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Jupiter-Substudie: Überwiegen die Vorteile einer Statin-Therapie das erhöhte Diabetes-Risiko? 24.10.2012

In der JUPITER-Studie zur Primärprävention mit Statinen überstiegen die Vorteile einer Statin-Therapie (im Bezug auf positive Effekte auf kadiovaskuläre Erkrankungen und das Sterblichkeitsrisiko) die Nachteile (im Bezug auf ein erhöhtes Diabetes-Risiko), was auch für Patienten mit hohem Diabetes-Risiko gilt.

Medknowledge Anmerkung: Statine sind eine Gruppe von Medikamenten, die durch die Inhibition des Enzyms HMG-CoA-Reduktase eine Senkung der Serumkonzentration von Cholesterin herbeiführen. Medknowledge berichtete über eine Studie aus Taiwan, die ein erhöhtes Diabetes-Risiko durch Statine feststellte. Der folgende Abstract von der Havard Medical School befasst sich mit einer Abwägung des Nutzens und des neu entdeckten Risikos.

Angesichts der Hinweise, dass Statin-Therapien das Risiko für Diabetes erhöhen, sehen die Autoren die Diskussion über Nutzen und Risiko dieser Therapie in der Primärprävention neu entflammen. In ihre Analyse bezogen die Autoren Probanden der JUPITER-Studie  ein, um die positiven vaskulären Effekte der Statine gegenüber dem erhöhten Diabetesrisiko abzuwägen.

An der randomisierten, doppelblinden JUPITER-Studie nahmen 17 603 Probanden mit kardiovaskularen Erkrankungen oder Diabetes teil. Sie erhielten zufällig entweder eine Behandlung mit 20 mg Rosuvastatin oder mit einem Placebo. Ihr Krankheitsverlauf wurde bis zu 5 Jahre bis zu primären Endpunkten weiterverfolgt (Myokardinfakt, Schlaganfall, Instabile Angina pectoris, arterielle Revaskularisation oder kardiovaskulärer Tod) und vordefinierten sekundären Endpunkten (Venentrombose, Mortalität aller Ursachen und positive Diabetes-Diagnosen).

In die Analyse wurden Probanden mit einbezogen, die keinen oder einen der folgenden vier Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung von Diabetes aufzeigten: Metabolisches Syndrom, zu niedrigen Blutzuckerspiegel (nüchtern), Body-Mass-Index 30 kg/m² und höher oder Glykohämoglobin (HBA1c )höher als 6 %.

Probanden mit einem oder mehreren Diabetes-Risikofaktoren (n=11 508) hatten ein höheres Risiko Diabetes zu Entwickeln im Vergleich zu Probanden ohne Hauptrisikofaktoren (n=6095). Bei Probanden mit einem oder mehreren Risikofaktoren war die Statin-Therapie mit einer Verringerung um 39% der primären Endpunkte verbunden (Hazard ratio 0•61, 95%-Konfidenzintervall 0•47-0•79, p=0•0001), zudem mit einer 36%igen Verringerung der Venenthrombosen (0•64, 0•39-1•06, p=0•08), einer Verringerung der Gesamtmortalität um 17% (0•83, 0•64-1•07, p=0•15) und einem Anstieg der Diabetes-Entwicklung um 28% (0•83, 0•64-1•07, p=0•15). So wurden die Probanden mit Diabetes-Risikofaktoren insgesamt 54-mal Diabetes neu diagnostiziert, was 134 verhinderten vaskulären Ereignisse oder Todesfällen gegenübersteht. Für die Probanden ohne Risikofaktoren war die Statin-Therapie mit einer 52%igen Verringerung der primären Endpunkte verbunden (0•48, 0•33-0•68, p=0•0001), einer 53%igen Verringerung der Venenthrombosen (0•47, 0•21-1•03, p=0•05), einer 22%igen Verringerung der Gesamtmortalität und keiner Zunahme von Diabetes (0•99, 0•45-2•21, p=0•99).

Für diese Probanden wurden insgesamt 86 vaskuläre Fälle oder Todesfälle verhindert mit keinen Fällen von neu aufgetretenem Diabetes. Bei einer auf die 486 Probanden, die während der Beobachtungszeit Diabetes entwickelten, beschränkten Analyse (270 hiervon erhielten Rosuvastatin und 216 ein Placebo; 1•25, 1•05-1•49, p=0•01) stimmt der Wert der Verringerung des kardiovaskulären Risikos durch die Statin-Therapie (0•63, 0•25-1•60) mit dem Wert aller Probanden überein (0•56, 0•46-0•69). Im Vergleich zum Placebo beschleunigen Statine die durchschnittliche Zeit bis zur Diabetes-Diagnose um 5,4 Wochen (84,3 Wochen [Standardabweichung 47,8] bei Rosuvastatin im Vergleich zu 89,7 Wochen [50,4] beim Placebo).

Fazit: In der JUPITER-Studie zur Primäprävention mit Statinen überstiegen die Vorteile einer Statin-Therapie (im Bezug auf positive Effekte auf kadiovaskuläre Erkrankungen und das Sterblichkeitsrisiko) die Nachteile (im Bezug auf ein erhöhtes Diabetes-Risiko), was auch für Patienten mit hohem Diabetes-Risiko gilt.

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Stand: 25. Mai 2013