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Antikoagulation: Nutzen und Risiken der Triple-Therapie mit Marcumar plus zwei Antithrombotika, 2012

Aktuelle Studie (1): Triple-Therapie steigerte das Risiko für schwere Blutungen, ohne im Vergleich zur dualen Antikoagualations-Therapie die kardiovaskulären Komplikationen signifikant zu verringern.

Triple-Antikogulations-Therapie mit Marcumar plus Antithrombotika (ASS und Clopidogrel) wird bei kardiovaskulären Hochrisiko-Patienten (z.B. Patienten mit mechanischem Herzklappenersatz und Vorhofflimmern) eingesetzt. Auch bei Vorhofflimmern-Patienten mit akutem Koronarsyndrom und Stenting wird die Triple-Therapie (TT) immer öfter verwendet. Gleichzeitig steigt das Blutungsrisiko unter Tripletherapie, sodass es noch umstritten ist, ob bei der TT Nutzen Risiken deutlich überwiegen.

Eine große aktuelle Studie (1) aus Dänemark untersuchte das Nutzen/Schaden-Verhältnis der Tripletherapie. Dabei wurde anhand der dänischen Nationalregisters Daten von 11480 Patienten mit Vorhofflimmern und Herzinfarkt zwischen 2000 und 2009 untersucht, die sich einer perkutanen koronaren Intervention unterzogen hatten.

Das mittlere Alter der Patienten betrug 75 Jahre, Anteil der Männer 60%. Patienten hatten verschiedene Antikogualations-Kombinationstherapien aus Marcumar, ASS und Clopidogrel erhalten.

Die Mediziner untersuchten die Rate der schweren Blutungen, die eine Krankenhausaufnahme erforderlich machten. Gleichzeitig bestimmten sie wie häufig diese Blutungen unter Triple-Therapie (TT) mit Marcumar+ASS+Clopidogrel, unter dualer Kombinationstherapie mit Marcumar plus einem Antithrombotikum , oder unter dualer Antithrombotische Therapie mit ASS+Clopidogrel vorkamen.

Nach einem Jahr tauchten insgesamt 728 Blutungskomplikationen (6,3%)  auf; 79 davon waren sehr schwer (0,7%). Innerhalb der ersten 30 Tage betrugen die der Blutungsraten 22.6, 20.3, und 14.3 pro 100 Personenjahre respektiv für TT, Marcumar+Antithrombotikum und duale antithrombotische Therapie.

Das frühe (erste 3 Mo.) und späte (3 Mo.- 1Jahr) Blutungsrisiko war unter TT signifikant höher (HR 1,41). Gleichzeitig jedoch gab es unter TT im Vergleich zu den anderen zwei Gruppen keine signifikanten Vorteile hinsichtlich der kombinierten Endpunktes bestehend aus kardiovaskuläre Mortalität, Herzinfarkt und Schlaganfall (HR 1,15).

Fazit: Diese große Studie aus Dänemark liefert wichtige Erkenntnisse über die richtige Antikogualations-Strategie bei Vorhofflimmern-Patienten mit akutem und Herzinfarkt, die sich kardiologischen Interventionen wie koronare Stenting unterziehen. Triple-Therapie (TT) steigerte das Risiko der schweren Blutungen erheblich, ohne im Vergleich zu anderen dualen Antikogulations-Therapien wesentliche kardiovaskuläre Vorteile zu bieten.

Die Autoren schlagen vor, TT nur dann einzusetzen, wenn vorher ein Blutungsrisiko-Assessment bei einzelnen Patienten durchgeführt wird.

Medknowledge-Anmerkung: Wenn man die Ergebnisse ein wenig härter interpretieren würde, müsste man den Stellenwert der Triple-Therapie auch bei Hochrisiko-Patienten in Frage stellen. Also, hier liegt noch Klärungsbedarf durch weitere Studien.

  1. Lamberts M et al. Bleeding after initiation of multiple antithrombotic drugs, including triple therapy, in atrial fibrillation patients following myocardial infarction and coronary intervention: A nationwide cohort study. Circulation 2012 Sep 4; 126:1185
  2. Tripletherapie mit Marcumar, ASS und Clodipogrel (Plavix) bei Vorhofflimmern, 2010
Schlüsselwörter: Triple-Antikogulation-Therapie, duale therapie, triple-therapie, warfarin, einzeltherapie, Antikoagulation, KHK, Herzinfarkt, Stent, ASS, Aspirin, Clopidogrel, Plavix, Dipyridamol, Vitamin K-Ulkus, Magenblutung, Darmblutung, Antagonisten, Marcumar, Blutung, schaden, risiken, Pantozol, Ulkus, Magenschmerzen, blutungsrisiko, Akutes duale therapie, stents, Koronarsyndrom, blutung, Angina pectoris, Herzinfarkt, Acetylsalicylsäure, Clopidogrel, stent, blutungen, dualtherapie, Magenulkus, Antithrombotische Monotherapie, Kombinationstherapie, schwere obere gastrointestinale Blutungen, Geschwür, Funktionelle Dyspepsie, stenting, Reizmagen, PPI, Protonenpumpenhemmer, nutzen, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

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Stand: 25. Mai 2013