Medknowledge

Suchkatalog 

Home

Suche

Datenbanken

Newsletter

Bücher

Kontakt

Englisch

 

Ärzte (mit Login)

Forum für Fachkreise
Fachgebiete
Evidenzbas. Medizin
Medizindatenbanken
Leitlinien

Ärzte (ohne Login)

Online-Fortbildung
Qualitätsmanagement
DRG   ICD-10,  OPS 
Medizinprodukte/Firmen__

Recherche

Medline-Abstracts
Neue Medikamente
Literaturservice

Weiteres

Pharmaseiten-- 
Medizinstudium
Jobs   Ausland

 

Vergleich der neuen Antikoagulanzien zur Schlaganfall-Prophylaxe beim Vorhofflimmern: Gibt es signifikante Unterschiede zwischen Dabigatran (Pradaxa), Rivaroxaban (Xarelto) und Apixaban (Eliquis)? 14.12.2012

Eine indirekte Vergleichsanalyse zeigt, dass die neuen oralen Antikoagulanzien weitgehend ähnlich wirksam sind.
Eine indirekte Vergleichsanalyse Ziel der indirekten Vergleichsanalyse war es, das Antikoagulans Apixaban mit den Antikoagulantien Dabigatrantexilate (2 Dosen täglich) und Rivaroxaban (1 Dosis täglich) sowie Rivaroxaban mit Dabigatrantexilate auf ihre relative Wirksamkeit und Sicherheit gegeneinander zu vergleichen. Im primären Fokus der Autoren stand insbesondere die Sekundärprävention für das Auftreten eines Schlaganfalls in einer Kohorte von Patienten mit Vorhofflimmern. Ein weiteres Ziel der Autoren war es, diese Analyse auch für die Kohorte der Schlaganfall Primärprävention zu leisten.
Als Studiendesign wendeten die Wissenschaftler eine indirekte Vergleichsmethode an, welche auf klinischen Studien der Phase III zur Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern basierte. In einer ersten Analyse wurden Kohorten der Sekundärprävention untersucht, in einer weiteren Analyse Kohorten der Primärprävention. Als Datenquelle dienten die Medline and Central Datenbank (bis Stand Juni 2012), öffentlich zugängliche Studienregister, Konferenzveröffentlichungen und Internetpräsenzen von Regulationsbehörden. Berücksichtigt wurden ausschließlich randomisierte kontrollierte Studien, welche Rivaroxaban, Dabigatran oder Apixaban mit Warfarin im Rahmen der Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern verglichen hatten.
In der Untergruppe der Sekundärprävention (nach bereits erfolgtem Schlaganfall) konnte sich beim Vergleich von Apixaban und Dabigatran (110mg und 150 mg zweimal täglich) hinsichtlich der Wirksamkeit und Sicherheit lediglich ein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Myokardinfarkt Häufigkeiten zeigen. Apixaban wies im Vergleich mit Dabigatran bei 150 mg zweimal täglich eine niedrigere Häufigkeit auf (hazard ratio 0.39, 95%iges Konfidenzintervall von 0.16-0.95). Es wurden keine signifikanten Unterschiede in den Wirksamkeits- und Sicherheits- Endpunkten bei den Vergleichen von Apixaban oder Dabigatran (150mg zweimal täglich) mit Rivaroxaban festgestellt.
Beim Vergleich von Dabigatran (110mg zweimal täglich) mit Rivaroxaban wurden weniger hämorrhagische Schlaganfälle (HR 0.15, 0.03 bis 0.66), vaskulär bedingter Tod (HR 0.64, KI 0.42 bis 0.99), schwere Blutungen (HR 0.68, KI 0.47 bis 0.99) und intrakranielle Blutungen (HR 0.27, KI 0.10 bis 0.73) beobachtet. In der Primärpräventionsgruppe (kein vorher aufgetretener Schlaganfall) erwies sich Apixaban dem Präparat Dabigatran (110 mg zweimal täglich) gegenüber als überlegen hinsichtlich tödlicher Schlaganfälle und Schlaganfälle, welche körperliche Behinderungen nach sich ziehen (HR 0.59, KI 0.36 bis 0.97). Im Vergleich mit Dabigatran (150 mg zweimal täglich) wurden für Apixaban zwar mehr Schlaganfälle(HR 1.45, KI 1.01 bis 2.08), jedoch weniger schwere Blutungen, gastrointestinale Blutungen (HR 0.61, KI 0.42 bis 0.89) und Blutungen anderer Lokalisation (HR 0.74, KI 0.58 bis 0.94) beobachtet.
Keine signifikanten Unterschiede wurden hingegen hinsichtlich der wesentlichen Wirksamkeits- und Sicherheits- Endpunkte zwischen Dabigatran (150 mg zweimal täglich) und Rivaroxaban beobachtet und auch nicht hinsichtlich der Wirksamkeitsendpunkte zwischen Apixaban und Rivaroxaban.Apixaban zeigte jedoch im Vergleich mit Rivaroxaban eine niedrigere Rate an schweren Blutungen (HR 0.61, KI 0.48 bis 0.78). 
Fazit: Hinsichtlich der Sekundärprävention weisen Apixaban, Rivaxaban und Dabigatran eine weitgehend ähnliche Wirksamkeit für die wesentlichen Endpunkte auf. Allerdings waren für Dabigatran (zweimal 110 mg täglich) im Vergleich zu Rivaroxaban für die Endpunkte hämorrhagischer Schlaganfall, vaskulär bedingter Tod, schwere Blutung und intrakranielle Blutung niedrigere Raten zu verzeichnen. Hinsichtlich der Primärprävention zeigten diese drei Medikamente einige Unterschiede was die Wirksamkeit und Blutungsneigung angeht. Auf der Grundlage dieser Resultate lassen sich zwar Hypothesen generieren. Diese sollten jedoch in Form von parallel durchgeführten randomisierte kontrollierte klinischen Studien bestätigt werden. 
  1. Rasmussen LH et al. Primary and secondary prevention with new oral anticoagulant drugs for stroke prevention in atrial fibrillation: Indirect comparison analysis. BMJ 2012 Nov 5; 345:e7097
Schlüsselwörter: Vergleich neue Antikoagulanzien, Schlaganfall-Prophylaxe beim Vorhofflimmern, embolie, Warfarin, coumadin, Herz, Therapie, Behandlung, Thrombosen, Blutgerinnsel, Embolien, marcumar, transiente ischämische Attacke, TIA, Prävention, vergleich, Behandlung, thrombo-embolischer Erkrankungen, Antikoagulation, Dabigatran, Pradaxa, Thrombose und Embolie, sicherheit, wirksamkeit, absolute arryhmie, Schlaganfall, Vorhofflimmern, Absolute Arrythmie, Rivaroxaban, Xarelto, thromboembolie, Rendix, Tachyarrhythmia absoluta, Herzrhythmusstörung,
infektion, klinik, krankenhaus, Krankheit, Studie, kliniken, krankenhäuser, Therapie, infektionen, kind, Behandlung, kliniken, kinder, krankenhäuser, Medikament, Studien, krankheiten, 

 

 

Patienten

Übersicht
Krankheiten
Fachkliniken
Medikamente-Preisvergleich

Home Kontakt Impressum  Newsletter Nutzungshinweise

Copyright © 2000 [Medknowledge.de]. Alle Rechte vorbehalten.

Stand: 25. Mai 2013