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Muskelkraft in der Jugend und Sterblichkeit als Erwachsene, 10.12.2012

Muskelkraft in der Jugend war mit etwa 20-35% geringerem Risiko für Sterblichkeit im Erwaschsenenalter assoziiert.

Bei Erwachsenen ist geringe Muskelkraft bzw. Muskelschwund (Muskelatrophie) mit erhöhtem Risiko für Gesamt- und kardiovaskuläres Mortalität assoziiert. Eine aktuelle Studie (1) aus Schweden überprüfte ob das auch für Jugendliche gilt, und untersuchte den Einfluss der Muskelkraft bei Jugendlichen auf die spezifischen vorzeitige Sterblichkeit (<55 Jahre).

In der prospektiven Kohorten-Studie wurden 1.142.599 schwedische männliche Jugendlichen im Alter von 16-19 Jahren wurden über einen Zeitraum von 24 Jahren beobachtet. Grunduntersuchungen waren Kniestreckung, Handgriff und Ellenbogen-Beugetest, sowie Messung vom diastolischen und systolischen Blutdruck und Body-Mass-Index. Cox-Regression wurde verwendet, um Hazard Ratio (HR) für die Mortalität nach Muskelkraft in Kategorien (Zehntel) abzuschätzen.

Bei einer mittleren Beobachtungszeit von 24 Jahren starben 26.145 Teilnehmer. Selbstmord war eine häufige Todesursache im jungen Erwachsenenalter (22,3%) gefolgt von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (7,8%) oder Krebs (14,9%). Hohe Muskelkraft in der Jugend, beurteilt durch Kniestreckung und Handgriff-Tests, wurde mit einem 20-35% geringeres Risiko für vorzeitige Sterblichkeit aufgrund irgendeiner Ursache oder kardiovaskulären Erkrankungen festgestellt; Diese Risikoreduktion war unabhängig von Body-Mass-Index oder Blutdruck. Es wurde auch keine Assoziation der Muskelkraft mit Krebsmortalität beobachtet. Stärkere Jugendliche hatten eine 20-30% geringeres Todesrisiko durch Suizid, und leideten mit 15-65% weniger Wahrscheinlichkeit unter psychiatrischen Krankheiten (wie Schizophrenie und Depressionen).

Jugendliche in der untersten Zehntel der Muskelkraft zeigten das mit Abstand höchste Mortalitätsrisiko für verschiedene Ursachen. Gesamtmortalitätsraten (per 100 000 Personenjahre) lag zwischen 122,3 und 86,9 für die schwächsten und stärksten Jugendlichen; Die entsprechenden Zahlen für kardiovaskuläre Mortalität betrugen 9,5 und 5,6, und 24,6 und 16,9 für die Selbstmord-Mortalität.

Fazit: Geringe Muskelkraft bei Jugendlichen ist ein zunehmendes Risikofaktor für Haupttodesursachen im jungen Erwachsenenalter, wie Selbstmord oder auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Risiko für die Gesamtmortalität war ähnlich wie die etablierten Risikofaktoren wie erhöhter Body-Mass-Index oder Hypertonie.

Medknowledge-Anmerkung: Als Botschaft der Studie könnte man schlussfolgern, dass die Jugendlichen motiviert werden müssten, zu trainieren, um zumindest einem Muskelabbau entgegen zu wirken. Es geht vermutlich weniger darum, dass Sie Body-Building betreiben, sondern nicht ständig vor dem PC oder auf dem Sofa sitzen, vor dem Fernseher Chips essen, stattdessen wie früher in Bewegung zu sein: Fahrrad fahren, Laufen, mit „nicht-virtuellen“ Freunden Fußball spielen, im Verein sportlich tätig sein, usw. Auf die richtige Mischung kommt es an.

  1. Ortega FB et al. Muscular strength in male adolescents and premature death: Cohort study of one million participants. BMJ 2012 Nov 20; 345:e7279

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Stand: 25. Mai 2013