMH und den Betriebskosten bestimmt. Hauptzielparameter waren die Betriebskosten pro Vollzeit-Äquivalent für Ärzte, Betriebskosten pro Patient pro Monat und Kosten pro Arztbesuch.

 

Ergebnisse:

669 Gesundheitszentren (66%) wurden in die Stichprobe eingeschlossen, 340 wegen Nichtbeantworten oder unvollständigen Daten ausgeschlossen. Der mittlere Gesamt-PCMH-Score betrug 60. Für das durchschnittliche Gesundheitszentrum war ein um 10 Punkte höherer Score assoziiert mit 2,26 Dollar (4,6%) höheren Betriebskosten pro Patient pro Monat. Die Untersuchung der Unterscores ergab, dass ein um 10 Punkte höherer Score bei der Patientenerfassung assoziiert ist mit höheren Kosten pro Arzt-Vollzeitäquivalent ($ 27 300) und höheren Betriebskosten pro Patient pro Monat ($1,06). Ein um 10 Punkt höherer Score bei der Qualitätsverbesserung war ebenso assoziiert mit höheren Betriebskosten pro Patient pro Monat ($1,86). Ein um 10 Punkte höhere Score bei Zugang/Kommunikation hingegen war mit niedrigeren Kosten pro Arzt-Vollzeitäquivalent assoziiert ($39 809).

 

Fazit:                     

Laut einer Umfrage unter den Verwaltungen von US-Gesundheitszentren waren höhere Scores auf einer Gesamt-Skala, die sechs Aspekte eines „Patientenzentrierten medizinischen Zuhauses“ (Patient-Centered Medical Home, PCMH) bewertete, mit höheren Betriebskosten für das einzelne Gesundheitszentrum assoziiert. Bei den Unterscores waren zwei mit höheren Kosten und einer mit niedrigeren Kosten assoziiert.   

  1. Nocon RS et al. Association between patient-centered medical home rating and operating cost at federally funded health centers. JAMA 2012 Jun 24
  2. Patient-Centered Medical Home (PCMH)
  3. Patientenzentriertes Gesundheitssystem
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Stand: 25. Mai 2013