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Hypertonie: Körpergewicht (BMI) und Medikamentenwahl, 13.12.2012

In früheren klinischen Studien bei Hochrisiko-Patienten mit Hypertonie, hatten normalgewichtige Patienten paradoxerweise höhere Rate an kardiovaskulären Ereignissen (Herzinfarkt oder Schlaganfall) verglichen mit übergewichtigen Patienten. Eine aktuelle Studie in Lancet untersuchte, ob die Medikamentenwahl zur Hypertonie-Therapie kardiovaskuläre Ereignisse in Verbindung mit dem Körpergewicht beeinflusst.
Für diesen Zweck wurden die Ergebnisse der ACCOMPLISH-Studie (2) analysiert, über die wir 2009 berichtet hatten. In der ACCOMPLISCH-Studie wurden die Hypertonie-Patienten in unterschiedlichen Kombinationen aus dem ACE-Hemmer Benazepril (Cibacen), dem Diuretikum Hydrochlorothiazid und dem Kalziumantagonisten Amlodipin (Norvasc) behandelt.
In der aktuellen Analyse wurden die Patienten der ACCOMPLISCH-Studie in drei Kohorten eingruppiert: Adipositas (BMI ?30, n=5709), Übergewicht (?25 to <30, n=4157), oder Normalgewicht (<25, n=1616). Für primären Endpunkt wurde die Komplikationsraten (kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder chronische Nierenkrankheit) ausgewählt.
Die Analyse der Ergebnisse zeigten, dass die Kombinationstherapie aus Benazepril plus Amlodipin bei adipösen Patenten ähnliche Komplikationsraten wie die Diuretika-Kombinationen aufwiesen, also die Therapie-Wirksamkeit war ähnlich. Bei übergewichtigen Personen senkte die Kombinationstherapie aus Benazepril plus Amlodipin gegenüber Diuretika-Kombinationen den Primären Endpunkt jedoch um etwa 24% (HR 0,76) und bei normalgewichtigen sogar um etwa 68% (HR 0,57). Also anders gesagt: je schlanker die Patienten, desto ungünstiger die Diuretika-Wirkung bei der Hypertonie-Therapie.
Vermutlich hängt dieser ungünstiger Effekt der Diuretika bei schlanken Patienten mit folgendem Pathomechanismus zusammen: Bei adipösen Patienten kommt es oft zu Flüssigkeitsansammlung über verstärkte Natrium-Aufnahme über die Nieren, was bei normalgewichtigen Patienten in der Regel nicht der Fall ist.
Fazit: Hypertonie bei normalgewichtigen und übergewichtigen Patienten könnten durch verschiedene Mechanismen entstehen. Thiazid-basierte Diuretika-Therapie gibt weniger Herz-Kreislauf-Schutz bei normalgewichtigen als bei adipösen Patienten. Dabei ist Amlodipin-basierten Therapie in allen BMI-Subgruppen ähnlich effektiv und bietet somit wirksameren Herz-Kreislauf-Schutz.
Diuretika eignen sich somit eher für übergewichtige bis adipöse Patienten mit Flüssigkeitsüberschuss (oft Beinödeme), die mit kardiovaskulären Krankheiten wie Hypertonie und beginnender Herzinsuffienz einher gehen. 
  1. Prof Michael A Weber et al: Effects of body size and hypertension treatments on cardiovascular event rates: subanalysis of the ACCOMPLISH randomised controlled trial. The Lancet, Early Online Publication, 6 December 2012
  2. Initiale Hypertonie-Kombitherapie bei Hoch-Risiko-Patienten: Benazepril (Cibacen®) plus Amlodipin (Norvasc®) oder Hydrochlorothiazid, 2009
Schlüsselwörter:Körpergewicht, BMI, Medikament-WahlKalziumantagonisten, Bluthochdruck, Kombinationstherapie, blutdruck, calciumantagonisten, Hypertonie-Kombitherapie, übergewicht, diuretika, accomplish-Studie, Herzinsuffienz Benazepril, Cibacen Amlodipin, Norvasc, ACE-Hemmer, Kalziumantagonist, Diuretikum, wirkstoffkombination, adipositas, infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

 

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Stand: 25. Mai 2013