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Tendenzen bei den Sterbepraktiken im Zeitraum vor und nach Euthanasiegesetz in den Niederlanden, 26.10.2012

2002 wurden Euthanasie (Sterbehilfe) und ärztlich-begleiteter Suizid in den Niederlanden legalisiert. Im Jahr 2010 waren 2,8% aller Todesfälle in den Niederlanden auf Sterbehilfe zurückzuführen. Diese Rate liegt höher als diejenige von 2005 (1,7%), ist jedoch mit der von 2001 und 1995 vergleichbar. Die Patientenanfragen an Ärzte für ärztlich-begleiteten Suizid (PAS: physician-assisted suicide) stieg zwischen 2005 und 2010 vom 4,8% auf 6.7%. Insgesamt scheint es, dass die gesetzliche Regelung der Sterbehilfe und des ärztlich begleiteten Suizids in den Niederlanden schrittweise Transparenz und Akzeptanz auch für Palliativmedizin in der Gesellschaft gebracht hat.

Im Jahr 2002 trat das Euthanasiegesetz in den Niederlanden in Kraft, was einen leichten Rückgang der Sterbehilfehäufigkeit zur Folge hatte. Eine Studie, die im „Lancet" erschien bewertete die Häufigkeit und Merkmale der Sterbehilfe, des ärztlich begleiteten Suizids und anderer Sterbepraktiken im Jahr 2010 und die Tendenzen seit 1990.

In den Jahren 1990, 1995, 2001, 2205 und 2010 wurden landesweite Studien anhand einer stratifizierten Stichprobe des Sterberegister von Statistics Netherlands, eine Organisation die alle Todesfälle und Todesursachen erfasst, durchgeführt. An die Ärzte, die den Todesfällen beigewohnt hatten, wurden Fragebögen verschickt (2010: n=8496 Todesfälle). Alle Fälle wurden gewichtet um eine Anpassung für das Stratfizierungsverfahren zu erreichen bzw. wegen der Unterschiede bei den Antwortraten in Bezug auf Alter, Geschlecht, Familienstand, Wohnort, Todesursache und -ort.

Im Jahr 2010 waren 2,8% aller Todesfälle in den Niederlanden auf Sterbehilfe zurückzuführen. Diese Rate liegt höher als diejenige von 2005 (1,7%), ist jedoch mit der von 2001 und 1995 vergleichbar. Die Verteilung der Geschlechter, des Lebensalters und der Diagnosen war zwischen 1990 und 2010 stabil. Im Jahr 2010 wurden 77% aller Fälle von Sterbehilfe oder ärztlich begleiteten Suizids an eine Prüfungskommission gemeldet (im Jahr 2005 waren es 80%). Die Beendigung des Lebens ohne den ausdrücklichen Wunsch des Patienten trat 2010 (0,2%) weniger häufig auf als 2005, 2001, 1995 und 1990 (0,8%). Eine kontinuierliche tiefe Sedierung bis zum Eintritt des Todes war 2010 häufiger (12,3%) als 2005 (8,2%). 0,4% aller Todesfälle im Jahr 2010 gingen auf die Entscheidung des Patienten zurück, die Nahrungsaufnahme und Flüssigkeitszufuhr zur Beendigung seines Lebens einzustellen. In der Hälfte dieser Fälle war der zuvor geäußerte Wunsch des Patienten nach Sterbehilfe nicht gewährt worden.

Fazit: Im größeren Kontext um angemessene Sterbepraktiken liefert die Studie Einblick in die Folgen einer gesetzlichen Regelung der Sterbehilfe und des ärztlich begleiteten Suizids. Das Euthanasiegesetz führte in den Niederlanden zu einer relativ transparenten Anwendung. Obwohl diese Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf andere Länder übertragbar sind, können sie die dortige Debatte über eine Legalisierung der organisierten Sterbehilfe doch anregen.

  1. Onwuteaka-Philipsen BD et al. Trends in end-of-life practices before and after the enactment of the euthanasia law in the Netherlands from 1990 to
    2010: A repeated cross-sectional survey. Lancet 2012 Sep 8; 380:908.

Schlüsselwörter:Ärztlich-begleiteter Suizid, sterbehilfe, Euthanasie in Niederlande, holland, gesetz, Ärztlich-assistierter Suizid, Legalisierung-Auswirkungen, selbstmord,
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Stand: 25. Mai 2013