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Oral Fumarsäure gegen Multiple-Sklerose-Rezidive, 02.11.2012

Oral Fumarsäure gegen Multiple-Sklerose-Rezidive in zwei aktuellen Studien (1,2) wirksam.

In einer internationalen Studie (1) unter der Federführung der Ärzte der neurologischen Abteilung des St.Josef-Hospitals in Bochum wurde das Fumarsäure-Präparat „BG-12" gegen die Rezidive von Multipler Sklerose getestet. Das Vorgängerprodukt Fumaderm® von Fumarsäure wird in Deutschland seit mehreren Jahren zur Behandlung der Psoriasis (Schuppenflechte) eingesetzt. Fumarsäure soll entzündungshemmende und zytoprotektive Eigenschaften haben.

Die Wissenschaftler führten eine randomisierte, doppel-blinde, placebo-kontrollierte Phase-3-Studie bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose. Insgesamt1234 Patienten mit schubförmiger MS und leichten bis mittelschweren Behinderungen (Alter zwischen 18 und 55 Jahren) nahmen an der Studie teil.

Patienten wurden entweder für orale BG-12 in einer Dosis von 240 mg zweimal täglich, oder für BG-12 in einer Dosis von 240 mg dreimal täglich oder für Placebo randomisiert. Der primäre Endpunkt war der Anteil der Patienten, die einen Rückfall nach 2 Jahren erleideten. Andere Endpunkte beinhalteten die jährliche Schubrate, das Fortschreiten der Behinderung und Befunde im MRT. In den BG-2-Gruppen kam es häufiger zu gastrointestinalen Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erebrechen, Durchfall sowie Magenschmerzen.

Nach zwei Jahren hatten Patienten, die BG-12 zweimal täglich erhielten, 49% weniger MS-Schübe, und bei dreimaliger Einnahme 50% weniger als unter Plazebo erlitten (Medknowledge-Anmerkung: Die Angaben beziehen sich auf das Relativrisiko im Vergleich zum Plazebo). Auch in einer zweiten vergleichbaren Studie (2) hatte die Fumarsäure die Rezidivrate bei Multipler Skerose signifikant reduziert, und das neuroradiologische Outcome verbessert.

Fazit: Bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose hatte orale Fumarsäure (BG-12) im Vergleich zu Placebo den Anteil der Patienten mit Multipler Sklerose, die einen Rückfall hatten, signifikant reduziert. Des Weiteren verringerte Fumarsäure das Fortschreiten der Behinderung, und die Anzahl der Läsionen im MRT.
Fumarsäure ist anscheinend ein vielversprechendes orales Präparat gegen MS-Rezivide. Die offenen Fragen sind die Langzeit-Sicherheit sowie Patienten-Compliance aufgrund der gastrointestinalen Nebenwirkungen.

Schlüsselwörter: Oral Fumarsäure, ms-schübe, Multiple-Sklerose-Rezidive, schub, reziviv, Fumaderm, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

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Stand: 25. Mai 2013