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Lipidtherapie mit Fibraten bei chronischer Niereninsuffienz, 10.11.2012

Fibrate verbessern zwar das Lipidprofil, führten sie jedoch zu einer Nierenfunktionsverschlechterung mit GFR-Abfall. Also ein JA mit ABER.

Patienten mit Niereninsuffienz weisen oft niedriges HDL-Cholesterin ("das gute Cholesterin") und erhöhte Triglyzeride auf. Diese Konstellation stellt naturgemäß die Frage nach der Indikation für eine Fibrattherapie. Es gibt jedoch nur wenige Daten über den klinischen Nutzen und die Sicherheit der Fibrattherapie bei Patienten mit Niereninsuffienz. Eine Studie hatte 2012 gezeigt, dass Neuverschreibung von Fibraten bei älteren Patienten mit einem erhöhten Risiko für Niereninsuffienz assoziiert ist (2). Eine aktuelle Meta-Analyse ging dieser Frage nach, und überprüfte die Wirksamkeit und Sicherheit der Fibrattherapie bei chronischer Niereninsuffienz (1).

In der Meta-Analyse wurden die wichtigen Medizindatenbanken (MEDLINE, EMBASE und Cochrane Library) systematisch für prospektive, randomisierte kontrollierte Studien gesucht (1950 bis Januar 2012), die die Auswirkungen von Fibrat Therapie im Vergleich zu Placebo bei Patienten mit chronischer Niereninsuffienz untersuchten. Insgesamt 10 Studien mit 16,869 Teilnehmern wurden identifiziert.

Bei Patienten mit eGFR um 60mL/minute (chronische Niereninsuffienz Stadium II-III) verringerte die Fibrattherapie signifikant die Werte für Gesamt-Cholesterin (?0.32 mmol/l) und Triglyzeride (?0.56 mmol/l) sowie erhöhte die für HDL-Cholesterin. Auf das wichtige Parameter LDL-Cholesterin hatte die Fibrattherapie keinen Einfluss. Unter Fibraten kam es zu einem leichten Anstieg des Kreatinin-Wertes und Abnahme der eGFR (?2.67 ml/min); die Nierenfunktionsverschlechterung besserte sich jedoch, wenn die Fibrate abgesetzt wurden. Des Weiteren hatten Fibrate keinen Einfluss auf das Fortschreiten der Niereninsuffeinz zum Endstadium. Bei Patienten mit eGFR von 30 bis 59,9ml haben Fibrate das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse (wie Herzinfarkt oder Schlaganfall) und kardiovaskuläre Mortalität um etwa 40%reduziert, aber nicht die Gesamtmortalität. Bei Menschen mit eGFR> 60ml hatte die Fibrattherapie auch auf kardiovaskuläre Mortalität keinen Einfluss.

Fazit: Fibrate verbessern durchaus Lipidprofile und verhindern kardiovaskuläre Ereignisse bei Patienten mit leichter bis mittlere Niereninsuffienz (eGFR, 30–60ml). Des Weiteren reduzieren sie Albuminurie bei Diabetikern. Unter der Fibrattherapie kann es jedoch zu reversibler Nierenfunktionsverschlechterung mit Kreatinin-Erhöhung kommen, und die Auswirkungen auf das grundsätzliche Nieren-Outcome (also Verhinderung des Fortschreitens zum Nierenversagen im Endstadium) ist unklar. Diese Ergebnisse legen jedoch nahe, dass
Fibrate einen Platz bei der Therapie der Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffienz und Dyslipidämien haben, sie könnten das kardiovaskuläre Risiko in dieser Gruppe verringern.

  1. Jun M et al. Effects of fibrates in kidney disease: A systematic review and meta-analysis. J Am Coll Cardiol 2012 Nov 13; 60:2061.

  2. Lipidsenker Fibrate und Nierenfunktion bei älteren Patienten, 2012

Schlüsselwörter:Kreatinin, GFR, fibrat, nierenfunktion, alte patienten, Schlaganfall-Risiko, khk, Herzinfarkt-Risiko, nierenfunktionsverschlechterung, chronische niereninsuffienz, II-Diabetes Mellitus, lipide, cholesterin, hdl, trigylzeride, hypercholesterinämie, nierenversagen, gfr, kreatinin, engmaschige kontrollen, leitlinie,, mortalität, sterblichkeit, fibrate, risikofaktor, kreatinin, alter, niere, intensive Blutdrucksenkung, lipidsenkung, hypertonie, Hypertriglyzeridämie, fenofibrat, Hyperlipidämie, intensive cholesterinsenkung, lipid, leitlinien, bluthochdruck, Cholesterin-Kontrolle, hdl-cholesterin, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013