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Darmspiegelung: Verminderte Schmerzen während einer Koloskopie durch ultradünne Koloskope, 16.10.2012

Studie (1): Eine ultradünne Koloskop verringert zwar die Schmerzen des Patienten bei einer Darmspiegelung, ist aber nicht effektiver als eine herkömmliche. Die Diagnose der Darm-Adenome ist bei ultradünnen Koloskopen sogar grenzwertig schlechter als bei den konventionellen. Ein weiteres Problem könnte die Polyp-Abtragung durch die ultradünnen Koloskope sein.

Koloskopien werden in zahlreichen Ländern zur Darmkrebsfrüherkennung empfohlen. Oftmals wird die Untersuchung jedoch wenig vom Patienten nachgefragt. Hinderungsgründe sind Angst vor Schmerzen und die zeitintensive Narkose. Deshalb ist es von Interesse der Autoren, den Unmut des Patienten durch die Weiterentwicklung entsprechender Koloskope zu mindern. Die randomisierte kontrollierte Studie untersucht das Potenzial von dem Prototyp eines ultradünnen Koloskops in der Darmkrebsfrüherkennung.

Von 187 angemeldeten Probanden, davon 80 Frauen (43 %), füllten 162 (87 %) den Fragebogen aus. Die beiden Versuchsgruppen waren hinsichtlich ihrer Grundmerkmale gleich aufgeteilt. Die Schmerzbewertung war in der Prototyp-Gruppe signifikant niedriger als in der Standard-Gruppe. 78 % der Probanden in der Prototyp-Gruppe hatten keine Schmerzen und 29% der Patienten in der Standard-Gruppe (Odds Ratio 0.11, 95 %-Konfidenzintervall 0.006 – 0.23, P<0.001). Die Intubations-Rate des Blinddarms betrug 98 % in der Prototyp-Gruppe und 92 % in der Standard-Gruppe (P=0.12).
[Medknowledge - Anmerkung: Unter der Intubation des Blinddarms (cecal intubation) wird im amerikanischen Raum das Einführen der Koloskops in den Kopf des Blinddarms verstanden, so dass die mediale Wand des Blinddarms proximal der Ileozäkalklappe (Verschluss zwischen Dick- und Dünndarm) sichtbar wird. Da die Ileozäkalklappe sich meist kurz vor Ende des Blinddarms befindet, gilt ihr Erreichen als Bestätigung für eine vollständig ausgeführte Koloskopie. In den USA wird von dem „U.S. Multisociety Task Force on Colorectal Cancer“ eine Intubationsrate zwischen 90 und 95 % für Darm-Screenings als Qualitätskriterium empfohlen.]

2 % der Untersuchungen in der Prototyp-Gruppe und 7% in der Standard-Gruppe wurden unter Narkose durchgeführt(P=0.12) Bei13 % der Probanden in der Prototypgruppe und bei 24 % in der Standard-Gruppe wurden Adenome gefunden (P=0:052).

Fazit: Das neue ultradünne Koloskop von Olympus verringert die Schmerzen des Patienten bei einer Darmspieglung. Diese verbesserte Eigenschaft könnte die Zufriedenheit der Patienten mit Darmspieglungen verbessern und die Untersuchungsraten erhöhen. Weitere Studien sind nötig, um die niedrigere Zahl positiver Adenom-Befunde zu evaluieren.

  1. Garborg KK et al. Reduced pain during screening colonoscopy with an ultrathin colonoscope: A randomized controlled trial. Endoscopy 2012 Aug; 44:740.

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Stand: 25. Mai 2013