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Assoziation zwischen Antibiotikatherapie in frühen Kindheit wegen Otitis Media und Vorkommen von entzündlichen Darmkrankheiten bei Kindern, 15.11.2012

Ja, der Antibiotika-Einsatz in der frühen Kindheit ist ein potentieller Risikofaktor für chronisch, entzündliche Darmkrankheiten. Eine weitere Warnung für den kritischen Umgang mit Antibiotika.

Bekanntlich verändern Antibiotika die Darmflora und können dadurch als Nebenwirkung Durchfälle verursachen. Darüber hinaus deuteten frühere Studien (2) auf eine Assoziation zwischen kurzfristiger Antibiotikaeinnahme und persistierendem Reizdarmsymptom (Colon irritabile). Eine aktuelle kanadische Fall-Kontroll-Studie (1) in der Fachzeitschrift Journal of Pediatrics untersuchte die Fragestellung, ob eine Diagnose und Antibiotika-Therapie von Otitis media in den ersten 5 Kinderjahren mit der Entwicklung von pädiatrischen entzündlicher Darmerkrankung (IBD) assoziiert ist. Anders ausgedrückt: Ist eine frühe Antibiotika-Einnahme wegen Otitis Media möglicherweise, ein Risikofaktor für die Entstehung der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie M. Crohn und Colitis Ulcerosa?

In der Studie wurden insgesamt 294 Kinder, die zwischen 1989 und 2008 mit CED diagnostiziert wurden, mit 2377 Kontrollen, nach Alter, Geschlecht und Region verglichen. Die Diagnose Ottis Media basierte auf die Auszeichnungen der damals behandelnden Ärzte.

Etwa 5% der CED-Fälle und 12% der Kontrollgruppe hatten NICHT eine Otitis-media-Diagnose vor der Diagnose einer chronisch entzündlichen Erkrankung (CED). Im Alter von 5 Jahren wurden bei 89% der CED-Fälle mindestens einmal die Diagnose Otitis media festgestellt, 82% der Kontrollgruppe.

Multivariable Analysen zeigten, dass Personen mit einer Otitis media Diagnose bis zum Alter von 5 Jahren eine 2.8-fach höhere Wahrscheinlichkeit für die Entstehung einer chronisch entzündlichen Darmkrankheit hatten. Diese Assoziation wurde für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa nochmals separat erfasst.

Fazit: Patienten, bei denen mindestens einmal in der frühen Kindheit die Diagnose Otitis media gestellt wurde, haben signifikant erhöhtes Risiko für die Entwicklung chronisch-entzündlicher Darmkrankheiten wie M. Crohn oder Colisits Ulcerosa. Möglicherweise dient die Diagnose Otitis media lediglich als Messgröße für den ursächlichen Antibiotika-Einsatz.

Die Daten sind retrospektiv erhoben, daher sind sie mit Vorsicht zu bewerten. Auf der anderen Seite zeigen die Ergebnisse, wie viele aus den letzten Jahren, dass die Ärzte Antibiotika erst nach kritischer Indikationsstellung anordnen sollten, da diese mit vielen akuten und potentiell langfristigen Nebenwirkungen assoziiert sind.

  1. Shaw SY et al. Association between early childhood otitis media and pediatric inflammatory bowel disease: An exploratory population-based analysis. J Pediatr 2012 Oct 19

  2. Verursachen Antibiotika funktionelle Reizdarmsymptome ?

Schlüsselwörter:Kinder, kleinkinder, Antibiotika Otitis Media, kindheit, vorkommen von morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, Reizdarmsyndrom, Colon irritabile,Antibiotikatherapie, ursache, darmflora-veränderungen
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Stand: 25. Mai 2013