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US-Krebsregister: massive Überdiagnosen bei Mammographie-Screening trüben die Erfolge bei Brustkrebs-Therapie, 25.11.2012

In einer aktuellen Studie in der Fachzeitschrift NEJM ist eine Auswertung des US-Krebsregisters SEER zum Mammographie-Screening als Brustkrebsfrüherkennung seit ihrer Einführung erschienen. Dabei wurde der Zeitraum 1976 bis 2008 erfasst.

Die Ergebnisse sind ein weiterer negativer Bericht über Mammographie, die in den letzten Jahren nicht ausreißen, und zunehmend Mammographie-Untersuchung zur Brustkrebs als solche grundsätzlich in Frage stellen. Die Resultate zeigten, dass es Mammographie-Screening in diesem Zeitraum insgesamt zu 1.3 Millionen Überdiagnosen mit entsprechenden unnötigen Untersuchungen und Übertherapien gekommen ist.
Trotz erheblicher Anstieg der Zahl der diagnostizierten Fälle von Früh-Brustkrebs, hat Mammographie-Screening nur geringfügig die Mortalitäts-Rate der anwesenden Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs reduziert. Viele durch Mammographie entdeckten Tumoren haben sich als benigne also harmlos erwiesen. Gleichzeitig ging die Brustkrebs-Mortalität um 28% bei Frauen über 40 Jahre, und 42% bei Frauen unter 40 Jahre zurück. Gerade bei der letzten Gruppe spielt das Mammographie-Screening keine Rolle, da Mammographie-Screening weltweit erst ab 40 Jahren, und in Deutschland ab 50 empfohlen wird. Sodass diese Ergebnisse dafür sprechen, dass die Therapie des Brustkrebses (Operation, Chemotherapie) insgesamt in dem Zeitraum 1976 bsi 2008 besser geworden ist, und erheblich zur gesunkenen Mortalität beigetragen hat.

Fazit: Was tun? Fachgesellschaften müssten sich die Daten zu Mammograhie-Screening für Brustkrebsfrüherkennung erneut ansehen, bewerten und möglicherweise Konsequenzen für ihr Empfehlungen zur Brustkrebsfrüherkennung ziehen. Bis dahin bleibt den Ärzten nichts anderes übrig als mit ihren Patientinnen die Vorteile und Nachteile einer Mammograhie-Untersuchung offen zu besprechen.

  1. Bleyer A and Welch HG. Effect of three decades of screening mammography on breast-cancer incidence. N Engl J Med 2012 Nov 22; 367:1998

  2. Mammographie-Screening zur Brustkrebsvorsorge: Bis zu 25 Prozent Überdiagnosen, 03.04.2012

Schlüsselwörter:US-Krebsregister, Mammographie-Screening, Brustkrebsvorsorge, falschpositiv, Befund, brustkrebs, besserung, tumor, falsch-positiv, falsch-negativ, mammakarzinom, therapie, unnötige biopsie, frühstadium, überdiagnose, Menopause, mortalität, sterblichkeit, chemotherapie, operation, mastektomie, brustentfernung, empfehlungen, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013