Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Langzeit-Nachbeobachtung von 1000 Patienten: Ist die Eradikationstherapie der H. Pylori-Infektion nach Ulkus-Blutungen ausreichend? 02.11.2012

Peptische Ulkusblutungen treten nahezu bei allen Patienten mit komplizierten Ulzera nach Helicobacter pylori Eradikation nicht mehr auf. Das Beibehalten einer anti-ulzerösen (antisekretorischen) Therapie (wie PPI-Therapie) ist nicht nötig, wenn die Eradikation erfolgreich war.

Es sollte der Effekt von einer Helicobacter pylori (H. pylori) Eradikation auf das Wiederauftreten von Ulkus-Blutungen in einer prospektiven Langzeitstudie, die 1000 Patienten einschloss, untersucht werden. Es wurden Patienten mit einer peptischen Ulkus-Blutung prospektiv eingeschlossen. Ein vorangegangener Gebrauch von nicht-steroidalen Antiphlogistika (NSAR) wurde nicht als ein Ausschlusskriterium angesehen. Eine Infektion mit H. pylori wurde mit einem schnellen Ureasetest, der Histologie oder mit einem (13)C- Harnstoff-Atemtest bestätigt. Es wurden verschiedene Eradikationsstrategien benutzt. Anschließend wurde 150 mg Ranitidin einmal täglich gegeben bis die Eradikation mit einem (13)C- Harnstoff-Atemtest 8 Wochen nach Vervollständigung der Therapie bestätigt wurde. Patienten mit Therapieversagen erhielten einen zweiten, einen dritten oder einen vierten Kurs der Eradikationstherapie. Die Patienten mit Eradikationserfolg erhielten keine erhaltende anti-ulzeröse Therapie und wurden jährlich mit einem wiederholten Atemtest kontrolliert. Ein NSAR-Gebrauch war während der Nachbeobachtungszeit nicht erlaubt.

1000 Patienten wurden für mindestens 12 Monate nachbeobachtet, mit einer Gesamtsumme von 3253 Patientenjahren der Nachbeobachtungszeit. Das mittlere Alter war 56 Jahre, 75% waren Männer, 41% waren vorherige NSAR-Einnehmer. Insgesamt hatten 69% ein duodenales Ulkus, 27% ein Magenulkus und 4% ein Ulkus am Pylorus. Das Wiederauftreten einer Blutung geschah bei drei Patienten nach einem Jahr (welche nach NSAR-Gebrauch in zwei Fällen und nach H.pylori-Re-Infektion in einem anderen Fall auftrat) und bei zwei mehr Patienten nach 2 Jahren (eine nach NSAR-Gebrauch und eine nach H.pylori-Re-Infektion). Die kumulative Inzidenz einer erneuten Blutung war 0,5% (95% Konfidenzintervall 0,16-1,16%) und die Inzidenzrate der erneuten Blutung war 0,15% (0,05-0,36%) pro Patientenjahr der Nachbeobachtung.

Fazit: Peptische Ulkusblutungen treten nahezu bei allen Patienten mit komplizierten Ulzera nach Helicobacter pylori Eradikation nicht mehr auf. Das Beibehalten einer anti-ulzerösen (antisekretorischen) Therapie ist nicht nötig, wenn die Eradikation erfolgreich war. Dennoch verursachen NSAR oder eine Re-Infektion mit Helicobacter pylori ausnahmsweise eine erneute Blutung bei Helicobacter pylori eradizierten Patienten.

  1. Gisbert JP et al. Long-term follow-up of 1,000 patients cured of Helicobacter pylori infection following an episode of peptic ulcer bleeding. Am J Gastroenterol 2012 Aug; 107:1197

Schlüsselwörter: Ulkusblutung-Rezidiv, nach Therapie der Helicobacter pylori-Infektion, Omeprazol, Aspirin, Magen, Geschwür, Blutung, ASS, Esomeprazol, Nexium, Antra, Ulkusblutung-Rezidivvorbeugung, Ulkus, Blutung, Magengeschwür, Clopidogrel, Plavix, blutungen, rückfall, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013