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Thalidomid bei der Behandlung von Husten bei idiopathischer Lungenfibrose, 14.11.2012.

Thalidomid wird in der Medizin nach dem Contergan-Skandal inzwischen wieder eingesetzt. Thalidomid soll antineoplastische, antiinflammatorische und antiangiogenetische Wirkung bei Tumoren (wie Multiples Myelom oder Myelodysplastisches Syndrom) haben. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Thalidomid auch bei der Behandlung von Husten bei idiopathischer Lungenfibrose wirksam ist, die vermutlich auf seine antientzündliche Eigenschaften zurückzuführen ist.

Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist eine progressive fatale Störung unbekannter Ursache ohne effektive Therapie. Husten betrifft bis zu 80% der Patienten mit IPF, ist regelmäßig behindernd und mangelt an einer effektiven Therapie.

Ziel der Studie war es, die Wirksamkeit von Thalidomid bezüglich der Unterdrückung von Husten bei Patienten mit IPF festzustellen. Es wurde eine 24-wöchige, doppelblinde, 2-zeitige Crossover-Studie mit 2 Behandlungsformen an einem Universitätszentrum durchgeführt. Es handelt sich um eine Single-Center-Studie von kurzer Dauer und geringer Fallzahl, fokussiert auf die symptomspezifische Lebensqualität.

Es wurden 98 Teilnehmer gescreent, 24 wurden zufällig zugewiesen, 23 erhielten die Behandlung (78,3% Männer, mittleres Alter 67,6 Jahre, vorhergesagte mittlere forcierte Vitalkapazität (FVC) 70,4%) und 20 absolvierten beide Behandlungszeiträume.

Der primäre Endpunkt war die Husten-spezifische Lebensqualität gemessen an dem „Cough Quality of Life Questionnaire (CQLQ)". Sekundäre Endpunkte waren die Husten-spezifische visuelle Analogskala und der „St. George's Respiratory Questionnaire (SGRQ)". Für alle Maßnahmen entsprachen niedrigere Scores einem verbesserten Husten oder einer besseren Respiratorischen Lebensqualität.

Die CQLQ-Ergebnisse verbesserten sich mit Thalidomid signifikant (mittlerer Unterschied zum Placebo, -11.4 [95% KI, -15.7 bis -7.0]; P < 0.001). Thalidomid verbesserte ebenfalls die Ergebnisse auf der Hustenspezifischen Visuellen Analogskala signifikant (mittlerer Unterschied zum Plazebo, -31.2 [KI, -45.2 bis -17.2]; P < 0.001). Bei Teilnehmern, die Thalidomid erhielten, verbesserten sich die Ergebnisse des SGRQ, der SGRQ Symptom-Domäne und der SGRQ-Impakt-Domäne im Vergleich zu jenen Patienten, die ein Plazebo erhielten. Ungünstige Ereignisse wurden bei 74% der Patienten, die Thalidomid und bei 22% derjenigen, die ein Placebo erhielten, berichtet; Obstipation, Schwindel und Malaise waren regelmäßiger bei Thalidomid.

Fazit: Thalidomid verbesserte Husten und die respiratorische Lebensqualität bei Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose. Eine größere Studie ist gewährleistet um diese vielversprechenden Ergebnisse weiter zu beurteilen.

  1. Horton MR et al. Thalidomide for the treatment of cough in idiopathic pulmonary fibrosis: A randomized trial. Ann Intern Med 2012 Sep 18; 157:398

Schlüsselwörter: Thalidomid, idiopathische Lungenfibrose, husten, copd, Chemotherapie, Lancet-Studie, multiples Myelom, Contagan, Contergan, Dexamethason, Plasmozytom, fibrose, lungen-transplantation,
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Stand: 25. Mai 2013