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ASS zur Sekundärprophylaxe bei venösen Thromboembolien, RELOADED mit ASPIRE-Studie, 10.11.2012

ASS ist  zur Sekundärprophylaxe bei venösen Thromboembolien mäßig wirksam, und sollte doch im Anbetracht der gesamten Datenlage im Anschluss einer oralen Antikoagulation eingesetzt werden.

Die internationale WARFASA-Studie (2) hatte 2012 gezeigt, dass Niedrigdosis-ASS (100mg/d) im Anschluss an die orale Antikoagulation nach einer idiopathischen (unprovozierten) venösen Thromboembolie die Rezidivrate von Thrombosen oder Lungenembolien senkt.

Die Ergebnisse der Fachzeitschrift NEJM publizierten Studie hatte die Fachwelt überrascht, da man bisher davon ausging, dass ASS Gegensatz zu Arterien im venösen Bereich keine präventive Wirkung für Thrombosen hätte. Die Resultate waren deswegen so wichtig, weil Patienten, die zum ersten Mal idiopathische unprovozierte venösen Thromboembolien haben, ein hohes Risiko für ein Rezidiv nach dem Ende der Antikoagulation aufweisen. Somit könnte ASS im Anschluass einer therapeutischen Antikogulation (in der Regel mit Marcumar 3 bis 6 Monate lang) zur Verhinderung eines erneuten Auftretens von venösen Thromboembolien eingesetzt werden.

Jetzt hat eine neue die ASPIRE-Studie (1) in NEJM die gleiche Fragestellung untersucht, sozusagen versucht die Resultate der WARFASA-Studie zu validieren.

822 Patienten, die nach einer ersten Episode einer unprovozierten venöse Thromboembolie (VTE) anfängliche Antikogulation abgeschlossen hatten, wurden entweder auf ASS 100mg/d oder auf Placebo für bis zu 4 Jahren randomisiert. Der primäre Endpunkt war eine Rezidiv der venösen Thromboembolien. Die Ergebnisse:

VTE-Rezidive: Die Analyse zeigte eine jährliche Rate an rezidivierenden VTEs 4,8% in der Aspirin-Gruppe und 6,5% in der Placebo-Gruppe.
Sekundäre Endpunkte: Der jährliche sekundärer Endpunkt (Kombination aus VTE-Ereignissen, Herz- oder Hirninfarkt, Tod) lag 5,2% in der Aspirin-Gruppe und 8% in der Placebo-Gruppe
Blutungshäufigkeit: Es gab keinen signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen in den Raten schwerer oder klinisch relevante nicht-schwere Blutungen (0,6% pro Jahr mit Placebo vs 1,1% pro Jahr mit ASS). Gesamtmortalität war in beiden Gruppen ähnlich.

Fazit: Im Vergleich zu Placebo reduzierte ASS nicht signifikant die Rezidivrate von venösen Thromboembolien, führte jedoch zu einer signifikanten Reduktion der Rate von schwerwiegenden vaskulären Ereignissen (wie Herzinfarkt, Schlaganfall, kardiovaskuläre Komplikationen). Diese Ergebnisse untermauern den früheren Nachweis eines therapeutischen Nutzens von Niedrigdosis-ASS im Anschluss an die orale Antikoagulation nach einer idiopathischen venösen Thromboembolie.
MIT ANDEREN WORTEN: ASS sollte, könnte nach dem Abschluss der oralen Antikogulation in dieser Patientengruppe angeordnet werden. ASS-Gabe stellt somit einen durchaus vertretbaren Kompromiss zwischen Weiterführung der Marcumar-Therapie, die mit Blutungskomplikationen behaftet ist, und der Zunahme des Thromboembolie-Risikos ohne Antikoagulations-Therapie dar.

  1. Brighton TA et al. Low-dose aspirin for preventing recurrent venous thromboembolism. N Engl J Med 2012 Nov 4;

  2. Idiopathische Venenthrombose: ASS zur Sekundärprophylaxe - WARFASA-Studie, 24.05.2012

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Stand: 25. Mai 2013