Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Sind Hoch-Dosis-Vitamine bei HIV-Patienten unter HAART-Therapie nützlich?, 24.10.2012

JAMA-Studie (1): Große randomisierte Studien haben bereits gezeigt, dass hoch dosierte Vitamin-Gaben (Mikronährstoffe) CD4-Zellzahl erhöhen und Fortschreiten der HIV-Erkrankung bei Patienten, die keine hochaktive antiretroviralen Therapie (HAART) erhalten verlangsamen können. Eine aktuelle Studie untersuchte die Fragestellung, ob Hochdosis-Vitamine auch bei immunsupprimierten HIV-Patienten unter HAART ebenfalls wirksam ist.

Die randomisiert, doppel-blinde, kontrollierte Studie aus Tansania verglich zwischen 2006 und 2008 hochdosierte vs Standard-Dosis Multivitamin-Supplementierung für 24 Monate bei 3418 HIV-Patienten unter HAART-Therapie. Patienten hatten täglich Vitamine aus Vitamin B-Komplex, Vitamin C und Vitamin E in hohen Konzentrationen, oder lediglich die empfohlene Tagesdosis erhalten.Der Endpunkt der Studie bildete die HIV-Progression oder Tod.

Die Studie wurdeschon früh (mittlere Beobachtungszeit 15 Mo.) wegen einer höheren Inzidenz vom Leberenzym GOT in der Hochdosis-Gruppe gestoppt. Die Analysen zeigten keinen Nutzen von Hochdosis-Supplementierung auf die HIV-Progression, Mortalität, CD4-Zellzahlen und Viruslast. Der Enpunkt HIV-Progression oder Mortalität war zwar in beiden Gruppen ähnlich (72%), in der Subgruppe der kachektischen Patienten (BMI <16) gab es unter der Hochdosis-Vitamingabe tendenziell zu einer Zunahme des Mortalitätsrisikos.

Fazit: Bei HIV-Patienten unter antiretroviraler Therapie (HAART) hat der Einsatz von hochdosiertem Multivitaminpräparate im Vergleich mit Standard-Dosis Multivitaminpräparate nicht zu einem Rückgang der HIV-Krankheitsprogression oder der Todesfälle geführt, im Gegenteil es kam zu einer Erhöhung der GOT-Werte.

Man fragt sich natürlich, wenn Hochdosis-Vitamine selbst bei kachektischen HIV-Patienten eher Nachteile haben, wie soll ihre Wirkung bei HIV-Patienten in Industrie-Ländern sein, die nicht unter Mangelernährung leiden. Man kann durchaus die Schlussfolgerung ziehen, auch diese Patienten brauchen keine Hochdosis-Vitamine, im Gegenteil die Ärzte sollten ihnen eher empfehlen, ihre Vitamin-Einnahmen kritisch zu überprüfen. Das gilt natürlich um so mehr für viele gesunde Menschen, die mal aus "Gesundheitsgründen" Vitamine zu sich nehmen, und für sich was "Gutes" tun.

  1. Isanaka S et al. Effect of high-dose vs standard-dose multivitamin supplementation at the initiation of HAART on HIV disease progression and mortality in Tanzania: A randomized controlled trial. JAMA 2012 Oct 17; 308:1535

Schlüsselwörter:Hoch-Dosis-Vitamine, kachexie, vitamin-substitution, aids, untergewicht, HIV-Patienten, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013