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Die Wiederverwendung von "gebrauchten" re-sterilisierten ICDs, 10.11.2012

Explantierte Kardioverter/Defibrillatoren (ICD) mit ausreichender Batterie-Lebensdauer können nach Resteriliserung erneut mit guter Funktionalität eingesetzt werden. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie (1) dürfte auch in Deutschland ethische und ökonomische Diskussionen auslösen.

Implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICDs) haben oft klinisch nützliche verbleibende Batterielebensdauer, wenn aufgrund von Upgrades, Infektionen oder Tod der Patienten die Geräte explantiert werden. Eine aktuelle Studie aus Indien überprüfte, ob explantierte ICDs re-sterilisiert bei entsprechender Indikation wiederverwendet werden können.

Die "gebrauchten ICDs" kamen aus den USA, und hatten mindestens noch 3 Jahre Batterielebensdauer. Insgesamt 106 explantierte ICDs wurden wieder implantiert. Störfälle an den Geräten waren eine Sonden-Dislokation und ein Sondenbruch; die Sonden konnten problemlos gewechselt werden. Es traten keine Infektionen auf.

Fazit: Explantierte ICDs mit 3 oder mehr Jahren verbleibender Batterie-Lebensdauer konnten ohne Weiteres wiederverwendet werden, nachdem sie gereinigt und sterilisiert wurden. Diese Geräte funktionierten normal und lieferten lebensrettende Therapien, ohne ein erhöhtes Risiko für Komplikationen aufzuweisen.

Die Ergebnisse der Studie könnte naturgemäß gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen haben. Die ICD-Geräte sind richtig teuer. Auch in Deutschland müsste man zumindest die Einspar-Potenziale des erneuten Einsatzes der bisher als "Einweg-Gerät" betrachteten ICDs, die nach der Explantation sich dafür eignen, überprüfen. Und wenn dieser Weg einmal bestritten werden sollte, dann würde man unweigerlich auch die Wiederverwendbarkeit der anderen teueren Geräte in Medizin unter die Lupe nehmen.

  1. Pavri BB et al. Reuse of explanted, resterilized implantable cardioverter-defibrillators: A cohort study. Ann Intern Med 2012 Oct 16; 157:542.

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Stand: 25. Mai 2013