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Neuroleptika bei Alzheimer-Demenz: Wann anwenden, wann absetzen? 22.12.2012

Rezidivrisiko nach Absetzen von Risperidon (Risperdal®) bei Alzheimer-Patienten mit deliranter Symptomatik oder Psychose: Patienten, die bestimmte Neuroleptika gut vertragen, und darauf gut ansprechen, brauchen anscheinend eine Langzeit-Neuroleptika-Therapie. 
Bei Patienten mit Alzheimer, die auf antipsychotische Medikation gegen Psychosen oder Agitationsaggression angesprochen haben, wurde das Risiko des Wiederauftretens der Symptome nach Unterbrechung der Medikation noch nicht festgestellt.
Patienten mit Alzheimer und Psychose oder Agitationsaggression erhielten 16 Wochen lang eine offene Behandlung mit Risperidon. Diejenigen, die auf die Risperidon-Therapie ansprachen, wurden doppelblind randomisiert einem der 3 Regimen zugeteilt: Entweder nahmen sie 32 Wochen lang weiter Risperidon (Gruppe 1), 16 Wochen lang Risperidon und anschließend 16 Wochen lang ein Placebo (Gruppe 2) oder 32 Wochen lang ein Placebo (Gruppe 3). Das primäre Outcome war die Zeit bis zu einem Rezidiv von Psychose oder Agitation. Insgesamt erhielten 180 Patienten nicht verblindet Risperidon (mittlere Dosis: 0,97mg pro Tag).
Die Schwere der Psychosen und Agitationen wurde reduziert, obwohl es einen leichten Anstieg extrapyramidaler Zeichen gab; 112 Patienten erfüllten die Kriterien des Ansprechens auf die Therapie, von denen 110 einer Randomisierung unterzogen wurden. In den ersten 16 Wochen nach der Randomisierung war die Rezidiv-Rate in der Gruppe derjenigen, die das Placebo erhielten, höher als in der Grupper derer, die Risperidon erhielten (60% [24 von 40 Patienten in Gruppe 3] vs. 33% [23 von 70 in Gruppe 1 und 2]; P=0.004; Hazard Ratio mit Placebo, 1.94; 95% Konfidenz Intervall [KI], 1.09 bis 3.45; P=0.02). Während der nächsten 16 Wochen war die Rezidiv-Rate in der Gruppe höher, die von Risperidon auf das Placebo gewechselt hatte als in der Gruppe, die weiterhin Risperidon erhielt (48% [13 von 27 Patienten in Gruppe 2] vs. 15% [2 von 13 in Gruppe 1]; P=0.02; Hazard Ratio, 4.88; 95% KI, 1.08 bis 21.98; P=0.02). Die Rate von negativen Effekten und Tod nach der Randomisierung unterschieden sich nicht signifikant innerhalb der verschiedenen Gruppen, obwohl die Vergleiche auf einer kleineren Anzahl an Patienten basierte, vor allem in den letzten 16 Wochen.
Fazit: Bei Patienten mit Alzheimer, die eine Psychose oder Agitation hatten, die auf eine 4-8-monatige Risperidon-Therapie angesprochen hatten, war das Absetzen von Risperidon mit einem erhöhten Rezidiv-Risiko assoziiert. 
  1. Devanand DP et al. Relapse risk after discontinuation of risperidone in Alzheimer's disease. N Engl J Med 2012 Oct 18; 367:1497.
Schlüsselwörter:Neuroleptika bei Alzheimer-Demenz, rezidiv, risperdal, risperidon, antipsychotika, psychose, delir bei demenz, absetzen, rückfall-risiko
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Stand: 25. Mai 2013