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Vorhofflimmern: Erhöhte Mortalität unter Digoxin, 24.12.2012

Digoxin wird neben Betablocker häufig zur Frequenz-Kontrolle bei Vorhofflimmern (AF) eingesetzt. Frühere Studien hatten gezeigt, dass Digoxin bei Vorhofflimern mit einer erhöhten Mortalität assoziiert ist. Es ist jedoch unklar, ob Digoxin selbst verantwortlich für die erhöhte Mortalität (toxische Wirkstoff-Effekt) ist, oder ob es sich um kränkere Patienten mit grundsätzlich höherer Mortalität handelt, bei denen häufiger Digoxin verschrieben wurde. Eine aktuelle Studie (1) aus den USA untersuchte genau diese Fragestellung.
Für die Analyse wurden die Daten der AFFIRM-Studie (2) verwendet. Das Mortalitätsrisiko wurde in verschiedenen Subgruppen mit oder ohne Herzinsuffienz untersucht. Herzinsuffienz wurde anamnestisch und durch eine Ejektionsfraktion (EF) <40% definiert.
Digoxin war mit einem Anstieg der Gesamt-Mortalität assoziiert (EHR: geschätztes Hazard Ratio 1,41). Kardiovaskuläre Mortalität (EHR 1,35), und Arryhtmie-Mortalität (EHR 1,61) waren ebenfalls unter Digoxin erhöht. Die Gesamt-Mortalität war unter Digoxin bei Patienten unabhängig davon erhöht, ob sie Herzinsuffienz hatten oder nicht (EHR 1,37).
Fazit: Dgoxin war mit einer signifikanten Erhöhung der Mortalität bei Patienten mit Vorhofflimmern assoziiert. Das Mortalitätsrisiko blieb auch nach Anpassung anderer Faktoren, und war auch bei fehlender Herzinsuffienz erhöht.
Medknowledge-Anmerkung: Diese Ergebnisse der Studie stellt die weit verbreitete Verwendung von Digoxin bei Patienten mit Vorhofflimmern in Frage, zur Recht. Nur was tun bei Patienten mit Tachyarrhythmia absoluta, die auf Beta-Blocker&Co. nicht reagieren, oder diese bei denen möglicherweise kontraindiziert sind. Und die konventionellen Antiarrhythmika (wie Amiodaron, Sotalol) bergen ebenfalls Risiken, und sollten bei strenger Monitoring verabreicht werden. Die Fachgesellschaften müssten hier klare Handlungsrichtlinien vorgeben, und Digoxin-Alternativen zeigen, bis dahin wird Digoxin vermutlich in schlecht einstellbaren Fällen zur Herzfrequenz-Kontrolle weiter gegeben. Zumal die meisten Ärzte eher mit Betablocker und Digoxin als mit Antiarrhythmika langjährige Erfahrungen haben.
  1. Matthew G. Whitbeck et al: Increased mortality among patients taking digoxin-analysis from the AFFIRM study. Eur Heart J (2012) doi: 10.1093/eurheartj/ehs348.First published online: November 27, 2012
  2. Vorhofflimmern - Absolute Arrhythmie: Frequenzkontrolle oder Ryhtmuskontrolle? , 2003
Schlüsselwörter:beta-blocker, isoptin, frequenzkontrolle, ryhtmuskontrolle, Tachyarrytmia absolute, Vorhofflimmern, mortalität, Digoxin, betablocker,
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Stand: 25. Mai 2013