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Vorhofflimmern: Antikoagulation bei Patienten mit chronischer Niereninsuffienz, 2012

Patienten mit Vorhofflimmern und chronischer Niereninsuffienz haben unter "Marcumar"-Therapie weniger Schlaganfälle, dafür aber häufiger Blutungen.

Sowohl Vorhofflimmern als auch chronische Niereninsuffienz steigern das Risiko für Schlaganfall und systemische Thromboembolien. Wie hoch sind jedoch diese Risiken bei Patienten mit beiden Krankheiten, und wie sollte die Antikoagulation bei ihnen aussehen? Eine aktuelle Studie (1) aus Dänemark ging dieser Frage nach.

Die Wissenschaftler untersuchten die Daten von 132,372 Patienten mit Vorhofflimmern aus dem dänischen Nationalregister zwischen 1997 und 2008. Innerhalb dieser Gruppe gab es 3587 (2.7%) Patienten mit chronischer Niereninsuffienz im Nicht-Endstadium, und 901 (0.7%) mit vorwiegend Dialyse-Therapie.

Das Schlaganfall-Risiko war bei Patienten mit Niereninsuffienz signifikant höher (HR 1,49 für Nicht-Endstadium-, und 1,83 für Endstadium-Niereninsuffienz).  

Einsatz von Warfarin (in Deutschland ~Marcumar) reduzierte das Schlaganfall-Risiko (HR 0,76), steigerte jedoch gleichzeitig das Blutungsrisiko (HR 1,33). ASS steigerte lediglich das Blutungsrisiko (HR 1,17) ohne einen signifikanten Schutzeffekt gegen Schlaganfall zu haben.

Fazit: Chronische Niereninsuffienz war bei Patienten mit Vorhofflimmern mit einem erhöhten Schlaganfall-Risiko assoziiert. Therapeutische Antikoagulation mit Warfarin (~Marcumar) reduzierte das Schlaganfall- und Thromboembolie-Risiko bei Niereninsuffienz-Patienten. Gleichzeitig steigerten Warfarin, aber auch ASS das Blutungsrisiko.

Medknowledge-Anmerkung: Wie soll man diese Ergebnisse interpretieren?

  • Bei jedem Patient mit Vorhofflimmern und chronischer Niereninsuffienz sollte die Indikation für eine therapeutische Antikoagulation nach Abwägung von Nutzen/Risiken individuell getroffen werden. Scores wie CHADS2 zur Abschätzung des Thromboembolie-Risiko könnten dabei behilflich sein.  

  • Bei Patienten mit Vorhofflimmern und fortgeschrittener chronischer Niereninsuffienz ist Marcumar immer noch die Mittel der Wahl, da die neuen Antikoagulanzien vorwiegend renal ausgeschieden werden (Pradaxa, Xarelto)

  • ASS sollte bei diesen Patienten nicht routinemäßig zur Antikoagulation verschrieben werden, es sei denn, Patient leide unter koronarer Herzkrankheit.

  1. Olesen JB et al. Stroke and bleeding in atrial fibrillation with chronic kidney disease. N Engl J Med 2012 Aug 16; 367:625

  2. Warfarin (Marcumar)-Dosierung bei Patienten mit Niereninsuffienz, 2011

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Stand: 25. Mai 2013